Die Werbewirtschaft kann künftig in Spielen für die PlayStation 3 aktuelle Anzeigen schalten: Hersteller Sony öffnet seine Konsole für das sogenannte In-Game-Advertising. Werbung für reale Produkte kann per Internet in Echtzeit geladen und in den Spielverlauf eingebunden werden. Die New Yorker Firma IGA Worldwide übernehme die Vermarktung, teilte Sony Computer Entertainment am Mittwoch in London mit.
Modelabel Diesel will PS3-Werbung
Als erster Spielehersteller kündigte Electronic Arts (EA) an, Werbung in seinen Titeln für die PlayStation 3 über IGA Worldwide abwickeln zu lassen. EA ist mit etlichen populären Spielen wie "FIFA 2008" oder "Need for Speed" am Markt. Erste Unternehmen haben bereits angekündigt, die PlayStation 3 bei ihren Kampagnen einzubeziehen - laut einen IGA-Worldwide-Sprecher etwa der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble sowie das Modelabel Diesel.
Spieler wollen In-Game-Werbung
Beim In-Game-Advertising wird Reklame in den Kontext des Spiels integriert - mögliche Flächen reichen von Wasserflaschen, aus denen Spielfiguren trinken, bis hin zu Werbebanden im Sportstadion. Die Branche sieht darin die Möglichkeit, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen und damit die hohen Entwicklungskosten einzuspielen.
Studien zufolge sind auch die meisten Spieler In-Game-Werbung nicht abgeneigt. Viele Gamer sind der Meinung, dass dadurch das Spiel noch realistischer wirkt.
Sonys Wettbewerber Microsoft lässt auf seiner Xbox 360 bereits In- Game-Advertising zu. Bisher ist der Markt mit einem Umsatz von knapp 78 Mio. Dollar (50,4 Mio. Euro) im Jahr 2006 aber relativ klein. Die Marktforscher der amerikanischen Yankee-Group erwarten jedoch, dass die Erlöse bis 2011 auf knapp eine Milliarde Dollar wachsen könnten.
(APA, Red.)
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