Um mit der EU-Kommission konform zu gehen, will Microsoft IP-Adressen, die zusammen mit Anfragen beim Suchdienst gesammelt werden, schon nach sechs Monaten wieder löschen. Bisher hatte Microsoft die Daten für 18 Monate gespeichert. Wie Microsofts Chief Privacy Strategist Peter Cullen schreibt, soll diese Änderung inner halb der nächsten 12 bis 18 Monate durchgeführt werden. Microsoft beugt sich damit dem Druck der europäischen Regulatoren.
Microsoft trennt Benutzerdaten von Suchanfragen, damit Personen nicht mit eingegebenen Suchbegriffen in Verbindung gebracht werden können. Nach sechs Monaten werden demnächst die IP-Adressen gelöscht, nach 18 Monaten sind die noch übrigen Browser-Cookies dran.
Kunden legen mehr wert auf Privatsphäre
Von der Maßnahme betroffen sind nicht nur europäische Benutzer, sondern alle Bing-Kunden weltweit. Gegenüber der New York Times erklärte der Informatikprofessor Hendrik Speck von der Uni Kaiserslautern, dass Benutzer sich immer mehr um ihre Daten im Internet sorgen würden. Daher hält er es für wahrscheinlich, dass die Konkurrenz bald Microsofts Beispiel folgen wird.
Die von der EU eingesetzte Artikel-29-Arbeitsgruppe der Datenschützer hatte 2008 alle Suchmaschinen-Betreiber ersucht, Daten nicht länger als für sechs Monate zu speichern. Microsoft ist der erste Anbieter, der dieser Aufforderung Folge leistet. Websuche-Marktführer Google hatte sich nur zu einer Kürzung von 18 auf neun Monate bereit erklärt.
(db)
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