Der südkoreanische Autobauer Hyundai steigt in den österreichischen Handymarkt ein und macht Wien zur Zentrale für 23 Länder in West- und Südosteuropa. Hyundi Mobile Europa ist ein Tochterunternehmen der österreichischen Leitz. Zum Europastart gibt es insgesamt acht Handys und einige Digitalkameras. Bei der Gestaltung des Portfolios habe man besonders viel Wert auf individuelle Handy-Wünsche und Nischenprodukte gelegt, erklärt Hyundai Mobile CEO Christian Kirchner.
Innerhalb von fünf Jahren will das neue Unternehmen in Europa einen Marktanteil von drei bis fünf Prozent erreichen. Das entspricht etwa fünf bis sechs Millionen verkauften Handys pro Jahr, meint Kirchner. In Österreich soll Hyndai aber noch schneller wachsen. Gespräche mit allen Mobilfunkern laufen, mit Marktführer Mobilkom seien diese bereits weit fortgeschritten.
Dual-SIM und Handy-Uhr
Hyundai hat in Europa bereits acht Handys im Angebot. Auf die Billigschiene will man komplett verzichten und setzt lieber auf Innovationen und Nischen. So gibt es zum Marktstart etwa ein Dual-SIM-Handy, das mit zwei SIM-Karten gleichzeitig betrieben werden kann, und ein Uhren-Handy. Letzeres ist eine Art Mini-Handy mit Touchscreen, das auf das Handgelenk geschnallt werden kann.
Kein flottes Internet
Die übrigen Handys sind vorwiegend reine "Telefonier-Geräte". "Gut 50 Prozent der Kunden wollen nur telefonieren", erklärt Kirchner. Deshalb beherrschen sämtliche Geräte auch keine flotte Datenübertragung via EDGE, UMTS oder gar HSPA. Dafür hat Hyundai einen eigenen HSUPA-Stick zum mobilen Surfen mit dem Notebook im Programm. Die Einfach-Handys kosten zwischen rund 30 und 150 Euro.
Hergestellt werden die Geräte in China und Korea, die Systemanforderungen kommen aus Wien. Laut CEO Norbert Winkler werden eher geringe Stückzahlen produziert, wodurch sehr flexibel auf Kundenwünsche reagiert werden kann. So gäbe es etwa eine enge Zusammenarbeit mit dem deutschen Mobilfunker E-Plus. E-Plus wollte dazu noch keine Details bekannt geben, bestätigte aber, dass Hyundai Mobile "auf die individuellen Bedürfnisse der Netzbetreiber sehr gut eingehen kann".
(sg)

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