05.07.2009 00:30 | Meine Presse Merkliste0

WildTangent: "Spielkonsolen sind tot"

16.05.2008 | 10:06 |   (DiePresse.com)

Die Gaming-Zukunft findet Online und am PC statt. Konsolen sind Geräte, die das Spielen verhindern, meint der Chef des Spiele-Netzwerks WildTangent.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Zukunft des Computerspiels liegt im Internet - die klassischen Konsolen sind tot. Einzig Nintendos Wii sei eine Ausnahme, meint Alex St. John, Chef des Gaming-Netzwerks WildTangent, in seiner Abschlussrede auf der Gaming-Konferenz ION 2008. Das berichtet heise.de. Mit Werbung und Abos lässt sich auf dem Markt wesentlich mehr Geld machen, als mit dem Verkauf kopiergeschützter Datenträger, erklärt der Experte.

Werbung und Abonnements können nur über das Internet effektiv angeboten werden - Werbeunterbrechungen in Konsolengames funktionieren nicht und nerven die Kunden, erläutert der WiltTangent-CEO Wenn die Spiele online und kostenlos zu haben sind, akzeptiert der Spieler die Werbung viel eher.

Außerdem verhindern klassische Konsolen das eigentliche Spielen, meint John weiter. Das Modell "erst zahlen, dann spielen" sei veraltet. Bei kostenlosen Internet-Games zählt nach Johns Meinung nur noch der Spielspaß. Das wiederum eröffnet die Möglichkeit einer reinen Werbefinanzierung, ähnlich dem Fernsehen. Rein thematisch seien die höchsten Einnahmen zurzeit mit leichten, actionlastigen Arcade-Spielen zu machen.

(Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

4 Kommentare
Gast: Evil_D
17.05.2008 13:56

So ganz richtig ist das nicht....

Folgende zwei Aussagen sind wirklich zu bezweifeln:
a) Konsolen sind tot
Begründung: es macht eindeutig mehr Spass, Beat-em-ups, Rennspiele, Jump'n'Runs etc auf einer Konsole zu spielen. Und das sage ich als nicht-Konsolenbesitzer.
b) Spielspass bei online-games in Kombination mit Werbefinanzierung
Begründung: hat einer heute noch Spass am free-TV mit fünf Werbepausen bei zwei Stunden Film? [zynismus]Es wird sicher jeder voll erfreut sein, wenn im heissen online-Gefecht plötzlich das Spiel pausiert und Werbung über den Bildschirn läuft[/zynismus]. Selbst heutige Browser-games gehen einem manchmal dermassen auf den Geist mit ihrer ständigen Werbung, dass man das Internet nach Werbeblocker-Plugins absucht...

Gast: craPkit
16.05.2008 17:11

Schwachsinn

Der PC wird die Konsole als Spieleplattform erst recht in Zukunft nicht überholen:
Ich hab in den letzten Jahren kein PC-Spiel gespielt, das fehlerfrei gelaufen wäre. Konsolenspiele hingegen stürzen so gut wie nie ab. Auch sonstige "Bugs" sind hier selten (siehe zB jedes Spiel aus dem Hause Nintendo).
Die Onlinefähigkeiten der Konsolen steigen seit geraumer Zeit stetig an, auch downloadbare Spiele sind hier keinesfalls auszuschließen.
Außerdem ist es mittlerweile regelrechte Geldverschwendung, sich einen PC für die neuesten Spiele zuzulegen.
Dieser ist nicht nur die weitaus teurere Anschaffung; auch veraltet dieser bereits extrem schnell. Unterschiedliche Technik von unterschiedlichen Herstellern und damit verbundene Schnittstellen im PC bedeuten Anpassungsschwierigkeiten für Programme/Spiele = Fehlerquellen und Geschwindigkeitsengpässe. Diese Fallen bei Konsolen (aufgrund der immer gleichbleibenden Hardware) größtenteils weg.

Gast: Herbi
16.05.2008 10:43

Was für ein Schwachsinn...

