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Surface: Microsoft stellt zwei eigene Tablets vor

19.06.2012 | 09:32 |   (DiePresse.com)

Microsoft hat in der Nacht Tablets mit Windows 8 vorgestellt und hofft, so auch ein Stück vom lukrativen Markt mobiler Geräte zu ergattern.

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Microsoft hat in San Francisco unter dem Namen "Surface" zwei eigene Tablets vorgestellt. Der Softwarekonzern bricht damit radikal mit seiner Tradition, anderen Firmen den Hardware-Part komplett zu überlassen und tritt somit in direkte Konkurrenz zu langjährigen Partnern. Die Tablets werden mit der kommenden Version von Windows laufen. Eines davon mit Windows RT, einer abgespeckten Version von Windows 8, die lediglich die für Tablets optimierte "Metro"-Oberfläche zeigt und nur mobile Apps aus dem entsprechenden Store erlaubt. Das zweite Tablet wird mit der vollen Version von Windows 8 laufen, also auch einen herkömmlichen Windows-Desktop und sämtliche Software-Möglichkeiten bieten.

Windows RT und Windows 8 Pro

Beide Surface-Tablets kommen mit einem 10,6 Zoll großem Display und sind damit ein wenig größer als das iPad oder Samsungs Galaxy-Tablets, die 10,1 Zoll bieten. Das Windows-RT-Tablet wird ein wenig leichter und dünner sein und setzt auf einen Nvidia Tega 3 Chipsatz - also einen Quad-Core-Prozessor wie etwa Asus mit dem Android-Tablet "Transformer Prime". Das "Surface for Windows 8 Pro" setzt hingegen auf einen Core-i5-Prozessor von Intel, der auch in den aktuellen Windows-Notebooks zum Einsatz kommt. Beide Tablets bieten einen Micro-SD-Steckplatz und einen USB-Anschluss und sind mit 32 und 64 Gigabyte Speicher zu haben. Das Pro-Tablet wird es auch mit 128 Gigabyte Speicher geben. Auf beiden Modellen wird zudem das nächste Office-Paket vorinstalliert sein.

Die Tablets haben zudem einen integrierten Standfuß und ein Cover, das gleichzeitig als berührungsempfindliche Tastatur dient. Das schlankere 3-Millimeter-Cover bietet eine reine Touch-Tastatur, während das 5-Millimeter-Cover eine vollwertige Tastatur mit einem Touchpad hat. Beide Abdeckungen werden - ähnlich wie Apples Smart Cover - über Magneten direkt am Tablet-Rand montiert.

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Einige Details fehlen

Einige Details hat Microsoft noch nicht verraten. Dazu gehört etwa die konkrete Displayauflösung. Für das "Pro" wurde "Full HD" genannt, was eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln nahelegt. Komplett unbekannt ist, ob die Tablets auch ein Mobilfunkmodul bieten werden. Auch Preis und Erscheinungstermin hat Microsoft keinen genannt. Beide sollen ähnlich viel Kosten wie vergleichbare Tablets bzw. Notebooks. Damit könnte sich das RT-Tablet bei 500 Euro bis 700 Euro bewegen und das Pro-Tablet könnte zwischen 800 Euro und 1000 Euro liegen. Der Verkaufsstart dürfte erfolgen, wenn Windows 8 erscheint - also im Herbst. Microsoft hat verraten, dass die Pro-Version drei Monate nach der RT-Version erscheinen wird.

Apple dominiert den Tablet-Markt

Microsoft dominiert zwar seit Jahren den PC-Markt konnte sich bisher aber nicht am lukrativen Markt mobiler Geräte durchsetzten. Windows Phone rangiert bei den Marktanteilen nach wie vor im niedrigen einstelligen Prozentbereich und Apple und Google teilen sich mit iOS und Android praktisch den gesamten Kuchen. Nun bricht Microsoft bei Tablets mit seiner bisherigen Tradition und versucht es - wie Apple - mit eigener Hardware. Der Marktforscher IDC geht davon aus, dass heuer 107,4 Millionen Tablet-Computer verkauft werden und davon 62,5 Prozent aus dem Hause Apple stammen werden. Der Großteil der restlichen Geräte läuft mit dem Betriebssystem Android von Google. Microsoft muss bei Null anfangen.

>> Surface-Tablets und iPad im Direkt-Vergleich

Dabei wollte Steve Ballmer diesmal eigentlich erster sein. Als vor zwei Jahren das erste iPad vorgestellt wurde, war es nicht die erste Tablet-Ankündigung des Jahres. Schon im Jänner davor betrat Ballmer die Bühne der großen Technik-Messe CES in Las Vegas und zeigte mit dem "Slate" den ersten modernen Tablet-PC. Hardware-Partner war damals HP - das gemeinsame Baby erblickte jedoch nie das Licht der Verkaufshallen.

