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Microsoft-Forschungschef: "Haben unsere Lektion gelernt"

22.10.2012 | 09:01 |   (DiePresse.com)

Forschungschef Craig Mundie gibt Fehler zu und will Abgesänge auf sein Unternehmen nicht zulassen. Microsoft sei der "beste Allround-Athlet". In wenigen Tagen kommt Windows 8 auf den Markt.

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Craig Mundie, Leiter von Microsofts Forschungsabteilung, gibt in einem Interview mit dem Spiegel offen Fehler zu. Insbesondere das Betriebssystem Windows sei "durch eine schwere Zeit gegangen". Allerdings sieht Mundie diese Durststrecke überwunden: "Microsoft hat seine Lektion gelernt." Der Hersteller hat viele Schlüsselpositionen neu besetzt. Während Apple und Google in den vergangenen fünf Jahren dem US-Konzern aufgrund von Fehlern in der Führung die Show gestohlen haben, glaubt Mundie, dass das jetzt ein Ende haben wird. Microsoft werde sich als "bester Allround-Athlet" wieder an der Spitze etablieren, zeiht sich der Manager, der seit 1992 bei Microsoft ist, überzeugt.

IT-Branche wie Olympische Spiele

Für Mundie ist das Geschäft mit Technologie gleichzusetzen mit den Olympischen Spielen. Ein Rennen zu gewinnen sei ganz nett, aber der wichtigste Bewerb sei der der Zehnkampf. Diverse Abgesänge auf das Unternehmen, das mit seinem Betriebssystem DOS die PC-Welt Anfang der 1980er Jahre erobert hat, will Mundie nicht gelten lassen. "Wir sind jetzt fast 40 Jahre dabei in der am härtesten umkämpften Industrie der Welt, wir mussten gegen jede gute Idee auf diesem Planeten kämpfen, der Wagniskapitalgeber das Geld hinterhergeworfen haben, und wir sind immer noch hier", sagt Microsofts Forschungschef. 

Drei Produkte auf einmal

Dem Konzern steht eine ereignisreiche Woche bevor. Am 26. Oktober kommt das neue Betriebssystem Windows 8 auf den Markt, das stark auf Touchscreen-Steuerung ausgerichtet ist und Tablet- und Desktop-Welt vereinen soll. Gleichzeitig startet Microsoft die Veröffentlichung seines Tablets Surface, das das Interesse an Windows 8 wecken und damit Entwickler anlocken soll. In den USA ist die Nachfrage bei den Vorbestellungen so stark, dass Neukunden es erst in einigen Wochen erhalten werden. Und am Montag wird Windows Phone 8 veröffentlicht, Microsofts Smartphone-Hoffnung, das stark auf Technologien basiert, auf denen auch Windows 8 aufgebaut ist. Hersteller wie Nokia, HTC und Samsung haben bereits entsprechende Handys für die Software angekündigt.

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(Red.)

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42 Kommentare
 
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Das Kernproblem von Microsoft?

"Wir mussten gegen jede gute Idee auf diesem Planeten kämpfen" - das erklärt doch schon alles, oder?

Eine analoge Aussage aus der österreichischen Politik: "wir mussten gegen jede Reform und jede Gute Idee kämpfen, aber es ist uns gelungen, alles zu unterdrücken, was die Bürokratur (= Mehrparteien-Bürokratie-Diktatur) in A auch nur irgendwie gefährdet hätte"

So ist das halt, mit de facto Monopolisten ...

Microsofts Problem

Microsoft ist neidisch und zwar auf Apple.

Apple hat ein OS welches nur auf einer begrenzen Anzahl an Systemen rennen muss. Außerdem gilt es als "cool". Windows hingegen ist in vieler Augen ein langweiliges OS, dass auf die Arbeitswelt ausgelegt ist. Dazu kommt noch der selbst auferlegte aus der Frühzeit geerbte Zwang auf aller Art Systemen funktionieren zu müssen

Während Apple seit Mitte der 90er zu einem der mächtigsten und wertvollsten Unternehmen der Welt gewachsen ist, stagniert Microsoft.

