Hersteller von Billig-PCs dürfen Windows XP Home noch bis 2010 anbieten. Noch vor zwei Monaten hat Microsoft diesen Schritt entschieden abgewiesen und das Ende für den Vertrieb des 7-jährigen Betriebssystems für 30. Juni fixiert. Auf der Computermesse "Computex" hat das Unternehmen nun bekanntgegeben, dass XP auf Billig-Desktop-PCs weiterhin vorinstalliert ausgeliefert werden darf. Das berichtet das Magazin "Computerworld".
Microsoft begründete die Entscheidung mit dem wachsenden Druck von Nutzern und Händlern. "Microsoft ist es wichtig die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen. Deshalb wird Windows XP Home auch für 'net tops' weiterhin verfügbar sein", gab eine Sprecherin auf der "Computex" bekannt. Als "Net Tops" bezeichnete sie PCs aus dem Billigst-Segment. Ein weiterer Grund für die Verlängerung, sind die Hardware-Vorraussetzungen der Billig-PCs: Viele von ihnen laufen schlichtweg nur mit XP - oder eben Linux.
Die Entscheidung folgt einem Zugeständnis vom April: Damals hat Microsoft die XP-Vertriebs-Erlaubnis für Billigst-Notebooks im Eee-PC-Format bis 2010 verlängert. Damals wurde allerdings auch sehr deutlich gesagt, dass man ein ähnliches Angebot für Desktop-PCs in jedem Fall ausschließt.
Laut Analysten der "Computerworld" könnte Microsoft dem Druck der Konsumenten erneut nachgeben, wenn dieser anhält. Bereits Ende April hatte Steve Ballmer auf einer Pressekonferenz zugegeben, dass Microsoft bei "entsprechendem Feedback" die Pläne für XP noch einmal überdenken könnte.
(Red.)

Microsoft: Windows 7 Beta als kostenloser Download
Gaza-Krieg im Internet: Mossad-Homepage gehackt


Reinhart Gaugg will für BZÖ-Obmannschaft kandidieren
Tödlicher Polizeischuss auf Schwarzen: Unruhen in Kalifornien
RSS