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Ein großes Jahr für Microsoft

31.12.2011 | 15:51 |  von Sara Gross (Die Presse)

2012 wagt Microsoft einen mutigen Schritt mit einem Betriebssystem, das ganz anders ist als die bisherigen. Aber auch Apple wird seine Fans nicht enttäuschen.

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Drei Jahre nach Windows 7 wagt sich Microsoft heuer an einen Neubeginn. An ein Windows, das ganz anders ist als die bisherigen. Gar nicht sosehr, weil es anders aussieht, sondern deshalb, weil es kein reines PC-Betriebssystem mehr sein wird. Windows 8 soll auch auf Fernsehern laufen und auf Tablets. Letzteres hat für Microsoft eine ganz besondere Bedeutung. 2010 war Steve Ballmer nämlich eigentlich Steve Jobs zuvorgekommen und präsentierte bereits im Jänner das erste moderne Tablet. Noch bevor dieses auf den Markt kommen konnte, feierte das iPad die Marktherrschaft und Microsofts Hardware-Partner Hewlett Packard stampfte das „Slate" getaufte Gerät ein. In dieser Zeit wird Microsoft erkannt haben, dass ein herkömmliches Windows für Touchscreens schlicht ungeeignet ist. Windows 7 wurde zwar mit entsprechenden Funktionen ausgestattet, Schaltflächen sind aber nach wie vor zu klein und Menüs zu verschachtelt. Ende 2012 soll sich das mit Windows 8 und einer radikal überarbeiteten Oberfläche ändern.

Das Warten auf die Apps. Gleichzeitig wird das neue Jahr zur Nagelprobe für Microsofts junges Smartphone-System Windows Phone, das mittlerweile seine Kinderkrankheiten besiegt hat. Der Sprung ins Erwachsenendasein soll gemeinsam mit dem einstigen Handy-Primus Nokia gelingen - keine leichte Aufgabe. Entscheidend werden aber nicht nur die Geräte sein, sondern auch oder vor allem die Apps. Im ersten Jahr hat sich das Angebot für Windows Phone mit mittlerweile rund 40.000 Apps ähnlich gut entwickelt, wie Apples App Store und Googles Android Market in deren erstem Jahr. Im zweiten Jahr aber haben die beiden Marktführer einen massiven Sprung hinlegen können - und zwar um das Dreifache bzw. sogar Fünffache.


Auch von Apple ist heuer einiges zu erwarten. Dazu gehört das obligatorische iPad 3 und das iPhone 5. Beides ist wie immer nicht offiziell angekündigt worden, aber noch ist seit dem ersten iPhone kein Jahr ohne entsprechende Aktualisierung vergangen. Besonders gierig wird von der Fangemeinde das iPhone 5 erwartet - war man doch 2011 enttäuscht von dem iPhone 4S, das vom Vorgängermodell schwer zu unterscheiden ist.

Apple als TV-Star? Mit viel Spannung wird außerdem ein - ebenfalls noch nicht bestätigter - Fernseher von Apple erwartet. iTV, oder wie auch immer ein solches Gerät heißen könnte, treibt sein Gerüchte-Unwesen seit der Veröffentlichung der Biografie des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Darin ist von einem Projekt zur Verschmelzung von Fernsehen und Internet die Rede. Die Idee ist nicht neu, aber das iPad war schließlich auch nicht das erste Tablet. Vor allem an der Bedienung hapert es bei den derzeitigen „Smart TVs" noch. Gerüchten zufolge will Apple dieses Problem mit einer Sprach- und Gestensteuerung lösen.


Die Technikbranche konzentriert sich 2012 außerdem auf den mobilen Bereich. „Long Term Evolution", die nächste Mobilfunk-Generation soll auf den ersten Smartphones für schnelleres Internet sorgen und der Kurzdistanz-Funk NFC - integriert in Handys - die Kreditkarte ablösen. Ultrabooks sollen als bessere, leichtere und ausdauerndere Laptops die billigen, kleinen und schwachen Netbooks verdrängen. Am Rande: Steve Jobs war bereits 2009 davon überzeugt, dass Netbooks keine Zukunft haben. ?

