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Cloud Gaming am TV macht Konsole überflüssig

06.06.2012 | 13:05 |   (DiePresse.com)

Samsung und LG wollen Spiele in Konsolen-Qualität über das Internet direkt auf den Fernseher holen.

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Die Spielemesse E3 zeigt, dass ausgerechnet der Fernseher selbst die größte Bedrohung für die klassische Spielkonsole werden könnte. Mit Samsung und LG haben zwei der größten Fernsehhersteller angekündigt, Videospiele in Konsolen-Qualität über das Internet direkt am Fernseher anbieten zu wollen. "Smart TV" dürfte dadurch einen neuen Schub bekommen, für Playstation und Co. aber könnte es eng werden. Hinter den Kooperationen stecken die "Cloud Gaming"-Anbieter Gaikai und OnLive. 

Bei diesen Diensten muss das Spiel quasi nicht zuvor heruntergeladen werden. Stattdessen wird es - ähnlich wie bei On-Demand-Filmen - über das Internet "gestreamt". Die aufwändige Berechnung der Grafik wird auf leistungsstarke Server der Betreiber ausgelagert, wodurch die Spiele in Konsolen-Qualität auch auf schwachen Rechnern laufen. 

"Samsung Cloud Gaming"

Samsung will sich diese Technologie auf seinen aktuellen Top-Fernsehern der LED-7000-Serie zunutze machen. Über "Samsung Cloud Gaming" können dann die von Gaikai angebotenen Spiele kostenlos getestet und dann gekauft und gespielt werden. Zunächst soll das Angebot nur in den USA für einige ausgewählte Testnutzer verfügbar sein. Wann ein breiterer Start geplant ist, ist noch unklar. LG hat bereits im Jänner angekündigt, Gaikai in seine neuesten Fernseher zu integrieren. Auf der E3 hat der Fernseher-Hersteller nun auch eine Partnerschaft mit dem Konkurrenz-Angebot OnLive vorgestellt - der Dienst soll in LGs angekündigte Google-TV-Fernseher einfließen.

Sony könnte Dienste übernehmen

Aber auch der Konsolen-Anbieter Sony schläft nicht. So ranken sich seit einigen Tagen Gerüchte um eine mögliche Übernahme eines der beiden Streaming-Dienste. Sony könnte OnLive oder Gaikai dann in sein Entertainment-Angebot einfließen lassen, das mittlerweile auf allen Sony-Geräten mit Internetverbindung zur Verfügung steht: Fernseher, Tablets, Smartphones und Playstation.

 

(sg)

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18 Kommentare

An sich eine gute Idee

kann man doch im RZ die benötigte Leistung virtualisiert hin- und herschieben, und auch on Demand erweitern, was die Umwelt freut - und man braucht nicht mehr Megarechenpower in Konsole oder PC.

Anderseits wird dafür eine breite Leitung mit wenig Lag benötigt, und da siehts eher düster aus.

Antworten Gast: Karl Huber
07.06.2012 13:10
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Re: An sich eine gute Idee

Nicht sollten die TV Geräte ausreichend Speicher haben um Datapakete vorab ein zu lagern. Technisch ähnlich Digital Signage Systemen...

Re: An sich eine gute Idee

Die Rechenleistung die benötigt wird um eine Spielinstanz zum laufen zu bringen sollte mMn gleich bleiben egal ob im RZ oder bei x verteilten Haushalten. Von alleine wird eine Spielinstanz samt benötigter Resourcen nicht existieren. Bei der RZ Lösung sehe ich sogar noch einen größeren Leistungsverbrauch wegen der 24h Service (Server-) Verfügbarkeit. Vom "Monsternetz" d.h. der dahinter steckender Infrastruktur und derer Leistungsaufnahme ganz zu schwiegen. Zuhause kann ich den PC ausschalten wenn ich nicht mehr spielen will. Das "Monsternetz" sowie das RZ kann man nicht einfach ausschalten.

