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Sony-Hack: Weitere 24,6 Millionen Kunden betroffen

03.05.2011 | 12:36 |   (DiePresse.com)

Neben dem PlayStation Network wurde auch Sony Online Entertainment angegriffen. 12.700 Kreditkartennummern sind gefährdet. Bankdaten von österreichischen Kunden könnten auch entwendet worden sein.

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Mehr als 100 Millionen Kundendaten. Nach neuesten Informationen könnte das die Ausbeute der Hacker sein, die das PlayStation Network (PSN) in der vergangenen Woche attackiert hatten. Wie Sony zerknirscht zugeben muss, könnte von dem Angriff auch Sony Online Entertainment (SOE) betroffen sein. Das Spiele-Netzwerk, in dem Titel wie EverQuest, Star Wars Galaxies oder kürzlich DC Universe Online genutzt wurden, beherbergt 24,6 Millionen Kunden. Zusammen mit den 77 Millionen Kundendaten, auf die die Hacker im PSN und dem Streamingdienst Qriocity zugreifen konnten, macht das einen gewaltigen Datenbestand aus. Nach Angaben des Unternehmens drangen die Angreifer schon kurz vor der PSN-Attacke in SOE ein.

Tausenden Kreditkartendaten gefährdet

Schlimmer wiegt Sonys Eingeständnis, dass 12.700 Nummern von Kredit- oder Debitkarten abhanden gekommen sein könnten. Sie sollen aber aus 2007 stammen und somit veraltet sein. Außerdem könnten rund 10.700 Zahlungsprotokolle mit Kontonummern von Kunden aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Spanien gestohlen worden sein. Sony hat den Dienst am Montag sicherheitshalber offline gestellt und untersucht nun, ob tatsächlich auch dort Kundendaten abgegriffen wurden.

Von den 24,6 Millionen SOE-Nutzern könnten Passwörter, Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Angaben über das Geschlecht und Telefonnummern gestohlen worden sein. Derzeit gäbe es keinen Hinweis darauf, dass auch Kontonummern und Daten der Kontoinhaber in die Hände von Hackern gefallen sind. Diese sind laut Sony in einer separaten, geschützten Umgebung gespeichert.

Neuer Rückschlag für Sony

Der Angriff auf das PSN hatte hohe Wogen geschlagen. Fast schien es aber schon so, als hätte der Elektronikriese die Lage wieder im Griff. Erst am Wochenende hatte Sony erklärt, man habe die Sicherheit des eigenen Netzwerks verbessert und wolle das PSN wieder online bringen. Es seien höhere Standards für den Datenschutz und die Verschlüsselung eingeführt worden. Betroffene Nutzer sollen mit geschenkten Inhalten wie etwa Spielen entschädigt werden. Die jetzige Bekanntgabe ist aber ein weiterer herber Rückschlag für Sony.

Über die Hintermänner des PSN-Hacks und somit wohl auch des Datenklaus bei SOE herrscht weiterhin Unklarheit. Kurzzeitig war das Hacker-Kollektiv Anonymous dahinter vermutet worden. Dieses weist aber jede Verantwortung für die Attacke zurück. Man sei zwar ein Kritiker von Sonys Führung, wolle aber nicht die Kunden des Herstellers schädigen, lautet die Devise. Sony hatte den Zorn vieler Hacker auf sich gezogen, nachdem der Konzern mit aller rechtlichen Härte gegen George "GeoHot" Hotz vorgegangen war. Er hatte eine alternative Firmware für die Spielkonsole PlayStation 3 programmiert. Sony sah sein Urheberrecht verletzt und beschuldigte Hotz, damit raubkopierten Spielen Tür und Tor zu öffnen. Dieser hatte solche Absichten stets zurückgewiesen.

