Microsoft hat ein erstes Verfahren im Patentstreit mit Motorola verloren. Wie Bloomberg berichtet, entschied die Internationale Handelskommission der USA (ITC), dass die beliebten Xbox-Spielkonsolen vier von fünf Motorola-Patenten verletzen würden. Die Entscheidung könnte dazu führen, dass mit Ende der Untersuchung Ende August ein US-Verkaufsverbot für die Xbox 360 ausgesprochen wird. Microsoft würde das hart treffen, da die Konsole ein wichtiger Umsatztreiber ist.
In Redmond gibt man sich aber kämpferisch. Die aktuelle Entscheidung sei lediglich der erste Schritt auf dem Weg zur endgültigen Entscheidung, verkündete Microsoft in einer Aussendung. Der Hersteller sei überzeugt, dass man im Endeffekt gegen Motorola gewinnen werde. Die betroffenen Patente seien inzwischen Standards geworden, argumentiert Microsoft.
Motorola will von Microsoft 2,25 Prozent des Verkaufspreises jeder einzelnen Xbox 360 als Lizenzgebühr. Im Gesamtjahr 2011 sorgte die entsprechende Sparte für 8,9 Milliarden Dollar Umsatz bei Microsoft, etwa 13 Prozent der gesamten Einnahmen des Konzerns. Würde Motorola mit seinem Anliegen durchkommen, würde das den Hersteller vier Milliarden Dollar pro Jahr kosten. Motorola beschwert sich, das Microsoft nie ein Gegenangebot gelegt hat.
(Red.)
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