Civilization-Designer entwickelt neues Strategiespiel

07.02.2013 | 11:23 |   (DiePresse.com)

Dass Jon Shafer auch Historiker ist, merkt man in "At The Gates". Spieler lenken Barbarenstämme zur Zeit des Niedergangs des römischen Imperiums.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Jon Shafer, der Designer von Civilization V, entwickelt ein neues Strategiespiel für PC. "At The Gates" erinnert stark an die Civilization-Reihe umfasst aber auch Elemente aus "Die Siedler" und wartet mit einigen Besonderheiten auf. Dass Jon Shafer auch studierter Historiker ist, kommt der Handlung zu Gute. Zur Zeit des Niedergangs des römischen Reichs schlüpft der Spieler in die Rolle des Anführers eines Barbarenstammes und versucht das Machtvakuum zu füllen. 

Wie in Civilization wird das Gelände nach und nach erkundet, der eigene Stamm aufgebaut, es werden Kriege geführt und diplomatische Bande geknüpft. Um zu gewinnen, muss man die römische Hauptstadt einnehmen - entweder Rom oder Konstantinopel (oströmisches Reich). Die Einheiten des römischen Imperiums verlieren im Laufe des Spiels an Stärke, da sie sich zum Beispiel gegenseitig bekämpfen oder der Herrscher gestürzt wird. Einheiten funktionieren grundsätzlich ein wenig anders als in Civilization. Neben dem Gesundheits-Balken muss auch auf Moral und Proviant geachtet werden. Gegner können geschwächt werden, indem ihr Zugang zu Proviant unterbrochen wird. Wie gewohnt gibt es Barbarenlager und antike Siedlungen, die diverse Geschenke bringen. 

Andere Jahreszeit, andere Bedingungen

Um das eigene Reich aufzubauen, müssen wie in "Die Siedler" Ressourcen wie Stein oder Holz beschafft werden. In "At The Gates" kann allerdings der gesamte Stamm weiterziehen, wenn die natürlichen Ressourcen knapp werden. Eine Besonderheit ist, dass sich die Landschaft mit den Jahreszeiten verändert und zum Beispiel zugefrorene Flüsse im Winter passierbar sind. Umgekehrt können gefrorene Küstenregionen zum Problem für Schiffe werden. Zudem sollten für den Winter Essensvorräte angelegt werden.

 

Die Diplomatie-Optionen sehen in dem Prototypen-Video auf den ersten Blick ebenfalls Civilization ähnlich. Man kann andere Stämme mit Geschenken aufmuntern, Gaben fordern oder sie zu einem gemeinsamen Eroberungszug motivieren. Im Unterschied zu anderen Spielen, wird auch der religiöse Aspekt beachtet. So kann man zur Religion des anderen Stammes konvertieren, um Pluspunkte zu sammeln.

Marktstart Mitte 2014 geplant

Bis "At The Gates" tatsächlich gespielt werden kann, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Zunächst muss auf der "Crowdfunding"-Plattform Kickstarter das Finanzierungsziel von 40.000 Dollar erreicht werden - in den ersten 30 Tagen brachte es das Projekt bereits auf mehr als die Hälfte der Summe. Ist diese Hürde genommen, ist im Sommer der erste geschlossene Alpha-Test geplant, im Jänner 2014 könnte dann ein Beta-Test stattfinden und im Juni 2014 der Marktstart folgen. Zunächst ist das Spiel nur für PC geplant, auch ein Multiplayer-Modus ist mit dem knappen Budget nicht möglich, schreiben die Entwickler auf Kickstarter. 

 

(sg)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

AnmeldenAnmelden