Sony: PSN-Passwörter nicht im Klartext

Einen Teil der wohl verdienten Kritik an seinen Sicherheitsmaßnahmen versucht Sony in einem Blogeintrag zurückzuweisen. Es stimme zwar, dass die Passwörter von PSN-Kunden nicht verschlüsselt worden seien. Man habe sie aber nicht im Klartext sondern mit einer "kryptografischen Hash-Funktion" verändert. Damit entgegnet der Anbieter Vorwürfe, Passwörter seien im Klartext gespeichert gewesen. Dass die restlichen Kundendaten aber einfach ersichtlich waren, bestreitet der Hersteller nicht. Lediglich die Kreditkartendaten sollen verschlüsselt worden sein. Unklarheit herrscht darüber, ob diese bereits im Umlauf sind. In diversen Untergrund-Foren werden aber bereits entsprechende Datensätze auf dem Schwarzmarkt angeboten.

Noch keine Betrugsopfer in Österreich

Bei den großen österreichischen Kreditkartenanbietern Card Complete und Paylife haben sich bis jetzt aber noch keine Betrugsopfer gemeldet. Bei Card Complete habe es keinen Hinweis darauf gegeben, dass ein Kunde des Unternehmens betroffen sein könnte, so Georg Huemer von Card Complete. Das Unternehmen gibt Visa und Mastercard aus und kann etwa 1,1 Millionen Karteninhaber in Österreich ausweisen. Bei Paylife gibt es nur 800.000 Karten in Österreich. Aber auch hier betreibe man derzeit das interne Monitoring sehr aufmerksam, erklärt Firmensprecherin Angela Svivatz.

(Ag. / Red. )

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11 Kommentare
Gast: Gast123
04.05.2011 02:23
0 0

Tendenziös

Wieso ist hier die Rede davon, dass Sony "zum zweiten Mal", "erneut" und "wieder" Opfer eines Hacks wurde? Sie erwähnen doch selbst, dass der Vorfall bereits Mitte April stattfand, wenngleich er erst jetzt bemerkt wurde. Hier wird von Ihnen (gewollt oder unbewusst?) der Eindruck erzeugt, Sony habe nach Bekanntwerden den ersten Vorfalls nicht unverzüglich alle Schritte unternommen, um die Nutzer zu schützen. Fromulierungen wie mit "mehrtägiger Verzögerung" sind ebenso tendenzös. Wissen Sie, wieviel Aufwand es ist, einen solchen Vorfall zu untersuchen? Oder glauben Sie, dass andere Unternehmen von vergleichbarer Größe auf der Basis erster Spekulationen und Verdachtsmomente gleich am 2. Tag vor die Weltpresse treten würden.

Gast: chaoscheesy
03.05.2011 23:46
0 0

lol

also mal microsoft zu beschuldigen is schwachsinnig da die ps3 mit ihrem "cell" prozessor, der nichtmal die power hat nen schwach getakteten amd x4 zu überholen und mit der tollen und revolutionären 7600gt alias RSX die wohl auch ihr ziel verfehlt hat, sony zu beklauen keinen sinn hat (trotzdem das es mehr xlive) nutzer gibt als psn-user. sony war und ist einfach zu dumm etwas richtig zu machen, das letzte produkt von denen das gut war war die psx, psx, ps-one (wie auch immer ihr sie nennen wollt) seitdem haben die techniker nur mehr schrott rausgebracht, als die
"revolutionäre" ps3, raus kam, hätte bei meinem pc nur die graka gereicht um diese zu überhölen, genauso wie bei der tollen 360 (wobei da wahrscheinlich schon meine x-fi fatality gereicht hätte) von microschrott. beide konsolen sind überflüssig und werden es immer bleiben und vorallem sie sind technisch längst überholt. und alle kunden die sich bei psn mit ihrer kreditkarte angemeldet haben sind selbst schuld da sony seit der ps2 nicht viel wert auf datenschutz gelget hat (siehe 007 - Nightlife)... die konsolen werden immer schrott bleiben weil es nichts neueres mehr gibt und ne ps3 oder ne 360 zu hacken ist sogar mit nem taschenrechner möglich (siehe diverse praxistutorials)

Antworten Gast: _Peter
04.05.2011 09:12
0 0

Re: lol

*gähn*

*gähn*

*gähn*

langdon17
03.05.2011 23:21
1 0

sony

hätte man die sony daten nicht gestohlen, hätte man binladen noch nicht gefundne!! ;)

Gast: Achtung BankomatkartenbezahlerInnen!
03.05.2011 20:42
0 0

_Peter

Auch Paylife hat ein Datenproblem!

