IP-Adressen knapp: Microsoft kauft Nachschub ein

Für 7,5 Millionen Dollar hat der Konzern alte Adressen aus der Konkursmasse eines Telekom-Ausrüsters erworben. Die Adressen nach dem Standard IPv4 neigen sich dem Ende zu.

A worker prepares the logo on the Microsoft stand on the CeBIT computer fair in Hanover
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A worker prepares the logo on the Microsoft stand on the CeBIT computer fair in Hanover
(c) REUTERS (Tobias Schwarz)

7,5 Millionen US-Dollar hat der Software-Riese Microsoft für 666.624 Stück IP-Adressen bezahlt. Wie Computerworld berichtet, hat der Konzern die Adressen vom bankrotten kanadischen Telekom-Ausrüster Nortel übernommen. Damit wird einmal mehr die zunehmende Knappheit der IP-Adressen nach dem alten IPv4-Format deutlich. Zwar gibt es bereits seit Jahren den Nachfolger IPv6, dessen vergrößerter Adressraum noch lange ausreichen wird. Der Umstieg lässt aber seit fast ebenso vielen Jahren immer noch auf sich warten.

Letzter Block vergeben

Erst vor wenigen Wochen hatte die Internet-Verwaltung ICANN den letzten noch nicht vergebenen Block an IPv4-Adressen ausgeteilt. Zwar haben die weltweiten Domain-Registrierungsstellen noch Reserven. Diese neigen sich aber auch immer schneller dem Ende zu. Seitdem gibt es bereits Diskussionen über den Wert der Adressen und die Gefahr eines sich daraus entwickelnden Schmarzmarktes.

Microsoft hat für sich jetzt zumindest den Wert einer IPv4-Adresse festgelegt: 11,25 Dollar pro Stück. 470.000 der Nortel-Adressen stehen Microsoft sofort zur Verfügung, der Rest soll nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens an den Software-Hersteller übertragen werden.

(Red.)

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