 

(Die Presse am Sonntag vom 1.1.2012)

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29 Kommentare
 
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doubleg
01.01.2012 14:28
4 2

Verkrüppelte Geräte

für geistig verkrüppelte Nutzer. Das iPad ist ein nettes Spielzeug, aber mir jedes mal nach 5 Minuten einfach zu verkrüppelt. Wer nicht unbedingt auf die bunten Apps steht wird damit irgendwie nicht glücklich, weil das nette Aussehen einfach überall im Vordergrund steht. Man kann damit surfen, für ein Gerät ohne Tastatur recht passabel. Es gibt viele Apps, ein geringer Prozentsatz davon gehört nicht in die Spielerei-Ecke, finde ich.
Windows 7 ist im Prinzip im professionellen Bereich ein Graus, was ja auch der XP-Modus von Microsoft bestätigt. Seit XP kam nichts Brauchbares mehr von Microsoft. Warum wohl laufen im professionellen Bereich immer noch so viele Rechner auf XP?
Neuigkeiten im IT-Bereich tendieren mitterweile immer mehr dazu das Spiel-Bedürfnis der Menschen zu befriedigen. Echte Innovationen lassen noch immer auf sich warten. Noch immer kann kein System ordentlich mit Sprache bedient werden. Noch immer gibt es keine echten smarten Betriebssysteme. Die Innovationen beschränken sich auf Oberflächen, Gadgets und das äußerliche Produktdesign. Arme IT-Branche, sie ist dort angekommen wo die Autoindustrie heute steht. Da wird ein Regen-Scheibenwischer-Sensor auch als Innovation verkauft. Einfach lächerlich solange die Kiste mit einem Kolbenmotor fährt.

Antworten Gast: JA
01.01.2012 19:20
1 1

Re: Verkrüppelte Geräte

Es ist wohl so, dass eine Touch-Oberfläche keinen herkömmlichen Desktop-PC für alle Anwendungsfälle ersetzen kann.

Warum sind Sie aber so enttäuscht von der IT-Branche? Weil irgendwelche Science-Fiction-Literatur nicht Wirklichkeit geworden ist? Was wäre denn eine wirkliche Innovation? Vielleicht rührt die Enttäuschung auch davon her, dass die ganzen künstliche Intellegenz Fantasien grundsätzlich auch heute noch genauso Fantasie sind wir vor 40 Jahren. Wer dieser "Religion" angehörte oder noch angehört wird wohl sehr enttäuscht sein von der Realität.

So wirkt die geäußerte Kritik irgendwie wie ein wenig nach "Fußballprofi" der gemütlich vorm Fernseher sitzend seine Unzufriedenheit ausdrückt: "Ja, warum können Fußballspieler noch immer nicht doppelt so schnell laufen wie vor 20 Jahren" etc.

Nur ist es halt so, dass Menschen nicht alles erreichen können wovon geträumt wird.

