"Journey" großer Abräumer bei Game-Oscars

28.03.2013 | 10:22 |   (DiePresse.com)

Das Spiel rund um eine kontemplative Reise durch die Wüste war in sechs Kategorien des "Game Developers Choice Award" nominiert und ging in allen als Sieger hervor.

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In den USA wurden am Mittwoch die Oscars der Videospieleindustrie verliehen. Gemeint ist der renommierte "Game Developers Choice Award" (GDCA), der im Rahmen der "Game Developers Conference" in San Francisco vergeben wird. Bei der diesjährigen Veranstaltung überraschte vor allem das Außenseiter-Game "Journey". Gleich in allen sechs Kategorien, in denen das Spiel nominiert war, konnte es den Award auch tatsächlich gewinnen. Nur in den übrigen vier Kategorien hatten andere Nominierte eine Chance.

"Journey" siegte in der Kategorie "bestes Spiel des Jahres", wurde als "bestes Downloadspiel" ausgezeichnet und die Jury würdigte desweiteren die "beste Grafik", den "besten Ton", die "Innovation" und das "beste Design". Damit ist das Reise-Abenteuer das bisher erfolgreichste Spiel bei dem GDCA. 2010 räöumte "Uncharted 2" insgesamt fünf Trophäen ab.

Keine Gegner, kaum Interaktion

Der große Triumph von "Journey" überrascht deshalb, weil es sich nicht um ein Videospiel im klassischen Sinne handelt. Der Spieler begibt sich auf eine atmosphärische Reise durch die Wüste, in der Stoffteile gesammelt werden. Trifft der Spieler auf andere Online-Teilnehmer kann über "wortlose" Rufe kommuniziert werden. Es gibt keine Gegner und kaum Möglichkeiten mit der Spiel-Umgebung zu interagieren.

Neben "Journey" gab es bei der diesjährigen Verleihung nur vier weitere Sieger. "The Walking Dead" wurde für die "beste Geschichte" ausgezeichnet, "Far Cry 3" für die beste Technik, "The Room" als "bestes Mobil-Spiel" (iOS) und das Weltraum-Spiel "Faster Than Light" als "bestes Debüt". Der zusätzliche Publikumspreis ging an "Dishonoured".

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(Red.)

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4 Kommentare

Trend erkannt

Wie im realen Leben, wo echt Interaktion in unseren monopolistischen Lobbykraturen und Bürokraturen unerwünscht ist, darf man im "besten Spiel" sinnlos rumrennen und wird von Schauwerten unterhalten.

Egal wie gut Journey als Spiel sein mag, der Trend auch bei Games die Interaktion und Kreativität der Spieler zu minimieren, irritiert.

Absolut verdient

Eines der besten Spiele die ich je gespielt habe, "kontemplative Reise durch die Wüste" trifft es absolut.
Eigentlich sollte man das nicht mehr als Spiel, sondern als Kunst bezeichnen!

"räöumte"?


Re: "räöumte"?

Klugschei**er?

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