Bericht: Microsoft erhöht Preise für Unternehmens-Lizenzen

30.11.2012 | 09:43 |   (DiePresse.com)

Der Hersteller scheint seine Kunden mehr in Richtung Abo-Dienstleistungen als einmalige Produktverkäufe drängen wollen. Besonders Kunden mit vielen Mobilgeräten sind betroffen.

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Microsoft erhöht zum 1. Dezember die Preise für bestimmte Softwarelizenzen im Unternehmens-Umfeld. Damit passt der Konzern seine Preismodelle vor allem an die veränderten Nutzungsgewohnheiten bei mobilen Geräten an. Aber auch die Preise für eine Reihe von Office-Server-Produkten wolle Microsoft zum Teil kräftig steigern, berichtet die Microsoft-Kennerin Mary Joe Foley in einem Blogeintrag.

So werde etwa die Bürosoftware Office 365 in verschiedenen Versionen deutlich teurer, die Abo-Gebühren der Online-Versionen dagegen sinken. Microsoft scheine seine Kunden überreden zu wollen, statt stationäre Software zu kaufen, lieber Abos für entsprechende Cloud-Services abzuschließen, schreibt Foley. Entsprechende Absichten gibt es bei Microsoft schon länger.

Mobilgeräte hauptsächlich betroffen

Von den Erhöhungen bei den Volumenlizenzen seien vor allem Unternehmen betroffen, in denen Mitarbeiter mehrere mobile Geräte wie Smartphones und Tablets nutzen, berichtet Foley. Bisher lagen die Lizenzkosten für die Geräte- und Nutzer-bezogenen Lizenzmodelle jeweils auf gleicher Höhe. Beim Geräte-bezogenen Modell sollen Foley zufolge ab Dezember die Preise nun um 15 Prozent anziehen. Damit würde Microsoft auch mitverdienen, wenn in einem Unternehmen die Mitarbeiter mit Apple-Geräten (iPhone, iPad) oder Android-Smartphones und -Tablets auf einen Exchange-Server von Microsoft zugreifen.

In der Vergangenheit seien die Preise für die sogenannten User CALs und Device CALs (CAL: client-access licenses) in der Regel gleich gewesen. Die Nutzer-bezogenen Lizenzen (User CAL) habe Microsoft als beste Lösung für Unternehmen beworben, deren Mitarbeiter mehrere Geräte verwenden. Die Device CALs seien dagegen günstiger für Unternehmenskunden, deren Arbeiter sich beispielsweise auch Geräte teilen. Mit der neuen Preisanpassung reflektiere das Unternehmen den gestiegenen Wert dieser Lizenzen, begründete Microsoft die Erhöhung auf Anfrage von Foley.

Laufende Verträge werden nicht angefasst

Kunden mit Volumenlizenzen hätten allerdings vorerst keinen Grund zur Sorge, berichtet Foley. Für sie gelten die bisherigen Preise bis zum Ablauf des Vertrags. Kunden, die aktuell den Erwerb von Software-Lizenzen erwägen, sollte aber vorab klären, wie sie entsprechende Preiserhöhungen vermeiden könnten.

(APA/dpa)

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19 Kommentare

Das Lizenzmodell...

...von M$ ist ohnehin so undurchsichtig, aber von mir aus können sie die Preise erhöhen soviel sie wollen. Für wirklich umfangreiche Dokumente geht ohnehin nichts über LaTeX.

Re: Das Lizenzmodell...

lol
LaTex? Vielleicht zum Diplomarbeitschreiben, aber doch nicht im Büroeinsatz.
Abgesehen davon, dass sich mit LaTex E-Mail so schlecht empfangen lassen.

Re: Re: Das Lizenzmodell...

lol, und mit Word kann man Emails empfangen?

mich wundert ja, dass sich google nicht schon um den office markt gekümmter hat!

wenn die es schaffen im mobilen bereich ein betriebssystem zu programmieren, dass abgesehen von apple defacto keine konkurenz hat, so müssten deren leute doch auch im stande sein ein art google word, exel, uvm zu programmieren!

und in anbetracht der tatsache, dass google einen sehr starken stand am smartphonemarkt hat, könnte ich mir schon denken, dass sie damit den cloud markt ordentlich aufmischen würden!

oder gibts da vielleicht einen nichtangriftspakt zwischen microsoft und google?

Re: mich wundert ja, dass sich google nicht schon um den office markt gekümmter hat!

Google Chrome und Google Apps (for Business) gibt es schon, setzen auch einige Unternehmen ein, aber es ist, trotz vieler guter Ansätze halt trotz allem eine hatscherte Lösung für Unternehmenskunden (bisher).