Antworten Antworten doubleg
01.01.2012 21:08
2 1

Re: Re: Verkrüppelte Geräte

Was eine echte Innovation wäre? Systeme die nicht ständig Probleme machen, die sich nur mit extremem Zeitaufwand finden und lösen lassen. Statt ständig neue optische Oberflächen mit unsäglichem Klim-Bim zu erfinden wäre mehr Stabilität wünschenswert. Und dass man mit Vista die Struktur der Oberfläche so durcheinander gewürfelt hat war auch keine Innovation, sondern man hat alten Wein in neuen Schläuchen verkauft. Auf Vista und 7 ist halt alles irgendwo anders als bei XP, und die Benutzeroberfläche frisst Recourcen ohne Ende, ohne die Benutzung einfacher zu machen. Wer nicht weiß was ich meine soll mal die optischen Gimmicks abdrehen.
Was ist mit Spracheingabe? Das ist technisch möglich (brächte halt spezielle Hardware-Unterstützung), aber statt dessen gibt es irgendwelche unnötigen Aero-Oberflächen. Ich bin beruflich durch die Applikationen an Windows gebunden, daher der Ärger.
Eine Touch-Oberfläche ersetzt übrigens gar nichts und wird das auch nie, weil eine Tastatur ist und bleibt eine Tastatur, das kann keine Touch-Oberfläche, zumindest wenn man mit 10 Fingern schreiben kann. Und eine Maus ist auch wesentlich universeller als eine Touch-Oberfläche. Zum ernsthaften Arbeiten braucht man eben Tastatur und Maus, das iPad ist und bleibt ein Spielzeug.
Und dass man das was man ertäumt nicht erreichen kann ist ein Märchen, das von der Geschichte zig mal widerlegt wurde.

0 0

Endlich traut sich wer, seine freie Meinung zu äußern!

Gratulation!

Gast: XP und die Zukunft
01.01.2012 11:57
2 1

Hab im Dezember 24 Rechner umgestellt von Windows 7 auf XP, soviel zu der Zukunft von Windows.

Windows 8 übernimmt endgültig die totale Kontrolle des Benutzers, wer auf die Einschränkungen die vor allem der Befriedigung der Unterhaltungsindustrie steht wird sicher seine Freude finden, ebenso jene die es schätzen das eben Befehle wie "Format" zu bezahlen sind, und besonders toll ist es, wenn das einmal Installierte System so weit in die Hardware eingreift das etwas anders sich nicht mehr Installieren läßt.

Freude wird aber sicher auch bei jene aufkommen die davon Leben das sie andere Überwachen!

Gast: Thomas Schottgalk
31.12.2011 21:24
4 2

"Windows 8 soll auch auf Fernsehern laufen und auf Tablets."

omg..

Man kommt heim, stellt den Fernseher an - und das erste was man sieht ist ein fettes Windows Logo, gefolgt von verblödeter Werbung.

Rosige Aussichten, fürwahr.

7 4

Jeder kopiert von jeden.

"Gerüchten zufolge will Apple dieses Problem mit einer Sprach- und Gestensteuerung lösen."

Also ... Apple Kopiert die 360?

13 10

... ein Betriebssystem, das ganz anders ist als die bisherigen

Hey, - endlich eines, das auch funktioniert?

4 4

Re: ... ein Betriebssystem, das ganz anders ist als die bisherigen

seit Windows 3.1 pflege ich meine Hassliebe zu Microsoft - und freue mich schon wieder auf den nächsten Patch Day.

Antworten Antworten Michael
01.01.2012 11:47
1 2

Re: Re: ... ein Betriebssystem, das ganz anders ist als die bisherigen

Die ganzen Minus bekommen Sie von denen, die für die Patches nichts bezahlen. Da kann einem das Ganze ja auch egal sein.

Gast: Bärenfalle...
31.12.2011 18:41
6 7

Abwarten.

Im Ankündigen ist Microsoft immer gut.

Vista (gsehn-glacht-glöscht) war ein Griff ins Klo, Win 7 ist konfus in der Bedienung und hat gravierende Mängel (Stichwort USBHUB.SYS) die man sich vom "besten Windows aller Zeiten" (O-Ton "Fachzeitschriften") eigentlich nicht erwarten würde.

Das recht stabile OS-X ist leider mit leistungsschwacher und ein wenig fehleranfälliger Hardware verdongelt und hat noch immer einen großen, blinden Fleck genannt CAD (neben anderen)

Und Linux gibt sich mit all seinen Distributionen selber die Blutgrätsche. Auch wenn eine auf bekannte Hardware abgestimmte Distribution (etwa Ubuntu-Netbook Remix) schon verdammt gut und stabil ist.

