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Start-Up vergibt Arbeiten per Handy nach Afrika

29.01.2009 | 13:37 |   (DiePresse.com)

Kleinere Übersetzungen oder Inhaltsangaben sollen Menschen in Entwicklungsländern per SMS lösen. Als Lohn erhalten sie ein paar Cent pro Aufgabe. "Txteagle" sieht ungeahntes Potential.

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Viele Tätigkeiten sind zwar monoton, lassen sich aber trotzdem nicht von Computern bewältigen. Dazu gehört etwa die Beschreibung des Inhalts eines Bildes, die Bewertung der Qualität von Web-Suchergebnissen oder die Mitschrift und Übersetzung von Texten. Ein neues Unternehmen will jetzt mit Hilfe von Mobiltelefonen in den ärmsten Regionen der Erde diese Arbeit erledigen lassen.

Das von Nathan Eagle, Research Fellow am Santa Fe Institute in New Mexico, gegründete Start-Up "txteagle" will solche Tätigkeiten an Menschen in Entwicklungsländern vergeben, die per SMS Aufgaben lösen und sich dafür ihren Tageslohn verbessern.

Eagle glaubt, dass die Verteilung von Aufgaben an Teilnehmern in Entwicklungsländern per SMS oder Sprachbotschaft sich für Auftraggeber im Westen lohnen könnte – etwa wenn es um die Übersetzung von Dokumenten in weniger oft gebrauchte Sprachen oder die Bewertung der lokalen Relevanz von Suchergebnissen geht.

Eine Milliarde potentielle Arbeitskräfte

"Wir versuchen, ein Reservoir an Arbeitswilligen anzusprechen, das sich bislang nicht anzapfen ließ", sagt Eagle. Deshalb verwende txteagle auch Handys, denn die seien inzwischen in fast allen Winkeln der Erde verfügbar. "In den Entwicklungsländern sind Mobiltelefone sogar oft noch stärker verbreitet als im Westen, so dass wir sofort eine Nutzerbasis von mehr als einer Milliarde Menschen haben."

Ein ähnliches, vollautomatisches System nutzt Amazon, um alle Arten für den Computer schwerer und für den Menschen einfacherer Aufgaben an Beschäftigungswillige auf der ganzen Welt zu verteilen, die dann pro "Task" ein paar Cent verdienen. Es hört auf den Namen "Mechanical Turk" in Anlehnung an den "Schachtürken"-Roboter, der sich allerdings als Fälschung herausstellte.

(Ag./Red.)

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