Am heutigen 30. Juni gehen offiziell die letzten PCs mit vorinstalliertem "Windows XP" über die Ladentische. Nach Protesten hatte Microsoft das Ende des beliebten Betriebssystems von Jänner auf Juli verschoben. Bis 2010 wied es noch Ausnahmen von dem Verkaufs-Stopp geben - Updates werden bis 2014 angeboten.
Kleinst-Laptops ("Netbooks") und Billig-PCs dürfen noch weitere zwei Jahre lang mit "Windows XP" ausgeliefert werden. Dieses Zugeständnis war notwendig, da entsprechende Rechner nicht schnell genug für den XP-Nachfolger "Windows Vista" sind. Gibt es kein Windows XP mehr, würden Mini-Notebooks und Billig-PCs eben unter Linux laufen.
Eine weitere Möglichkeit dem Verkaufs-Stopp zu entgehen, ist die des "Downgrades". Kunden haben die Möglichkeit PCs mit Windows Vista zu erwerben und anschließend mit beiliegender Recovery-CD auf Windows XP umzurüsten. Auch für Microsoft hat diese Option Vorteile: Der Absatz des unbeliebten Betriebssystems Vista klettert nach oben.
Windows Vista ist selbst bei Firmenkunden nicht gerne gesehen. Zuletzt hatte sogar Microsofts langjähriger Geschäftspartner Intel bekanntgegeben, nicht auf Vista umrüsten zu wollen. Nach eingehender Analyse hätten IT-Experten keinen Grund für einen Umstieg erkennen können. Im Gegenteil: Durch das notwendige Aufrüsten der Hardware, wären hohe Zusatzkosten entstanden. Stattdessen will man lieber auf das nächste Betriebssystem "Windows 7" warten. Windows 7 soll nach jüngsten Angaben von Microsoft im Jänner 2010 erscheinen.
Updates für das mittlerweile sieben Jahre alte "Windows XP" soll es noch bis 2014 geben. Darin sind natürlich keine neuen Funktionen mehr enthalten, aber Sicherheitslücken will man alle stopfen.
(sg)

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