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Microsofts neue Office-Generation soll Tablets erobern

17.07.2012 | 07:26 |   (DiePresse.com)

Die öffentliche Testversion von Office 2013 steht bereit. Skype, SkyDrive und Yammer holen die Bürosoftware ins Internetzeitalter.

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Microsoft hat am Montag die nächste Generation seiner Bürosoftware Office vorgestellt und die erste öffentliche Testversion veröffentlicht. Installiert werden kann das neue Office nur unter Windows 7 und Windows 8 Beta - Vista und XP sind davon ausgeschlossen. Office 2013 ist dank der "Metro"-Oberfläche auch für die Nutzung auf Tablets optimiert. Die eigentliche Neuheit des Abends war aber Office 365. Die internetbasierte Version der Bürosoftware legt Dokumente automatisch in dem Online-Speicher SkyDrive ab und macht sie so praktisch auf jedem Gerät des Nutzers verfügbar. Damit hat Microsoft endlich eine deutliche Antwort auf Googles "Apps", dem Unternehmensangebot von Google Docs.

"Mieten" statt kaufen

Office 365 umfasst neben den gewohnten Programmen auch ein integriertes Skype und einige Funktionen des erst kürzlich um 1,2 Milliarden Dollar gekauften Intranet-Social-Networks Yammer. Ganz im Stile gängiger "Cloud"-Angebote lässt Microsoft Office 365 über eine monatliche Gebühr "mieten" statt kaufen. Die Testversion steht in vier Konfigurationen für Heim- und Business-Anwender zur Verfügung. Als Lockstoff für das Abo-Modell dienen 60 inkludierte Skype-Minuten und 20 Gigabyte SkyDrive-Speicher.

Die neue Version ist die fünfzehnte Überarbeitung des Software-Klassikers, der für Microsoft der größte Umsatzbringer ist. Office soll auch eines der Kaufargumente für die angekündigten Windows-8-Tablets "Surface" werden. Die Tablet-Version mit der "Metro"-Oberfläche bietet daher den vollen Umfang des Software-Pakets. Bei der Präsentation am Montag wurde daher besonders viel Wert auf die Touchscreen-Bedienung von Office 13 gelegt. Dazu war unter anderem ein 82-Zoll-Touchscreen im Einsatz, der wohl durch die kürzlich erfolgte Übernahme des Touchscreen-Pioniers PerceptivePixel zu erklären ist. 

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(Red. )

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25 Kommentare
 
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2 5

Ich finds genial

freu mich schon drauf !
schönes design
und auch die tastatur begeistert mich total
kann sich apple was abschaun !

gibst Office auch fürs iPad??

??

so ein Quatsch

Cloud = geklaut

Re: so ein Quatsch

Von wem? Und vor allem was? SaaS, PaaS oder einfach nur der Storage?

Egal was davon, das Prinzip stammt noch aus den Mainframe-Tagen.

Re: Re: so ein Quatsch

Inwieweit stammt nur Storage und *aaS aus Mainframe Tagen? Zumal *aaS bei der Summe der Anbieter die Plattform nicht aufzwingt.
Wie kann ich die Wahlfreiheit abseits von COBOL und PL/1 am MF konkurrenzfähig performant im Vergleich zur aktuellen Single Thread Performance sicherstellen? Vor allem auch hinsichtlich TCO auf MIPS bezogen.
Wie betreibe ich bspsws. ein Javaprogramm auf dem MF im Sinne eines PaaS? Ich verstehe da was nicht, sorry.

Gast: schöne NeuWelt
17.07.2012 10:14
0 2

Prima Idee, endlich kein Postgeheimnis mehr, da kann MS wie Facebook, wo alle Chats ständig mitgelesen werden, dann auch alle Geschäts- und Privatdokumente mitlesen bzw. nach Schlüsselwörter durchprüfen ?

Bei Skype gibts für den Anfang ja schon mal das Versenden von Nachrichten an unbeteiligte User.. natürlich nur ungewollt, ein kleiner Software Fehler.

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Re: Prima Idee, endlich kein Postgeheimnis mehr, da kann MS wie Facebook, wo alle Chats ständig mitgelesen werden, dann auch alle Geschäts- und Privatdokumente mitlesen bzw. nach Schlüsselwörter durchprüfen ?

zwingt dich ja keiner dazu, office mit dem internet zu verbinden...

