Seit fast einem Monat ist Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 nun auf dem Markt. Mehrere Analysten stellen der Software aber ein schlechtes Verkaufszeugnis aus. Die Deutsche Bank hat ihre Prognosen für PC-Verkäufe aufgrund der "lahmen Aufnahme von Windows 8" auf dem Markt. Grund dafür seien die gemischten Eindrücke in Testberichten wegen der "verwirrenden Benutzeroberfläche", wird ein Analyst bei Cnet zitiert. Topeka Capital Markets will dafür sogar Zahlen haben. Die Verkaufszahlen seien schwächer als bisher erwartet, heißt es bei Computerworld. Als Basis für die Zahlen wurden die verkauften Geräte von asiatischen Zulieferern an die PC-Hersteller herangezogen.
Microsoft schweigt über Verkäufe
Und da beginnt auch schon das Problem. Microsoft gibt keine genauen Zahlen zu den Verkäufen von Windows 8 heraus. Seit Firmenchef Steve Ballmer verkündete, dass vier Millionen Upgrades von Windows 7 auf Windows 8 in den ersten vier Tagen verkauft wurden, ist es still um Microsoft. Insider zitieren Quellen, die von angeblich schlechten Verkäufen berichten. Andere Medien berichten von einem erfolgreichen Start und dass mehr PCs mit Windows 8 als mit Windows 7 verkauft werden. Handfeste Belege gibt es aber bisher für keine Behauptung.
Geräte erst auf dem Weg
Ein Problem ist auch, dass viele neue Geräte mit Windows 8 noch gar nicht auf dem Markt sind. Viele Hersteller bringen ihre Modelle erst jetzt oder Anfang Dezember in die Läden. Insofern wird man auf die ersten offiziellen Zahlen von Microsoft warten müssen, bevor man eine realistische Einschätzung treffen kann, wie sich Windows 8 tatsächlich entwickelt. Die nächste Bekanntgabe der Quartalszahlen im Jänner wird sehr aufschlussreich werden.
(db)
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