Linux-Spielkonsole Evo Smart Console kommt auf den Markt

06.04.2009 | 10:28 |   (DiePresse.com)

Komplett auf Open Source-Basis soll die Konsole Spiele und Filme aus dem Internet herunterladen. Das Angebot ist aber noch sehr spärlich und richtet sich eher an Technik-Freaks.

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Vom Hersteller Envizions kommt eine neue Spielkonsole namens Evo Smart Console. Was das Gerät von der Konkurrenz unterscheidet, ist das Betriebssystem: Die Evo-Konsole läuft mit einer angepassten Fedora Linux-Distribution und setzt komplett auf frei erhältliche Open Source Software. Ab 10. April sollen die ersten 100 Geräte ausgeliefert werden. Die Philosophie hinter der Konsole: Spiele und Filme nach Bedarf von Envizions zentralem Dienst herunterzuladen. Das "On Demand"-Angebot kostet allerdings monatliche Gebühren von 49 bis 99 US-Dollar. Für die Konsole selbst zahlen Kunden bis zum 17. April noch 279 bis 350 Dollar, danach soll der Preis auf 379 Dollar ansteigen. Vorrangig richtet sich das Angebot an Entwickler und Technik-Enthusiasten.

Wenige, alte Spiele

Linux war noch nie als Spieleplattform bekannt. Etwas spärlich ist daher auch noch das Angebot an verfügbaren Titeln. Zum Start der Evo sind der Taktik-Shooter Tremulous, das Ballerspiel Alien Arena, das Jump'n'Run SuperTux und das Strategie-Spiel The Battle for Wesnoth. Die Spiele sind aber auch schon in den meisten Linux-Distributionen integriert oder lassen sich problemlos nachladen. Envizisions will mit der Konsole aber Entwickler anlocken, um für die Evo neue Spiele zu produzieren.

Bekannte Hardware-Komponenten

Die Hardware gleicht der eines Mittelklasse-PCs. Ein AMD Athlon X2 mit 2,4 Gigahertz dient als CPU, als Grafikkarte kommt eine Radeon HD 3200 zum Einsatz. Zusätzlich gibt es noch 2 Gigabyte RAM, einen DVD-Brenner und eine Festplatte mit 120 Gigabyte. Als Kontrollgeräte werden ein drahtloses Keyboard und Gamepad von Logitech mitgeliefert.

Bis zu 600 Dollar sparen - aber wie?

Envizions bewirbt die Evo-Konsole nicht als reine Spielkonsole sondern auch als Multimedia-Station. Noch dazu wird ein Dienst angeboten, der den Kunden Speicherplatz im Internet zur Verfügung stellt. Das gesamte Konzept erscheint aber noch sehr experimentell. Envizions bewirbt die Konsole unter anderem damit, dass sie den Kunden kosten spart. Wie genau sich aber die "150 bis zu 600 Dollar" genau errechnen, verschweigt das Unternehmen.

(db)

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