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
07.06.2012 13:22
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Re: Re: An sich eine gute Idee

Das ist nicht richtig. Ein zentral gesteuertes RZ (Neusprech = Cloud) ist vom Arbeitsaufwand und Energieverbrauch wesentlich günstiger als viele Einzellösungen und es
kann die Rechenleistung modular dem Demand angepassen werden = Kundenfreundlich.
Das System/Concept hat mM sehr gute Zukunftsaussichten. Anteile kaufen kann kein Fehler sein.. ;)

Antworten Antworten Antworten Gast: Jaja23
08.06.2012 07:04
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Re: Re: Re: An sich eine gute Idee

Da haben Sie schon Recht, nur für den Kunden wird es sicher nicht billiger - im Gegenteil. Der darf sich dann die Rechnerkapazitäten per Jahres-Abo anmieten...zusätzlich zum Spielekauf. Die Cloud zieht einzig und allein drauf ab, dem Kunden mehr geld heraus zu ziehen. Anstatt ihm einmal eine Hardware/Software zu verkaufen (die der Kunde dann auch noch privat weiterverkaufen kann), soll er diese anmieten. Gespeicherte Spielstände gehen dann wahrscheinlich verloren, wenn man das Abo auslaufen lässt. Mittelfristig gibt der Kunde dabei wesentlich mehr Geld aus und kann NICHTS mehr weiterverkaufen. Die Spielehersteller wollen mittlerweile den Gebrauchtmarkt komplett unterbinden oder versuchen per Extra-Freischaltcode für den Gebrauchtspielekäufer an eben diesen noch mal zu verdienen.
Die Cloud mag vielleicht für Firmen interessant sein (für viele Firmen halte ich es aber für Wahnsinn eine externe Cloud einzusetzen) und sich rechnen, für Private ist das meiner Meinung nach aber äußerst fraglich......

Antworten Antworten Antworten Gast: Jaja23
07.06.2012 14:08
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Re: Re: Re: An sich eine gute Idee

Da haben Sie schon Recht, nur für den Kunden wird es sicher nicht billiger - im Gegenteil. Der darf sich dann die Rechnerkapazitäten per Jahres-Abo anmieten...zusätzlich zum Spielekauf. Die Cloud zieht einzig und allein drauf ab, dem Kunden mehr geld heraus zu ziehen. Anstatt ihm einmal eine Hardware/Software zu verkaufen (die der Kunde dann auch noch privat weiterverkaufen kann), soll er diese anmieten. Gespeicherte Spielstände gehen dann wahrscheinlich verloren, wenn man das Abo auslaufen lässt. Mittelfristig gibt der Kunde dabei wesentlich mehr Geld aus und kann NICHTS mehr weiterverkaufen. Die Spielehersteller wollen mittlerweile den Gebrauchtmarkt komplett unterbinden oder versuchen per Extra-Freischaltcode für den Gebrauchtspielekäufer an eben diesen noch mal zu verdienen.
Die Cloud mag vielleicht für Firmen interessant sein (für viele Firmen halte ich es aber für Wahnsinn eine externe Cloud einzusetzen) und sich rechnen, für Private ist das meiner Meinung nach aber äußerst fraglich......

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Karl Huber
07.06.2012 17:04
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Re: Re: Re: Re: An sich eine gute Idee

Klar geht es hier in erster Linie um Profit. Sie müssen aber auch die Umweltbelastung bei der Produktion und Wiederverwertung der HW wie den Aufwand an Energie berücksichtigen. Auch denke ich wird es noch seehr lange dauern bis wir Global die Durchdringung an DSL Signal haben um dieses Concept Flächendenkend zu verkaufen.
Also wird es weiterhin, und das noch sehr lange, Spielkonsolen geben.
Das die grossen Spielehersteller jede Möglichkeit suchen und finden um einen "Extra Buck" zu verdienen ist deren gutes Recht. Solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen. In unseren "modernen Gesellschaft" gibt es Kosumentenschutz, Gewerkschaften etc. etc... Da ist dann die Politik gefragt um keinen Wildwuchs zu erlauben, aber da schauts halt auch nicht viel anders aus als bei den Banken. Wer die Politik am fettesten besticht macht das Rennen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Jaja23
08.06.2012 07:14
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Re: Re: Re: Re: Re: An sich eine gute Idee