Antworten Zwanglos
01.01.2012 10:40
1 0

So, so

AutoCad für Mac OS X ist also ein blinder Fleck. Verstehe…

Antworten Antworten doubleg
01.01.2012 14:31
0 2

Re: So, so

AutoCAD ist ein CAD-Programm, das haben sie richtig erkannt. Genauso wie man mit Word Pad Briefe schreiben kann.

Antworten Antworten at.spam
01.01.2012 13:41
0 1

Re: So, so

die CAD Welt besteht nicht nur aus AutoCAD allein ....

Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
01.01.2012 12:36
0 0

Re: So, so

Inventor ? Solidworks ? Catia ?


Antworten Antworten Antworten Adipo
01.01.2012 17:49
0 0

Re: Re: So, so

Rêá ftín

Antworten cuniculus
01.01.2012 02:46
3 5

Re: Abwarten.

LOL
Win 7 konfus in der Bedienung? Wenn einem nichts besseres als das einfällt, dann verdeutlicht das nur, wie gut Microsoft Windows 7 gelungen ist.

3 1

Ein großes Jahr für Microsoft -

ein kleiner Schritt für die Menschheit. *fg*

starclimb
31.12.2011 16:21
3 1

Windows Vista war der letzte derart große Technologische Schritt

Ich werde wohl diesen Schritt einmal auslassen.

Außerdem laufen die PCs/Laptops die ich so kenne alle so, dass eigentlich keiner was ändern will.

2012 wird daher wohl wieder ein Jahr der Smartphones/Tablets und Microsoft ist das weit weg vom Fenster.

2 1

Windows 7

Nur mit Windows 7 kannst wirklich arbeiten, Windows Vista ist für mich eine Art Übergangslösung von XP auf Windows 7.

Hoffentlich wird Windows 8, nicht eine Art "Windows-ME Edition" - der größte Schrott den MS je herausgebracht hatte!

Antworten Walter2
31.12.2011 17:04
3 1

Re: Windows Vista war der letzte derart große Technologische Schritt

Stimmt so nicht ganz:

Die echten Technologieschritte waren eher
a) DOS -> Windows (vom "Befehle Tippen" zum "Knopfdrücken")
b) 8bit -> 16bit -> 32bit -> 64bit
Der Rest war ein wenig optische Aufmöbelung. Was es an neuen Programmen / Funktionen gab, wäre auch mit dem jeweils gültigen "Hauptsystem", ohne "neues Windows", gelaufen.

Dazu kommt, Microsoft (und Intel) sind bereits von Haus aus keine innovativen Firmen. Beide sind nicht durch fortschrittliche und innovative Produkte groß geworden sondern durch geschicktes Marketing und Kopieren.

Antworten Antworten Gast: Ich
01.01.2012 21:55
0 0

Re: Re: Windows Vista war der letzte derart große Technologische Schritt

und desshalb baut intel ja zur zeit die leistungsfähigsten Prozessoren (nicht Grafikchips) weil sie von AMD kopiert haben,... genau! /ironie

Antworten Antworten Antworten Walter2
02.01.2012 10:47
0 0

Re: ... baut intel ja zur zeit ...

Voher stand "groß geworden".

Re: Re: Windows Vista war der letzte derart große Technologische Schritt

die Verbreiterung der Wortgröße ist ein echter Technologieschritt???

Lächerlich - Verbesserungen in der Fertigungstechnik - und der Quargel wurde halt frisch kompiliert - so what...


Antworten Antworten Antworten Walter2
02.01.2012 10:52
0 0

Re: die Verbreiterung der Wortgröße ...

Man kann sicher darüber streiten, ob man das für die Aufgabe selbst braucht oder nicht. Nachdem aber ein heutiger "Windows-PC" üblicherweise bereits weit mehr Rechnerleistung für die grafische Darstellung als für die Rechenaufgabe selbst benötigt, ist das, inkl. der Erhöhung der Taktfrequenzen (vor allem beim Bus, wenn auch dort noch heftig ginter den CPU's), eine große Hilfe für heutige "Betriebssysteme".

Unfähig zu einer evolutionären Weiterentwicklung


 
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