Apple spielt den Innovator (Oft ungerechtfertigt, da vieles bereits vorher da war. Die Marketingabteilung von Apple ist sicher eine der Besten im Business, wenn nicht die Beste.) und Microsoft haftet der Geruch von schlechtem CopyPaste an (siehe Zune-Debakel).

Nun versucht man schon seit Jahren zwanghaft den Apple-Weg zu gehen und bemerkt nicht, dass man sich dadurch selbst ins Abseits befördert.

Das wird wohl erst aufhören wenn Balmer und ein paar Andere Geschichte sind.

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Re: Microsofts Problem

Apple hat den höheren Börsenwert, aber ist schnell weg vom Fenster, wenn ihnen nicht alle drei, vier Jahre ein neuer Knüller gelingt.

Wenn Microsoft fünf Jahre lang nichts Neues einfällt ist das ziemlich egal, die sind also wesentlich robuster. Finde ich.

Microsoft hat aber mit der X-Box ein nicht ganz erfolgloses System.

Apple ist zwar cooler - zweifellos -, aber Windows läuft auf 90% aller PCs. Die Smartphones und Tablets kommen jetzt. Das wird Apple nicht weh tun, weil die eine andere Zielgruppe haben und weil sie sehr spezielle Besonderheiten haben, aber Android wird erheblich an Bedeutung verlieren.

Apple-Notebooks haben ihren Erfolg erst, seitdem das auf einer Intel-Plattform läuft und man auf den Geräten auch mühelos Windows verwenden kann.

Apple hat halt eine eingeschworene Fan-Gemeinde, die ständig die selben Stehsätze wiederholt und man hat den Eindruck, dass das auch stimmt. Ich hatte Macs verwendet bis vor etwa zehn Jahren mehr als zehn Jahre lang. Damals gab es zwei Mantras: 1. Ein Mac stürzt nicht ab und 2. Es funktioniert alles mühelos (also Anschließen von Peripherie). Macs sind nicht weniger oft abgestürzt als damals Windows und das Anschließen von Peripherie hat meist gut funktioniert, aber wenn nicht, dann konnte man sich auch nicht helfen.

Wenn ein Mac abstürzte und der Mac-Fan die Bombe sah, war er selbst schuld. Beim Windows-User war der PC resp. Windows schuld, wenn er vor einem Blauen Schirm saß. Das ist vor allem das Geniale an Apple

"Haben unsere Lektion gelernt"

Da macht die Hand wohl nicht das was der Mund sagt. Anders kann man sich Windows 8 nicht erklären. Man will ein Allround-Athlet sein und dann bringt man ein OS heraus, das für Firmen unbenutzbar ist? Wenn man einen "Classic Win7"-Mode mitgeliefert hätte, dann wäre Win8 sicher ein brauchbares Betriebssystem (verbesserte Performance, Security, usw.) aber so ist es für die größte Abnehmerbasis unbrauchbar.

Microsoft kein Monpolist mehr

Mit den vielenneuen Geräten, die die letzten Jahre den Markt erobert haben (Smartphones, Tablets, Zwischendinger, etc.), hat Windows sicherlich an Bedeutung verloren.
Und dennoch ist Microsoft so breit aufgestellt, dass sie einfach als einziger Anbieter alles aus einem Guss bieten können. Ohne in jedem einzelnen Bereich marktführend sein zu müssen.
Das galt schon lange für Unternehmen und wird mit Windows 8 auch für normale Konsumenten spürbar.
Deshalb steigt der Gewinn von Jahr zu Jahr, obwohl Microsoft seit vielen Jahren totgesagt wird.

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Re: Microsoft kein Monpolist mehr

Wenn ich die Entwicklung einigermaßen richtig verstehe, dann dürfte es das Ziel sein, dass diese abgespeckten Systeme wie iOS und Windows Phone verschwinden und auch auf den kleinsten Geräten das normale OS wie eben MacOS oder Windows läuft. Hinsichtlich Rechenleistung und Speicherkapazität wird es spätestens in drei Jahren keine Hürden mehr geben.