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Na klar!!!

Unternehmen speichern dann Ihre Kundendaten und Bilanzen online...WTF?!?

Re: Na klar!!!

Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass in einem durchschnittlichen österreichischen Büro die Daten sicherer sind als in der Cloud?

Re: Re: Na klar!!!

Doch, natürlich.

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Re: Re: Re: Na klar!!!

Bis dann ein Mitarbeiter dauerhaft Serverzugang hat und sich eine Kopie zieht, und eine Woche nach seiner Kündigung ein Virus alles schrottet. Den Fall sehen wir bei unseren KMU-Neukunden ein paarmal im Monat.

Im Gegensatz zu fast allen Hacks in der Cloud wissen diese Mitarbeiter auch genauestens, was man mit den Daten anfangen kann.

Re: Re: Re: Re: Na klar!!!

Siehe Argument weiter unten.

Re: Re: Re: Na klar!!!

Herzig. Es hat natürlich alles Vor- und Nachteile, d.h. Cloud ist keinesfalls die optimale Lösung für jedes Szenario.
Aber wenn die Daten bei seriösen Anbietern (MS, Amazon, Google, etc.) etwas sind, dann sicher.
Nicht nur im Sinne von verschlüsselt und auf gut gewarteten Servern, die physisch getrennte Backups machen, sondern auch was den Zutritt und den Zugriff betrifft.
Ich hätte mehr Angst vor einem gekündigten und unzufriedenem Ex-Mitarbeiter als vor Microsoftangestellten in einem Datacenter mit 100.000en Servern.

Re: Re: Re: Re: Na klar!!!

Ich schon.

Da kann man natürlich diskutieren aber wenn man sich ein wenig auskennt und Threat Modelling betreibt sieht's bald anders aus.

Denn im Schadensfall gibt's kaum Tools noch Methodiken wie vorgegangen werden kann um Angreifer bzw. den Schuldigen aufzuspüren von den nicht technischen sondern juristischen Problemen von US-Servern mal ganz abgesehen.

Wenn natürlich die IT schläft und ein Ex-Mitarbeiter so viel schaden kann, hapert's schon am Betrieb aber faktisch hat man die besseren Karten wenn man eine ordentliche IT-Truppe aufstellt und die nötigen Prozesse definiert die abzulaufen haben bei Neuankünften und Abgängen des Personals.

Wie man hier glauben kann, dass ein Unternehmen automatisch unsicherer ist als so große Betriebe (die kochen auch nur mit Wasser) erschließt sich mir nicht.

Re: Re: Re: Re: Re: Na klar!!!

Aus einem einfachen Grund: das Betreiben von IT ist selten das Kerngeschäft eines Unternehmens.

Zudem haben einige Cloudanbieter, wie bspw. Microsoft, Datencenter in Europa (Dublin, Amsterdam) und halten sich an geltende EU-Richtlinien betreffend Datenschutz.

Anderes Beispiel: die Finanz verdächtigt Ihr Unternehmen der Abgabenhinterziehung, kommt ins Büro und beschlagnahmt sämtliche Computer. Was machen Sie dann? Wenn die Daten in der Cloud liegen, kaufen Sie einen neuen PC und weiter geht's. Wenn nicht, dann kann es schnell einmal existenzbedrohend werden.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Na klar!!!

1. Die EU-Richtlinie ist ein Witz. Ich habe erst ein Paper zu dem Thema geschrieben wo ich auch auf die Gesetzeslage eingehe. Es wird zwar besser mit der EU-Verordnung zu dem Thema die gerade als final draft vorliegt aber im Moment ist das alles sehr fragwürdig, da zum einen niemand prüfen darf oder kann ob die Behauptungen von MS stimmen da das System ja nicht nur in Europa sitzt. Da greift wieder die noch fehlende Forschung puncto Cloud Forensics.

2. Das ist ein Problem, aber ob eine undurchsichtige Cloud die Lösung ist kann ich nicht beschwören.

Re: Na klar!!!

... immer noch besser als der unverschlüsselte Schleppi vom Chef, den er ab und zu mal im Taxi vergißt, oder den seine Kinder zum Hockeyspielen benutzen um die Haltbarkeit der Festplatte zu testen...

