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Windows 7 kommt: Unternehmen überspringen Vista

03.10.2008 | 14:40 |   (DiePresse.com)

Windows Vista kommt in Unternehmen nur selten zum Einsatz. Rund 30 Prozent testen bereits Windows 7. Offenbar wollen viele Firmen direkt von XP auf 7 umsteigen.

Microsofts Windows Vista spielt bei Businesskunden immer noch die zweite Geige hinter XP. Da rund 30 Prozent der Unternehmen aber schon dabei sind, die ersten Versionen des kommenden Windows 7 zu testen, läuft Vista Gefahr, zum ersten "übersprungenen" Betriebssystem Microsofts zu werden. Zu diesem Schluss kommen die Experten des britischen Corporate IT Forums (Tif), einem freiwilligen Zusammenschluss von IT-Verantwortlichen überwiegend großer Unternehmen. Die von seinen Mitgliedern gelieferten Daten zur OS- und Browser-Nutzung ließen keinerlei Schwenk zu Vista erkennen, heißt es in einem Cnet-Bericht. Demnach setzt mit 58 Prozent die Mehrheit der Unternehmen weiter auf Windows XP, während laut dieser Erhebung lediglich vier Prozent Vista im Standardbetrieb nutzen würden. Rund 35 Prozent gaben zudem an, an Vista "nicht interessiert" zu sein.

Vista-Umstieg teuer und kompliziert

"Dass Vista von Unternehmen gegenwärtig großteils ignoriert wird, kann ich nur bestätigen", erklärt Werner Veits, Geschäftsführer des auf Systemintegration und Softwaretest spezialisierten Beratungsunternehmens veits. Er persönlich habe den Glauben an das aktuelle Betriebssystem von Microsoft bereits aufgegeben. "Viele warten bereits auf das angekündigte Windows 7, dessen erste Beta-Versionen bald erscheinen müssten", stellt Veits fest. Die Gründe für die verbreitete Skepsis in Bezug auf den Einsatz von Vista seien vielfältiger Natur. "Aus Sicht der Unternehmen ist in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach vor allem die Kostenfrage ausschlaggebend. Eine Umstellung auf Vista würde neben den erforderlichen neuen Lizenzen auch eine spezielle Schulung für die Mitarbeiter nötig machen", erläutert Veits.

Medienberichte schuld an schlechtem Ruf

Die Sorge einiger Businesskunden, dass Vista in punkto Stabilität noch nicht so ausgereift sei wie XP, sieht der IT-Experte aber nicht. "Diese Frage ist nicht unbedingt das Problem. Entscheidend für die Zurückhaltung der Unternehmen ist meiner Ansicht nach der Umstand, dass die Medienberichterstattung zu Vista durchwegs sehr einseitig ist", meint Veits. An und für sich sei das aktuelle Betriebssystem Microsofts besser als sein Ruf. Die überwiegend negative Meinung in der Öffentlichkeit sei aus anderen Gründen entstanden. "Computer, auf denen Vista vorinstalliert ist, werden immer billiger, da sie teilweise über beim Kauf bereits mitinstallierte Add-On-Software finanziert werden. Dem Nutzer werden so aber gleich zu Beginn Performance-Fresser mitgegeben, die die Leistung des gesamten Systems spürbar einbremsen. Dieser Umstand hat zu vielen negativen Medienberichten geführt", fasst Veits zusammen.

Laut den aktuell präsentierten Tif-Daten stellt sich das Problem des Überspringens aber nicht nur beim Vista-Betriebssystem dar, sondern auch bei den Microsoft-Browsern. So nutzen rund zwei Drittel der Unternehmen den Internet Explorer 6.0 als Standard. An der neuen 7er-Version der Software ist aber etwa ein Fünftel gar nicht erst interessiert. Während lediglich sieben Prozent angaben, den Internet Explorer 7.0 zu nutzen, beschäftigen sich 23 Prozent mittlerweile bereits mit ersten Tests der 8.0-Version, die gegenwärtig in Beta-Form zur Verfügung steht.

 

(pte)


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4 Kommentare
 
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Von Kito am 05.10.2008 um 12:41

Erneut: Bitte nicht!

Weil Antwort auf AEIOU nicht erscheint, auf ein Neues:

Ein europäisches Windows würde keine Fehlermeldungen ausspucken, sondern erstmal "in Beratung" gehen und einen U-Ausschuß aus Task Manager und Registry einrichten.
Das Ergebnis nach einer Zwangskaffeepause wäre dann eine Meldung, daß "alles gut sei".
Weiters kämen dann im fünfminütigen Abstand Meldungen, daß bestimmt die deutsche Sprache des OS schuld sei, da eindeutige Hinweise auf Vokabular der 40er gefunden worden seien und darob die CPU Leistung einschränkt, weil sie sich diskriminiert fühlt.
Wenn das nun einigermaßen wieder läuft, tritt noch die Festplatte auf den Plan und erklärt sich zum Festplatter, während die Remote Process Unit eine Kampagne startet, daß gefälligst von "der/die DesktopIn" zu sprechen sei!

Antworten Von Gast: AEIOU am 06.10.2008 um 21:58

Re: Erneut: Bitte nicht!

Den Amifans ist das natürlich unangenehm.Daß sich überhaupt jemand diese Aufforderung schreibt, endlich mit der Spysoftware aufzuräumen. Da wird in betont satirischer Form ein Verriß meiner Meinung ungekonnt versucht. Daß Übersetzungsfehler vorliegen , aus dem Amerikanischen ins Deutsche, das glaube ich nicht. Das Programm ist so deppert. Und penetrant. Aufsässig. Und nicht nur verdächtig. Es spioniert. Wozu dienen die unglaubhaften Versicherungen, daß die Datensicherheit nicht verletzt wird. Wer glaubt denn das. Wohl nur die "Playboy"-Nutzer. Windows hat sich nicht geändert. Es ist nur undurchschaubarer geworden. Für alle. Aber sonst wie immer. Wie eine ausgebaute Schrebergartenhütte.

Von Kito am 04.10.2008 um 12:18

Bunter Ramsch

Na, vielleicht liegt´s wohl auch daran, daß Nutzer in Unternehmen darauf erpicht sind, mit dem Werkel zu arbeiten und nicht zuckerlbunten Käse zu sortieren.
Die Sparte besetzt ohnehin schon Apple, und man kann ja erkennen, wie hoch deren Anteil in der Geschäftswelt ist.

Antworten Von Gast: AEIOU. am 04.10.2008 um 12:53

Re: Bunter Ramsch

Wann endlich reißen sich die Europäer am Riemen und bringen ein eigenes "Windows". Die Spionageprogramme Gates´ sind ohnedies bekannt. Die wahren Gründe, warum die "Sicherheitslücken" "behoben" werden, ebenfalls. Ich habe den Schmarrn schon gründlich satt. Was an Falschmeldungen im deutschen Text aufscheint, geht auf keine Kuhhaut. Windows 7 wird mit den "Sicherheitslücken" gründlich aufräumen. Das denke ich auch.Es wird ein Spionageprogramm der US-Wirtschaft sein, daß alle Bereiche des Anwenders ausschnüffelt. Daß sich viele Firmen dafür interessieren kann nur ein lanciertes Gerücht sein. Kann man denn im 21.Jahrhundert als Naivling eine Firma führen?

 
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