Also auch überall die selben Anwendungen, lediglich unterschiedliche Ausführungen für unterschiedliche Prozessoren, aber ansonsten ident.

Es gab ja schon vor ca. 17 Jahren einen vollwertigen PC-XT mit MS-DOS als Handheld. Also ein Taschengerät mit der Leistung eines Geräts, das 8 Jhare vorhervorher eine riesige Kiste mit Bildschrim war. So in der Art wird das kommen, denke ich. Ein paar solche Geräte gibt es eh schon, nur sind das nur miniaturisierte Geräte, die auch nur kurze Arbeitszeiten mit Akku haben und daher nicht sonderlich praktisch sind. Das Betriebssystem muss dann auch eine für das kleine Display andere Oberfläche parat haben. Normales Windows oder MacOS auf einem 5-zoll-Display ist nciht ganz die Erfüllung.

Zu viele Köche

MS hat ein Problem: Es gibt zu viele Gruppen die mitreden innerhalb des Konzerns.

Anstatt die Server-Landschaft weiter zu verstärken, pfuscht ihnen da die Azure-Division rein und tötet so nebenbei die Produktpalette für kleine Betriebe. (Sollen sie in die Cloud gehen, rechtliche Bedenken puncto Datenschutz sowie Mehrkosten sind ja vor allem den Kleinen egal ...)

Auf dem Desktop-Sektor schickt man sich an, alles umzuschmeißen damit die Benutzer wieder alles neu lernen müssen.

"Bei Ribbons hat's ja auch funktioniert. Ihr werdet uns für die Oberfläche die früher Metro hieß noch danken!" - jaja

Die haben Angst bekommen weil Google so stark ist in einem Sektor in dem MS nie zuhause war.
Ich finde die neue Oberfläche gut - auf HANDIES und TABLETS - aber doch nicht am Desktop!


Re: Zu viele Köche

Auf dem Desktop brauchen Sie die neue Oberfläche auch nicht verwenden. Cool, gell? :D

Re: Re: Zu viele Köche

Doch, muss man.

Sie haben ja keine Alternative außer sie pfuschen in der Registry herum um das alte Startmenü zu aktivieren.

Zu dem ja einige Konfigurationsprogramme andere (sic!) Einstellungsmöglichkeiten in der Metro-App haben als in der Desktop-App.

Re: Re: Re: Zu viele Köche

Ich habe Windows 8 im Einsatz auf einem normalen Laptop und: nein, muss man nicht. Ich arbeite nur im Desktop, habe mir dort alles so eingerichtet, dass ich nicht in das Metro-Menü zurückfallen muss.
Ich komme nur noch auf den neuen Startscreen, wenn ich etwas suche, aber da sind mir die Kacheln egal (Windows-Taste drücke und lostippen).

Re: Re: Re: Re: Zu viele Köche

Eben, Sie kommen nicht darum herum.

Ich hab's auch ein paar Wochen getestet. Bin dann aber wieder zurück zu Windows 7.

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Re: Re: Re: Re: Re: Zu viele Köche

Hier gäbe es einige Module, die teilweise Bedienelemente und Startmenü ähnlich wie bei Windows XP resp. 7 herstellen inkl. Startmenü:

classicshell.sourceforge.net

Mangels Windows 8 habe ich es allerdings nicht ausprobiert.

Re: Re: Re: Re: Re: Zu viele Köche

Sinnerfassendes Lesen ist schon schwer.
Wenn ich unter Windows 7 etwas gesucht habe (oder ein Programm öffnen wollte), habe ich die Windows-Taste gedrückt und losgetippt.
Wenn ich in Windows 8 etwas suche, dann drücke ich die Windows-Taste und tippe los.
Ob da währenddessen Kacheln angezeigt werden oder ein Menü aufklappt ist (mir) blunz'n und macht in der Anwendung Null Unterschied.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Zu viele Köche

Ich verstehe das Problem nicht? Sie kommen doch in die Metro-Ansicht.

Wenn Sie das nicht stört ist das gut. Mich stört das schon.

