#1reasonwhy prangert Sexismus in Spielen an

Frauen werden in der Videospiel-Branche nicht ernst genommen, kritisieren Entwicklerinnen. Auch männliche Spieler beteiligen sich an der Aktion. Die Reaktionen sind gemischt.

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#1reasonwhy prangert Sexismus in Spielen an
#1reasonwhy prangert Sexismus in Spielen an – (c) Electronic Arts

Derzeit kursiert auf Twitter ein Aufruf, um auf Sexismus in Videospielen aufmerksam zu machen. Unter dem Hashtag #1reasonwhy berichten sowohl Frauen als auch Männer, die mit der Games-Branche zu tun haben, über ihre Erfahrung, sowohl mit Sexismus in Spielen, als auch entsprechendes Verhalten von Mitarbeitern oder Geschäftspartnern. Beispiele für sexistische Spieleentwicklung sind derzeit die Autorennspiele "Forza Horizon", das dafür auch von Spiegel Online kritisiert wurde, und "Need for Speed". In letzterem würden die Stimmen der Frauen "wie bei einer Sex-Hotline" klingen, kritisiert etwa ein Twitter-Nutzer.

Das Artikelbild zeigt Artwork des Spiels "Mirror's Edge" an, in dem eine weibliche Figur im Mittelpunkt steht und jenseits klassischer Rollenklischees dargestellt wird.

Entwicklerinnern prangern an

Der Videospiel-Blog Kotaku hat eine Liste an Tweets veröffentlicht, die besonders negative Erlebnisse schildern. So schreibt etwa Kim Swift, die unter anderem die beliebten Spiele "Portal" und "Quantum Conundrum" entworfen hat, sie würde für die Rezeptionistin gehalten werden. Die Entwicklerin und Autorin Jane McGonigal beschwert sich, dass die meisten Top-Games sich nur um "Krieg, Cowboys, Football, Autos" drehen. Die Entwicklerin des Spiels "The Path" fragt: "Die Stimme der Frauen ist für manche fremd und verwirrend. Aber warum nicht zuhören?" Die Videospiel-Journalistin Katie Williams hat gleich eine ganze Liste an Gründen auf ihrem Blog veröffentlicht, weshalb sie sich als Frau schlecht behandelt fühlt.

Gemischte Reaktionen

Die Aktion hat unterschiedliches Feedback hervorgerufen. In Kommentaren zu Artikeln, die über #1reasonwhy schreiben, offenbaren zahlreiche Nutzer ihre frauenfeindliche Einstellung. "Typisch, feministische Roboter tröten wieder herum", wird einer etwa bei Thunderboltgames zitiert. Es gibt aber auch positive Kommentare. "Wir Jungs haben einen 'Easy-Modus', von dem ihr nicht einmal wisst", schreibt ein Nutzer unter einem Artikel von PC Gamer.

(Red.)

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