China gilt spätestens seit den jüngsten Debatten rund um Internet-Pornografie als Hochburg der Web-Zensur. Nun richtet sich der kräftige Arm des chinesischen Kulturministeriums auch gegen Online-Spiele. Jene Web-Games, die einen Bezug zu Gangsterbanden wie der Mafia herstellen, stehen fortan am Index, hat das Ministerium laut Nachrichtenagentur AP am Montag bekannt gegeben. Verboten ist nicht nur das Anbieten solcher Games, sondern sogar das Verlinken auf Webseiten mit solchen Inhalten.
Spiele wie "Mafia Wars" auf Facebook fördern nach Ansicht der Behörden "asoziales Verhalten wie Töten, Schlagen, Raub und Missbrauch". China handelte sich heuer bereits heftige Kritik wegen einer Zensur-Software ein, die seit 1. Juli auf jeden Rechner, der in China verkauft wird, installiert werden muss. Das Zensurprogramm "Green Dam - Youth Escort" soll Internet-Surfer vor gewalttätigen oder pornografischen Inhalten schützen. Zumindest lautet so die offizielle Begründung. Kritiker fürchten aber, dass damit weitreichende politische Zensur betrieben werden könnte.
(Red. )
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