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Sackgasse

Bei den News von Microsoft, was Win8 und jetzt auch das neue Office betreffen, frage ich mich ob den Leuten in Redmont klar ist, dass es noch Menschen ohne Tablet gibt. Tablets sind nett für die Couch und für einen passiven Einsatz unterwegs, aber Word, Excel & Co leben von Input und intensiver Arbeit. Spreadsheets und Tablet passen einfach nicht zusammen, wenn der Einsatz effizient sein soll.

Bei Office 2013 ist schon alleine das neue GUI abschreckend - Buttons sind nicht mehr als Buttons erkennbar, also patsch ich dann wahllos auf jeden Text in der Hoffnung, dass etwas passiert.

Aber war eh klar, dass nach dem gut funktionierenden Windows 7 laut Gesetz der Serie wieder ein Rohrkrepierer kommen muss.

Re: Sackgasse

Leider richtig. Und es gibt, neben Office-Anwendungen ja auch noch andere Software, welche in Firmenbüros verwendet wird (Stichwort; CAD, Grafik, Kalkulation und Abrechnung, etc.). Und dort geht der Trend eher in die umgekehrte Richtung, nämlich mehr und größere Bildschirme zur Darstellung.

PS: An Stelle von MS-Office ist OpenOffice eine gute Alternative.

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Re: Re: Sackgasse

Die Adobe CS oder SAP auf einem Tablet - allein der Gedanke ist höchst amüsant. :-)

Interessant wird, ob Unternehmen überhaupt Bedarf an Win 8 haben oder es auslassen werden. Viele sind auf Win7 & Office 2007/2010 umgestiegen, das hält noch gute 5 Jahre bevor da auch nur ansatzweise ein Veränderungsbedarf kommt. Sogar mit XP und Office 2003 leben viele noch gut, vor allem wenn sie Nicht-MS-Software verwenden, die an ein neues OS angepasst werden müsste.

OpenOffice... Excel ist Calc überlegen, sobald man komplexere Dinge anstellen will. Aber Word und PowerPoint sind absolut ersetzbar, da gebe ich Ihnen vollkommen recht.

Re: Re: Re: Sackgasse

Kleine Anmerkung zu Excel:
Wir setzen das eher nur für "Schnellschüsse" bzw. "Einzelaufgaben" ein, wo man schnell ein paar Zahlen mit Formeln berechnen muss. Daueraufgaben erhalten eine "eigene Software" (wir programmieren auch selbst). Daher bin ich wahrscheinlich noch nie an die von Ihnen genannten Grenzen gestoßen.

Bei der Hinwendung von MS auf Tabletts, Smartphones, etc., sollte man sich aber auch an die früheren MS-Geschäftsstrategien erinnern!
Denn die war, zuerst vieles "kostenlos" (d.h. kein Schutz, keine Aufregung über "kostenloses vervielfältigen", etc.)! Nach entsprechender Marktverbreitung und Verdrändung der Mitbewerber mittels dieser "Toleranz" dann die totale Umkehr um Kohle zu machen.

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Re: Re: Re: Re: Sackgasse

Zu Excel:
Bei den meisten unserer Kunden wäre eigene Programmierung Overkill (zu viel customizing und damit zu hohe Kosten), und die Aufgaben sind mit Macros und Pivots benutzerfreundlich lösbar. Calc funktioniert hier bis zu einem gewissen Grad, verschluckt sich aber ganz gerne an umfangreicheren Macros.

Gutes Argument re: Geschäftsstrategie. Win8 ist ein Versuch, einen Fuß in die Tür zum Tablet-OS-Markt zu bekommen, aber die Rolle von Office 2013 ist mir nicht ganz klar, da es einfach nicht zu Tablets passt, aber darauf hingetrimmt wird. Das Ganze wirkt wie eine Panikreaktion auf den Tablet-Boom, mit der Gefahr, dass das Resultat ein neues Vista wird, unausgereift und voller Baustellen.

Gast: CreateValue
17.07.2012 08:18
1 1

Als Lockstoff dienen 60 inkludierte Skype-Minuten?

Wirklich? Und gibts da auch wieder 6 verschiedene Versionen?

Re: Als Lockstoff dienen 60 inkludierte Skype-Minuten?

Und wen soll das locken? Wenn man Skype verwenden will, gibt's das bis dato auch kostenlos und unlimitiert.

Re: Re: Als Lockstoff dienen 60 inkludierte Skype-Minuten?

Aber nicht Skype out, Sherlock.

 
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