Bei der Umweltbelastung bin ich ganz bei Ihnen. Jedoch habe ich lieber meine Daten auf MEINEM Rechner, sonst könnte man mir den Zugang zu meinen Daten nach belieben abdrehen, wenn ich zum Beispiel höhere Gebüren nicht akzeptiere.
Ich glaube auch, dass es noch lange dauern wird, bis das Ganze technisch (DSL-mäßig) Sinn macht. Vor allem in Österreich, wo wir einige Jahre hinten sind.
Nun einen "Extra Buck" zu machen ist OK, aber nicht auf gebrauchte Software. Das wäre so, als wenn Sie Ihr Grauchtauto verkaufen und der Hersteller will noch mal daran versienen und somit der Käufer nur damit fahren kann, wenn der Wagen gegen Gebühr freigeschaltet wird.
Wenn Leute Monats und Jahresabos kaufen um online spielen zu können ist es deren Sache und eben erfreulich für die Firmen. Jedoch will ICH zumindest die Wahl haben, nicht dazu gezwungen werden und ich bleibe bei so einigen Dingen lieber offline.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Karl Huber
10.06.2012 15:05
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: An sich eine gute Idee

Verständliche Argumente.
Und wie ich sagte. Es wird noch seehr lange dauern bis dieses Concept auf Fläche, falls überhaupt, umgesetzt werden kann.
Was Ihren Schlußsatz betrifft.
Sie brauchen auf jeder HW regelmäßige updates und ihre Maschine ist damit in Gefahr auf Data-Mining (und das wird mit Sicherheit auch der Fall sein!).
Sie sind damit nichts weniger transparent als a online Maschine.
Meiner Erfahrung wissen die wenigsten Anwender wie sie sich vor Data-Mining schützen können.

Gast: gast:1
07.06.2012 09:32
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Billige Ausrede

Man wollte doch nur endlich einen Grund finden, den Leuten einen RückKanal aufzuschwatzen.

Bisher war man als TV-Zuseher ja recht anonym: ob und was ich schauen weiss keiner.

Mit einem RückKanal könnte man die Zuseher "endlich" überwachen..

Wann sind wie viele Leute vor der Kiste und was schauen die...

Zu Anfangs wird diese Leitung nur die Spiele-Daten übertragen (selbst das sind schon wertvolle Infos..). Später wird man diese Game-Cloud dann für TV-Zusatz-Infos anbieten und schon hat man die Zuseher im Sack....

Re: Billige Ausrede

Das hat nichts damit zu tun. Das hat was mit Skaleneffekten zu tun, die man durch solche Lösungen bekommt, d.h. dem Versprechen von höherem Umsatz bei niedrigeren Kosten.

Re: Re: Billige Ausrede

So falsch ist die Befürchtung allerdings auch nicht.

Gast: Gaminger
06.06.2012 21:26
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Ich kenne auch ein "Gaming" wo viele Clouds sind

nämlich eines im Ötscherland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gaming

Auch "Brunzkaff" genannt; es regnet dort zwar noch bedeutend weniger als in Lunz am See ("Geheimtipp LaS - im Somma ka Sonn im Winta ka Schnee..").

Aber gegen "TASCHELBACH" - das noch weiter im Gebirge drin liegt - ist sogar Gaming (das im Juni/Juli sich meist in schwere Wolken hüllt) ein Klax.

Taschelbach - NOmen est Omen - der brasilianische Regenwald lässt grüssen!

Re: Ich kenne auch ein "Gaming" wo viele Clouds sind

Infos auf die die Welt gewartet hat!

Flatrat drauf, Spieleindustrie gerettet

Wenn die Anbieter nicht den selben Fehler wie bei Ebooks oder Musik machen und faire Preise bieten, wird das sicher gern angenommen.

Antworten Gast: die-schlingeline
06.06.2012 18:23
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Re: Flatrat drauf, Spieleindustrie gerettet

Ich verstehe ihren Kommentar so, dass die bei Ebooks und Musik den Fehler gemacht haben, faire Preise zu bieten. Hamse aber nich.

Re: Re: Flatrat drauf, Spieleindustrie gerettet

Hier dient das und als Konjunktiv zwischen zwei Sätzen wie es in der deutschen Sprache auch möglich ist. Zugegeben, nicht die beste Formulierung, ist aber so korrekt.

Ergo boten sie "unfaire" Preise. 3€ weniger für ein Ebook statt ein physisch vorhandenes Buch empfinde ich als Frechheit.

In dem Punkt dürften wir uns einig sein.

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Re: Re: Flatrat drauf, Spieleindustrie gerettet

ja leider nicht gratis für den schlingel ;)