Der US-Softwarekonzern Microsoft wird Firmenkunden künftig auch interne Social Networks anbieten. Für die Übernahme von Yammer legte Microsoft 1,2 Mrd. Dollar (960 Mio. Euro) in bar auf den Tisch, bestätigte das im Unternehmen am Montag. Yammer bietet firmeninterne Networking-Lösungen an und war ursprünglich eine interne Lösung des Startups Geni, mit der Mitarbeiter über kurze Botschaften kommunizieren konnten. Ein Investor ahnte das Potenzial und forcierte die Loslösung als eigenständiges Produkt.
Angebot bleibt eigenständig
Mit dem vor vier Jahren gegründeten Dienst lassen sich Kontakte innerhalb von Unternehmen pflegen. Mit der Übernahme kann Microsoft seinen Firmenkunden Dienstleistungen bieten, die denen des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook ähneln. Yammer soll als eigenständiges Angebot bestehen bleiben und Firmenkunden neben SharePoint, Skype, Office 360 und Microsoft Dynamics angeboten werden, schreibt Yammer-Mitgründer David Sacks im Firmenblog. Das Netzwerk hat fünf Millionen Nutzer; mehr als 200.000 Unternehmen, darunter der Autobauer Ford, verwenden Yammer.
Die Microsoft-Aktie gab im späten US-Handel mehr als drei Prozent nach. Microsoft gehört ein kleiner Anteil an Facebook. 2011 hatte Microsoft die bisher größte Übernahme der Firmengeschichte gewagt und für 8,5 Mrd. Dollar den Internettelefoniedienst Skype geschluckt.
(Ag. / Red. )
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