Microsoft hat die Entwicklung seines neuen Betriebssystems Windows 8 abgeschlossen. Die sogenannte RTM-Version (Release To Manufacture) wurde an Microsofts Hardware-Partner ausgeliefert. Damit ist der Softwaregigant gut auf Kurs, um das System wie geplant am 26. Oktober für die Allgemeinheit zu veröffentlichen. Die PC-Hersteller haben bis dahin Zeit, ihre Geräte auf das neue Betriebssystem zu optimieren und eventuell noch vorhandene Schwachstellen auszubessern. Für Entwickler mit einem MSDN- oder TechNet-Abonnement öffnet Microsoft schon am 15. August die Pforten für Windows 8. Sie können die fertige Version dann herunterladen.
16 Millionen Testrechner
Das Interesse an Microsofts neuem Betriebssystem ist groß. Windows 8 soll auf 16 Millionen PCs ausprobiert worden sein, berichtet Windows-Spartenchef Steven Sinofsky in einem Blogeintrag. Vorrangig wohl aus Neugier, ob dem Hersteller der Spagat gelingt, Desktop- und Tablet-Welt mit einander zu vereinen. Mit der neuen Metro-Oberfläche ist der Startbildschirm von Windows 8 vorrangig auf Fingerbedienung ausgelegt. Passend dazu will Microsoft auch ein eigenes Tablet auf den Markt bringen. Genannt Surface, wird es wahlweise mit klassischem Intel-Prozessor oder stromsparenden, aber weniger leistungsfähigen ARM-Chip auf den Markt kommen.
Apps können jetzt verkauft werden
Mit der Veröffentlichung des RTM erhalten Entwickler auch die Möglichkeit, ihre Software über den Windows Store zu verkaufen. Bisher waren alle dort angepriesenen Apps kostenlos erhältlich. Der Software-Shop soll demnächst in 200 Ländern zur Verfügung stehen, heißt es seitens Microsoft. 30 Prozent des Umsatzes behält sich der Anbieter als Transaktionsgebühr ein. Für Apps, die mehr als 25.000 Dollar einnehmen, senkt Microsoft den Betrag auf 20 Prozent.
Windows 7 vs. Windows 8
Windows 8 kämpft am Tablet-Markt nicht nur gegen die Konkurrenz von Apples iPad und Googles Android, sondern in der PC-Welt auch gegen Konkurrenz aus eigenem Haus. Windows XP, das bereits 2001 erschien, ist immer noch sehr stark verbreitet. Je nach Marktforschungsinstitut ist es noch vor dem 2009 veröffentlichten Windows 7 beziehungsweise erst knapp dahinter. Und viele Unternehmen haben bereits angekündigt, dass sie derzeit kaum Sinn darin sehen, von Windows 7 auf Windows 8 zu aktualisieren. Viele Kunden werden aber wohl keine andere Wahl haben, als Windows 8 zu nutzen, wenn sie einen neuen Computer kaufen. Auf nahezu allen neuen Geräten wird das neue Microsoft-System vorinstalliert sein.
(db)
Windows 8 im Test: Schmerzhafter Spagat für Microsoft-Fans
Surface: Microsofts iPad-Rivalen im Bild




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