Microsofts Ankündigung, mit zwei eigenen Tablets in den Markt eintreten zu wollen, hat seine Hardware-Partner vor den Kopf gestoßen. Einer der wichtigsten, Hewlett-Packard, will nun kein Tablet mehr mit Windows RT, der Version von windows 8 für stromsparende und günstige ARM-Prozessoren, auf den Markt bringen. Wie Bloomberg berichtet, will sich der Hersteller lieber auf Geräte mit Chips von Intel und AMD konzentrieren. Diese können mehr leisten, kosten aber auch mehr und verbrauchen mehr Strom. Die Entscheidung basiere auf Kundenwünschen, erklärte eine HP-Sprecherin.
Hardware-Partner verunsichert
Ein Gartner-Analyst wertet die Entscheidung als "große Sache". Die Tatsache, dass HP, bisher einer der treuesten Microsoft-Partner, nicht bei Windows auf ARM-Tablets mitspielen will, sei ein wichtiger Indikator für die Beziehung zwischen dem Software-Konzern und den Hardware-Herstellern. Dass Microsoft mit seinen Surface-Tablets selbst Geräte hersteller, hatte bei letzteren für Verärgerung gesorgt. HP beteuert aber, die Entscheidung sei noch vor der Ankündigung der Surface-Tablets gefallen
Mit dem Abgang von HP verringert sich die Zahl der Windows-Tablets, die noch heuer auf den Markt kommen sollen. Microsoft hatte nur wenigen Partnern die Chance gegeben, Geräte mit Windows RT zu produzieren. Das sollte die Qualität dieser Modelle sicherstellen. Für Microsoft steht viel auf dem Spiel. Immerhin soll Windows 8 das erste Betriebssystem sein, das für klassische PCs und Tablets gleichermaßen eingesetzt werden kann.
(Red.)
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