Bitte überprüft alle Eure Kontoauszüge, speziell die Buchungen vom 2.5.2011.

Lt. meinem Bankberater werden "aufgrund Datenproblemen" von Paylife Zahlungen, welche am 2.5.2011 am Konto verbucht wurden, teilweise DOPPELT abgebucht.

Bei mir hat sich das in Summe auf über 800,-- Euro belaufen, weil an diesem Tag interessanterweise viele Buchungen "nachgeholt" wurden - und ein Teil davon DOPPELT gebucht wurden.

Kontrolliert daher bitte Eure Kontoauszüge und kontaktiert im Bedarfsfall Euren Bankbearter bzw. -beraterin und gebt diese Information Euren Freunden, Bekannten etc. weiter!

Gast: Dolphinsmind
03.05.2011 15:00
1 2

Ich würde es Microschrott zutrauen

Das Sony gehackt wurde, würde ich sogar microsoft zutrauen, damit seine minderwertige Spielekonsole im besseren Licht steht, die sowieso eine Fehlkonstruktion ist

Antworten Gast: JohnClark
03.05.2011 21:55
0 1

Re: Ich würde es Microschrott zutrauen

Ha ha das ist doch nciht dein ernst! :)
XBOX Live funktioniert und hat die bessere Performance, so einen Skandal wie bei Sony gab und wird es auch nicht geben weil Qualität nunmal Geld kostet.

Die Loser die heulen sollten vielleicht daran denken das mit 3EUR im Monat sowas nicht passiert wäre, ihr werdet für eure eigene Gier bestraft und für den Japaner seid ihr nichts wert, was die Informationspolitik von Sony beweist.

Viel Spass mit eurer überteuerten Offline-Konsole, ich spiele solange Online das ist nur der pure Neid der Besitzlosen der Microsoft trefen soll...

Antworten Gast: _Peter
03.05.2011 20:48
0 0

Re: Ich würde es Microschrott zutrauen

Die minderwertige Konsole verkauft sich im Moment aber besser als die PS3 ...

... von den bisherigen Verkaufszahlen der noch minderwertigeren Nintendo Wii ganz zu schweigen.

Es zählt nicht nur immer die Größe, auf die Freude und den Spaß kommt's drauf an.

Und da ist wohl die PS3 eher im hinteren Feld anzutreffen - trotz und gerade wohl wegen der abgekupferten Wii-Steuerung. ;-)


Gast: phender
03.05.2011 08:42
6 0

Das, was Sony da passiert ist,

kann überall passieren, wo Rechner sensible Daten gespeichert haben. Und wenn ein Konzern wie Sony sich dagegen nicht ausreichend schützen kann, kann es dann unser Staat, der immer mehr Daten über uns sammelt? Können es die Unternehmen, können es die Bonitätsauskunfteien? Kann das Gesundheitssystem verhindern, dass es einmal Opfer eines Datendiebstahls wird? Nein. Deshalb sollte man Computer, die grundsätzlich, weil es ihre Natur ist, manipulierbar sind, mit Bedacht einsetzen und ganz genau überlegen, ob und wie man sie vernetzt. Was nicht gespeichert oder nicht vernetzt ist, kann auch nicht gestohlen und zum Nachteil der Betroffenen missbraucht werden, daher sollte man jede Datenspeicherung, vor allem auch beim Staat, ganz genau hinterfragen und prüfen, ob sie wirklich zwingend notwendig ist. Was derzeit gemacht wird, weist aber genau in die gegenteilige Richtung.

Antworten Gast: mmm
03.05.2011 22:32
0 0

Re: Das, was Sony da passiert ist,

Nur E-Voting ist sicher!

Antworten Gast: c0mputa3xprt
03.05.2011 10:43
0 0

Re: Das, was Sony da passiert ist,

Aber geh, alle Daten unser Staat sammelt sind absolut sicher...
Fragens die neue Innenministerin die wird ihnen das bestätigen.