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Microsoft als Hardware-Anbieter

Konzernchef Steve Ballmer verwies darauf, dass Microsoft eine Tradition als Hardware-Hersteller habe. Der Software-Riese verkauft schon seit geraumer Zeit PC-Zubehör wie Mäuse, Tastaturen oder Webcams und ist erfolgreich mit seiner Spielekonsole Xbox. Allerdings macht Microsoft mit den Surface-Tablets nun ausgerechnet seinen wichtigsten Kunden - den PC-Herstellern - direkte Konkurrenz. Konzerne wie Asus planen längst eigene Windows-Tablets.

 

(sg)

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12 Kommentare
Gast: jajaa
19.06.2012 21:47
0 1

Jobs, der Visionär

"Java: this big ball and chain" (Java: diese große Kugel an einer Kette)
"Wer braucht Flash?"

Re: Jobs, der Visionär

Tja, der hat halt auch nicht alles gewusst. Java ist stark wie nie und zu Oracle Java zähle ich nicht Android dazu.

Und Flash, da hatte er wirklich recht.

Endlich ein Alltagstaugliches Tablet.

USB, Tastatur, Apps und vollwertiges Windows, WLAN ist sicher auch dabei. klingt toll.
Stellt sich nur die Frage, wie gut man auf dieser Tastatur schreibt, wie lange der Akku hält und ob es für unterwegs bei Bedarf auch stabil am Schoß steht.

Re: Endlich ein Alltagstaugliches Tablet.

Mit Android (ICS) gibt's das schon seit über einem halben Jahr: Asus Transformer Prime TF201

http://www.asus.de/Eee/Eee_Pad/Eee_Pad_Transformer_Prime_TF201/

Ein Review:
http://www.colbybrownphotography.com/asus-transformer-prime-a-travel-photographers-tablet/

Und bei M$ dauerts noch ein halbes Jahre ...

Re: Re: Endlich ein Alltagstaugliches Tablet.

Nachteil: Android.

Ich bin selbst Android-Entwickler aber von den Tablets halte ich gar nichts.

Microsoft "Surface"?

Unter dem Produktnamen "Surface" gibt es von Microsoft seit 2007 einen Computer in Tischform/-größe, dessen Tischplatte als Multi-Touch-Display (erst 30", seit 2011 40") ausgeführt war, und als Ein- und Ausgabe-Medium diente.
http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Surface

Jetzt unter dem selben Namen Tablets rauszubringen finde ich etwas komisch ...

Re: Microsoft "Surface"?

Inzwischen hab ich herausgefunden, dass der Tisch-Computer nun "PixelSense" heißt.
http://www.microsoft.com/en-us/pixelsense/

Gast: Mumbu
19.06.2012 11:35
8 1

Klingt vernünftig

Für mich klingt es auch vernünftig, dass (zumindest auf dem einen Tablet) Windows 8 in voller Version läuft!
Auf heutigen Tablets erreiche ich häufig die softwaremäßigen Grenzen und greife dann lieber zum Laptop. Für anspruchslosere Aufgaben hingegen (surfen, mails checken...) ist ein Tablet eine angenehme Sache. Wenn hier wirklich beide Vorteile kombiniert werden bin ich begeistert!

Gast: PCUser
19.06.2012 09:25
6 6

Endlich geht MS in die richtige Richtung

vorallem für Businesskunden, die Zugriff auf Fileshares im Unternehmen benötigen u. damit arbeiten wollen, aber nicht einen fetten Laptop mitschleppen wollen.

Das Ding hat Potenzial und Apple wird sich mit den iPAD3 ein bisschen anstrengen müssen.

Antworten Gast: Gast256789
19.06.2012 14:24
0 3

Re: Endlich geht MS in die richtige Richtung

Ich finde die Richtung auch Richtig, nutze allerdings MS-Fileshares via Citrix schon jetzt am Android-Tab.

Das mit den Business Kunden macht auch Sinn...

...die müssen sich auch abzocken lassen ob sie wollen oder nicht - kommen von Microsoft eh nicht mehr weg.
Eigene HW ist auch g´scheit, HP und Co sind eh eher am absteigenden Ast. Gut, dass MS sich da für die Post-PS-Ära selbst rüstet.

7 4

Re: Endlich geht MS in die richtige Richtung

und USB Port plus Flash Unterstützung. Das macht es tatsächlich sehr interessant.

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