Webgame-Perlen: Herausragende Spiele 2010

Es muss nicht immer das grafisch aufwendigste Spiel aller Zeiten sein. DiePresse.com sammelt regelmäßig spannende Mini-Games, die es gratis im Internet gibt. Heuer präsentieren wir Ihnen 15 Highlights, die vielleicht nicht heuer entstanden sind, aber die wir in diesem Jahr entdeckt haben.(c) REUTERS (FABRIZIO BENSCH)

In der fantasievollen Welt von Coma begleitet man den Helden durch wunderschön gezeichnete Landschaften, springt mit einem Trampolin bis zu den Wolken und muss auch durch das Innere eines Wurms reisen. Gegen Ende des Spiels wird es noch einmal mysteriös mit Gänsehaut-Feeling.

Das Jump'n'Run Ching Chong Beautiful besticht durch seine flüssige Bedienung und seine stilsicher schräge Comic-Grafik. Es gilt, diverse Hindernis-Parcours zu absolvieren. Als Gegner dienen klingende Bösewichte wie "Mr. Beautiful" und der "Seppuku Tower".

Wenn Krieg doch nur wirklich so putzig wäre. In dem Strategie-Minigame Thanks Tanks geht es wie in großen Vorbildern á la "Command & Conquer" um Ressourcen und den richtigen Einheitenmix. Die bunten Panzerchen lassen sich aufrüsten, um stärker und schneller zu werden.

Horror im All verspricht The Breach. Das Action-Spiel dreht sich um das infizierte Forschungsschiff Hermes, auf das es den Spieler verschlägt. Manche Level sind komplett finster und lassen sich nur mit der Taschenlampe erkunden. Mit fortschreitendem Spiel lässt sich die Ausrüstung erweitern, die Gegner werden allerdings auch nicht leichter.

Immer höher hinaus geht es in Orb-Eater. Durch das Sammeln von bunten Kugeln gewinnt man nicht nur Punkte, sondern auch an Höhe. Neben gelungenen 3D-Efffekten bietet das Spiel auch einen entspannten Soundtrack, der zur Atmosphäre beiträgt.

Armed with Wings 3 ist ein Action-Jump'n'Run mit stilvoller Grafik und einer netten Abwechslung. Neben dem bewaffneten Helden kann man auch einen Adler steuern, der etwa sonst unerreichbare Gegenstände einsammeln kann. Zur Verteidigung dienen die eigenen Fäuste, ein Schwert oder Magie.

Ein gelungener "Line Rider": In Solip Skier "legt" man einem Wintersport-Strichmännchen im wahrsten Sinne des Wortes die Piste vor die Füße. Der kleine Skifahrer folgt dem Mauszeiger, dessen Bewegung ein Pistenprofil erzeugt. Ist der Fahrer schneller als der Zeichner beendet ein Absturz das Spiel. Punkte gibt es für Stunts und für's passieren von Tunnels, deren Auftauchen am rechten Bildrand angekündigt wird.

Wer möchte nicht gern in den Himmel? In Tower of Heaven werden dem Spieler aber einige Stolpersteine in den Weg gelegt. Der Turm-Chef legt zum Beispiel immer wieder neue Regeln auf, die das Fortkommen erschweren. Die Retro-Grafik samt dazupassender Musik strahlt einen ganz eigenen Charme aus.

Echtzeitstrategie auf ein Minimum reduziert. So könnte man Pixel Legions in einem Satz zusammenfassen. Man befehligt Horden von Bildpunkten, die sich mit andersfarbigen Punkten bekriegen. Taktik gibt es auch: Nimmt man gegnerische Truppen in die Zange, erhöht sich der Schaden, den man anrichtet.

Knuffig und bunt kommen Steak und Jake daher. Bunt in der Tat, denn damit Kuh Steak die Milch abliefern kann, muss Vogel Jake allerlei Hindernisse beseitigen. Dafür wird der Vogel entsprechend eingefärbt um korrespondierende Farbblöcke oder Feinde aufzulösen. Die richtige Farbe wählt man aus einer sich ständig ändernden Palette am unteren Bildschirmrand.

Wenn man mit seinem Ballon inmitten einer unwirtlichen Gegend abstürzt, ist das schon einmal nicht gut. Noch weniger gut, wenn, wie in Ballon in a Wasteland, dutzende düstere Kreaturen einen daran hindern, den Ballon zu reparieren. Zum Glück kommt regelmäßig ein Waffenhändler vorbei, der unseren einsamen Ballonfahrer mit zahlreichen Utensilien unterstützt.

Raumzeit-Experimente, Klone auf Knopfdruck und ein Emu namens Tim. Das Plattform-Game Timemu nutzt skurrile Einfälle, um Puzzle zu lösen und von A nach B zu kommen. So kann man etwa sich selbst klonen, damit dieser Klon etwa einen Schalter betätigt. Oder man spult die Zeit zurück wenn mal etwas nicht so gut klappt. Ein gelungener Mix, der durch sein ungewöhnliches Konzept Laune macht.

Ghost Guidance ist auf den ersten Blick ein klassischer Arcade-Shooter im Stil alter Klassiker. Der Trick daran: Man spielt nicht ein Schiff, sondern einen lebenden Computervirus, der von Flugzeug zu Flugzeug springen kann. Je nachdem, was für ein Vehikel man ergattert, hat man mehr oder weniger Feuerkraft zur Verfügung.

Im klassischen Stil von PC-Adventures läuft A Small Favor ab. Als außerirdischer Kopfgeldjäger muss man sich durch diverse skurrile Locations schlagen und sein Ziel erwischen. Die Comic-Grafik weiß zu gefallen, die Rätsel sind als eher leicht einzustufen.

Ein Spiel, das man nicht gewinnen kann als Statement gegen den Krieg. In ImmorTall schlüpft der Spieler in die Rolle eines Aliens, das an den Sensenmann erinnert. Sein Körper dient einer Familie als Schutzschild gegen Angriffe von Infanterie, Panzern und Kampfflugzeugen. Der Marsch durch die düstere Schwarz-Weiß-Welt wird von bedrückender Musik begleitet.
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