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Selber Schuld .....

wer heute noch M$ verwendet. Ich habe 2008 auf OpenOffice und Thunderbird umgestellt und bis heute kein Problem - auch bei Termineinladungen aus anderen Outlook's - gehabt.......

Aber was nix kost' hat keinen Wert und deswegen zahlen die Lemminge lieber freiwillig viele €'s an M$.... ff weiterhin mit den Preiserhöhungen

Re: Selber Schuld .....

die deutsche Stadt Freiburg (grüner Bürgermeister seit 2007) hat den Beschluss von 2007 rückgängig gemacht auf Open Office und Open Source umzustellen

und setzt
AB SOFORT
wieder Microsoft Office ein

Begründung:

unüberwindbare technische Probleme und nichtvorhandene Kompatibilität der OpenSource Software

EIN SCHELM WER BÖSES DABEI DENKT


Re: Re: Selber Schuld .....

»Begründung:

unüberwindbare technische Probleme und nichtvorhandene Kompatibilität der OpenSource Software«

klingt für mich irgendwie wie: ... unüberwindbare technische Inkompetenz ...
angesichts der Tatsache das es in München, in einem deutlich größeren und komplexeren Umfeld funktioniert

Re: Re: Re: Selber Schuld .....

Sorry, sprechen Sie mal mit den IT Verantwortlichen in München, aber bitte vorher Beruhigungsmittel nehmen eh Sie OpenSource ansprechen ...

Ich persönlich bevorzuge Apple

Re: Re: Re: Re: Selber Schuld .....

Jede Umstellung, vor allem wenn man sich jahrelang an etwas gewöhnt hat, bedeutet Stress! Der wird aber meiner Erfahrung nach bald durch den geringeren Administrationsaufwand von Unix-basierten Systemen kompensiert. Da sollte man mal ein Jahr ins Land gehen lassen...
ad Apple: für die Verwaltungsbeamten, die ja "reinen" Usern sind gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht! Apple hat die konsistentere Oberfläche, ist Benutzer-freundlicher, aber relative teuer; das OS ist allerdings auch Unix-basiert.

Re: Re: Re: Re: Re: Selber Schuld .....

der Administrationsaufwand ist nur bei Serverbasierenden Unix-Systemen like XEN geringer (als bei MS),

ist im Desktopbereich genau umgekehrt, - zugunsten MS

das wird das IN SICH inkompatible Linux-Sprach-Konglomerat wohl nicht schaffen ...

Linux ist immer noch (immer noch) eine Ansammlung von widersprechenden Dialekten, wird Ihnen München bestätigen ...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Selber Schuld .....

Linux in sich inkompatibel ?????
Dialekte ?????
Sprach-Konglomerat ?????
wovon sprechen Sie?
Offensichtlich haben Sie noch NIE eine Linux-System (egal welche Distri) aufgesetzt. Mein damals 11-jähriger Neffe hat ohne(!) Hilfe eine komplettes Suse-Paket auf einem alten Rechner aufgesetzt.
Ich kann Ihnen nur dringend empfehle es ihm gleichzutun.
p.s.: ich kenne niemanden unter meinen zahlreichen Bekannten und Freunden der zum Pinguin gewechselt ist und dann zu MS zurückgekehrt wäre.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Selber Schuld .....

das ist super wenn ihr 11 jähriger neffe einen rechner mit linux aufsetzten kann, aber wenn er dann für bestimmte geräte einen treiber braucht viel glück. für meinen laptop gabs keinen treiber für das intigrierte sd cardreader keinen treiber, i tunes konnte ich nicht aktualisieren da die neuere version nicht lief auf linux. da ich sowol den cardreader und i tunes brauche stellte ich auf apple um. zu open office kann ich nichts sagen da ich libro office verwendet habe und das war top! besser als der ms sche..!

Nicht zu vergessen,

auch Linux, Ubuntu und Konsorten sind Gratis! Da kann man richtig sparen. Warum nur wollen das viele nicht?

Re: Nicht zu vergessen,

Sagt Ihnen TCO etwas? Total Cost of Ownership.
Die Lizenzen sind nur ein kleiner Teil der Kostenwahrheit.

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Re: Selber Schuld .....

für alle, die OpenOffice und T'bird nicht kennen sollte..... diese Software's sind GRATIS und frei erhältlich!!!

Re: Re: Selber Schuld .....

und OpenOffice zusätzlich noch UMSONST!

(Zusatz: wenn man Inhalte mit MS Office austauschen will)

Re: Re: Re: Selber Schuld .....

dann nimmt man halt libro office, ist ebenfalls kostenlos und liest alles, von ms und von apple!

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