Und deswegen isst nicht jeder das selbe beim Wirten ...

Kommen'S mal runter!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Zu viele Köche

Meine Aussage war: in der Bedienung macht es keinen Unterschied, wenn es (Sie) stört, dann höchstens optisch.
Aber das macht das Betriebssystem ja nicht schlecht(er).

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Zu viele Köche

Wie gesagt, was die Systemkonfiguration angeht, gibt es in der Metro-App andere Einstellungen als in der Windows-App.

Das stört, ist inkonsistent und als solches macht es das System unbequemer als Windows 7.

Zudem mich der Context-Switch - ein Begriff aus der UX/IX - schon stört.

Das ist natürlich tatsächlich subjektiv, aber nicht ohne Grund ein Anti-Pattern.

Wie gesagt: Ich habe es ausprobiert und war nicht überzeugt. Sie sind da anderer Meinung.

Sehr gut :-)

Solche Leute wie Mudie lernen nichts ...

... die sind schon seit Jahren lernresistent.

Egal, wie oft man denen etwas sagt, erklärt oder zeigt.

Denn all das haben ihm schon die eigenen Leute vor Jahren vorgebetet.

Re: Solche Leute wie Mudie lernen nichts ...

Ah Sie kennen ihn?

Re: Re: Solche Leute wie Mudie lernen nichts ...

nein,

aber Sie dürfen gerne seine Interviews in den letzten Jahren recherchieren.

Dann werden Sie auch fündig.

Gerne diskutiere ich mit Ihnen dann seine Aussagen.

Gast: maxx
22.10.2012 10:55
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Excel

wenn Excel nicht ständig versuchen würde alle möglichen Werte ungefragt in ein Datum umzuwandeln wär mir Microsoft gleich viel sympathischer :)


Gast: Gummiente
22.10.2012 10:42
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So lange Steve Ballmer bei Microsoft arbeitet

hat Microsoft offensichtlich nichts gelernt.

Ein Beispiel von Vielen, dass Ballmers Kompetenz veranschaulicht: als 2007 das iPhone auf den Markt kam verlachte Ballmer es und erklärte, dass es nur ein Flop werden könne, weil es Niemand kaufen würde, schon gar nicht um den von Apple geforderten Preis.

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Re: So lange Steve Ballmer bei Microsoft arbeitet

Microsoft hat auch schon einmal gemeint, dass 640kB Hauptspeicher ausreichend wären, hat Excel herausgebracht über das sich die Fachwelt die Bäuche vor Lachen hielt weil es falsch gerechnet hatte und Microsoft hat das Internet verschlafen.

In drei Jahren wird vermutlich Windows Phone das führende Smartphone-OS sein und alle werden das ganz normal finden.

Ich würde mir wünschen so blöd zu sein wie es Microsoft nach Expertenmeinung seit Jahrzehnten ist.

Re: Re: So lange Steve Ballmer bei Microsoft arbeitet

Der 640kB-Sager der Gates zugesprochen wird, wird von diesem abgestritten. Er meinte einmal, er hätte schon viel Blödsinn und Unsinn von sich gegeben aber das nicht.


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Re: Re: Re: So lange Steve Ballmer bei Microsoft arbeitet

Aha, ist das so? Das habe ich so noch nie gehört. Er hat es freilich nicht zu mir gesagt, also ich habe das freiich nur immer wieder gehört resp. zitiert gelesen. ;-)

https://groups.google.com/forum/?fromgroups=#!msg/alt.folklore.computers/mpjS-h4jpD8/9DW_VQVLzpkJ

I've said some stupid things and some wrong things, but not that. No one involved in computers would ever say that a certain amount of memory is enough for all time." Later in the column, he added, "I keep bumping into that silly quotation attributed to me that says 640K of memory is enough. There's never a citation; the quotation just floats like a rumor, repeated again and again.

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Re: https://groups.google.com/forum/?fromgroups=#!msg/alt.folklore.computers/mpjS-h4jpD8/9DW_VQVLzpkJ

Okay, danke!

 
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