Das Windows-Betriebssystem ist nicht das einzige Steckenpferd des Softwareherstellers Microsoft. Das Unternehmen betreibt auch eine "Digital Crimes Unit". Diese hat nun gemeinsam mit Finanzdienstleistern und US Marshals mehrere Server des gefährlichen Zeus-Botnetzes beschlagnahmt. Die Aktion, gebilligt durch ein New Yorker Gericht, wurde in vier US-Bundesstaaten durchgeführt. In der dem Durchsuchungsbefehl zugrunde liegenden Klage wirft Microsoft den Zeus-Betreibern vor, mehr als 13 Millionen Computer mit ihrer Schadsoftware infiziert und mehr als 100 Millionen Dollar im Lauf von fünf Jahren gestohlen zu haben.
Schädling klaut Bankdaten
Zeus ist insofern gefährlich, weil er sogenannte Keylogger nutzt, um jede Tastatureingabe aufzuzeichnen. Die Macher haben es insbesondere auf Bankdaten abgesehen, um so Geld von ihren Opfern abzuzapfen. Zeus beginnt die Aufzeichnung der Tastatureingaben nämlich, sobald der Nutzer eine Bank-Website öffnet. Aufgrund dieses recht speziellen Anwendungsgebiets wurde Zeus auf als Bausatz zu Preisen zwischen 700 und 15.000 US-Dollar verkauft.
Aktiv gegen Internet-Schädlinge
Microsoft ist schon in der Vergangenheit aktiv gegen Botnetz-Betreiber vorgegangen. Gemeinsam mit US-Behörden gelang es dem Unternehmen, die Waledec-, Rustock- und Kelihos-Netzwerke lahmzulegen. Das führte im Fall Rustock dazu, dass das globale Spam-Aufkommen drastisch eingebrochen ist. Einen derart drastischen Effekt mit Außenwirkung erwartet Microsoft diesmal aber nicht. Die digitalen Privatsheriffs des Herstellers hoffen aber, dass dadurch "der kriminelle Untergrund für einige Zeit beeinträchtigt" werde.
(db)
HTC One im TestDesignerstück mit Foto-Qualitäten
Technik-Experten-QuizKey Lime Pie zum Frühstück?
iOS 6Das neue Betriebssystem für iPhone und iPad
Wii UNintendo präsentiert Gamepad und Miiverse
Angry-Birds-FrustAlternativen für iPhone und Android