Ähm, diese Aussage ist hausgemachter Unsinn.
Konsolen sind tot? Noch nie waren sie erfolgreicher! Noch nie konnten die Entwickler so viel Geld über Konsolen verdienen! Noch nie war Online Spielen und Unterhaltung im Wohnzimmer einfacher! Wenn eine Spieleplattform gefährdet ist, dann der PC. (Wegen den ganzen Raubkopien)

Und dieser Typ da vergleicht das mit kostenlosen Internet-Games?? Ja gehts noch? Die meisten Konsolenspiele sind Lichtjahre vor der Qualität und dem Umfang aller Gratisgames.
Noch dazu sieht er ein, dass das bei Wii nicht zutrifft...nur Wii ist halt auch eine Konsole....auweia..

Und GTAIV verkauft sich wie warme Semmeln, aber Konsolen sind tot...ist klar.

Antworten Gast: Moi
16.05.2008 12:16

Re:

also GTA IV ist meiner Meinung nach Gegenwart und der Artikel bezieht sich, wie in der ersten Zeile klar wird, auf die Zukunft, oder???
@ Gratisgames: Deren Qualität soll durch Werbung steigen... geht auch aus dem Artikel hervor

zuerst lesen - dann behirnen - dann schreiben

Schlagzeilen Tech

  • Internet Explorer: Browser Wars
    Die EU zwingt Microsoft, das nächste Windows ohne den Webbrowser Internet Explorer auszuliefern, und heizt damit einen alten Kampf erneut an:
    Apple: SMS-Sicherheitsleck im iPhone bestätigt
    Im SMS-Programm von Apples Kult-Handy steckt eine gefährliche Schwachstelle. Angreifer könnten ihre Opfer über das iPhone abhören und lokalisieren. Einen Patch soll es erst Ende des Monats geben.
    Windows 7: Microsoft plant "Familienlizenz" für drei PCs
    Windows 7 könnte es ab Oktober auch in einer Familienversion geben, die auf drei verschieden Rechnern in einem Haushalt installiert werden darf. Auch Apple bietet solche Familien-Pakete.
  • Twitter: Beobachter können gekauft werden
    Wer sich auf Twitter unbeachtet fühlt und lieber mit einem großen Publikum protzen möchte, kann "Followers" zukaufen. Das Unternehmen USocial bietet Pakete von bis zu 100.000 Abonnenten.
    Kids sind im Web zu freigiebig mit ihren Daten
    Die Herausgabe von persönlichen Daten ist bei einer Studie auf Platz eins der größten Web-Risiken für Kids in Europa gelandet. Gefolgt von Kinderpornos, Gewaltinhalten und Mobbing.
    Robocup 2009: Der Mensch ist Zuschauer
    Ob auf dem Spielfeld, zu Hause oder auf hoher See – die Roboter zeigen, was sie können. Die TU Graz hat den Robocup, den weltgrößten Roboter-Fußball-Bewerb, erstmals nach Österreich geholt.
  • IP-Telefonie: Telefonieren ohne Telefonnetz
    Telefonieren im Web lockt Private und Unternehmen. Dank Flatrate und immer höherer Bandbreiten macht Skype nicht nur dem traditionellen Festnetz Konkurrenz, sondern wird zunehmend auch auf Internethandys genutzt.
    The Pirate Bay will Nutzer fürs Filesharing bezahlen
    Der neue Besitzer der weltgrößten Filesharing-Plattform will die Rechteinhaber mit Geld zufrieden stellen, das Pirate-Bay-Nutzer zuvor verdient haben. Was übrig bleibt, dürfen die Nutzer behalten.
    Facebook erleichtert Schutz der Privatsphäre
    Die weltgrößte Online-Community soll für Mitglieder leichter bedienbar werden. Kompliziert verstreute Einstellungen können künftig zentral vorgenommen werden.
  • iPhone: Apple kämpft mit Kinderporno-Apps
    Eine neue Anwendung für das iPhone lässt minderjährige Mädchen bewerten. Entwickler haben Wege gefunden, den Prüfprozess von Apple zu umgehen und illegale Inhalte nachträglich "einzuschmuggeln".
    EU kippt umstrittene Steuer auf Handys
    Die schwedische EU-Präsidentschaft hat am ersten Tag ihrer Amtszeit die Steuerpläne für TV- und Navi-Handys vom Tisch gefegt. Geplant waren Aufschläge von bis zu 14 Prozent.
    Firefox 3.5: Fünf Millionen Downloads in 24 Stunden
    Die neue Version des Internet-Browsers Firefox ist erfolgreich gestartet. Bis Mittwoch-Abend wurde er bereits rund fünf Millionen Mal geladen. In Österreich immerhin rund 50.000 Mal.