04.07.2009 15:26 | Meine Presse Merkliste0

NFC: Durchbruch der Nahfunk-Technik für Handys schon 2009

20.11.2008 | 08:52 |   (DiePresse.com)

Mittels NFC können Daten über kurze Distanzen drahtlos auf Handys übertragen werden - etwa beim Bezahlen mit dem Handy. 2009 soll die Technik in möglichst vielen Handys verbaut werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die GSM Association, der globale Interessensverband der Mobilfunkindustrie, hat sich im Rahmen eines Treffens in China dafür eingesetzt, dass die Nahfunktechnik Near Field Communication (NFC) im kommenden Jahr in mobile Endgeräte integriert wird. Ab Mitte 2009 sollen demnach alle kommerziell erhältlichen Mobiltelefone mit dem NFC-Chip ausgestattet werden. Die GSMA unterstützt dabei das "Single Wire Protocol" (SWP), das die Schnittstelle zwischen dem Chip und der SIM-Karte darstellt. In Österreich wurde NFC bisher vor allem von A1 vorangetrieben.

Kein Zusatzchip mehr nötig

Die Verwendung des Protokolls war bis zuletzt ein Diskussionspunkt auf dem Weg zur breiten Integration von NFC. "Es ging dabei um die Frage, wer den Zugriff sowie die Kontrolle über die Daten haben soll und wie sie gespeichert werden", erläutert Alexander Tarzi, Sprecher des NFC-Entwicklers NXP Semiconductors. Mithilfe des SWPs wird nun direkt eine Verbindung zwischen NFC-Chip und SIM-Karte hergestellt. Das Management der Daten obliegt mit dem SWP dem Mobilfunkprovider. Ein zusätzlicher Sicherheitschip, wie er noch in aktuell erhältlichen NFC-Handys verbaut ist, ist nun nicht mehr notwendig.

Der SWP-Standard wurde Anfang des Jahres von dem European Telecommunications Standards Institute (ETSI) verabschiedet. NXP wie auch weitere Halbleiterhersteller arbeiten derzeit an entsprechenden Chips, die mit dem Standard kompatibel sind. "Unser SWP-Chip wird im ersten Halbjahr des kommenden Jahres verfügbar sein. Im Anschluss werden auch die ersten Handys auf den Markt kommen, die NFC mit dem neuen Protokoll unterstützen", so Tarzi. Die GSMA sieht ebenso wie die Entwickler ein großes Potenzial in der Funktechnologie, mit der beispielsweise kontaktlose Bezahldienste umgesetzt werden können. Des Weiteren kann die Technologie für Multimediaanwendungen eingesetzt oder eine Bluetooth-Session initialisiert werden, indem zwei NFC-Handys zusammengehalten werden.

A1 fördert NFC in Österreich

Der Mobilfunker A1 hat angekündigt ein Handy und ein Blutdruckgerät auf den Markt bringen zu wollen, die per NFC Daten austauschen können. So können Patienten die Meßwerte drahtlos auf ihr Handy übertragen und anschließend an den Arzt senden. A1 unterstützte bereits im Jahr 2006 die Feldversuche mit NFC an der FH Oberösterreich in Hagenberg. Der Österreich-Start von NFC Services im Herbst 2007 ermöglichte ab diesem Zeitpunkt unter anderem das Lösen von Handy Parkscheinen und Handy Tickets für den öffentlichen Verkehr mittels NFC.

 

(pte/Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Tech

  • Apple: SMS-Sicherheitsleck im iPhone bestätigt
    Im SMS-Programm von Apples Kult-Handy steckt eine gefährliche Schwachstelle. Angreifer könnten ihre Opfer über das iPhone abhören und lokalisieren. Einen Patch soll es erst Ende des Monats geben.
    Windows 7: Microsoft plant "Familienlizenz" für drei PCs
    Windows 7 könnte es ab Oktober auch in einer Familienversion geben, die auf drei verschieden Rechnern in einem Haushalt installiert werden darf. Auch Apple bietet solche Familien-Pakete.
    Twitter: Beobachter können gekauft werden
    Wer sich auf Twitter unbeachtet fühlt und lieber mit einem großen Publikum protzen möchte, kann "Followers" zukaufen. Das Unternehmen USocial bietet Pakete von bis zu 100.000 Abonnenten.
  • Kids sind im Web zu freigiebig mit ihren Daten
    Die Herausgabe von persönlichen Daten ist bei einer Studie auf Platz eins der größten Web-Risiken für Kids in Europa gelandet. Gefolgt von Kinderpornos, Gewaltinhalten und Mobbing.
    Robocup 2009: Der Mensch ist Zuschauer
    Ob auf dem Spielfeld, zu Hause oder auf hoher See – die Roboter zeigen, was sie können. Die TU Graz hat den Robocup, den weltgrößten Roboter-Fußball-Bewerb, erstmals nach Österreich geholt.
    IP-Telefonie: Telefonieren ohne Telefonnetz
    Telefonieren im Web lockt Private und Unternehmen. Dank Flatrate und immer höherer Bandbreiten macht Skype nicht nur dem traditionellen Festnetz Konkurrenz, sondern wird zunehmend auch auf Internethandys genutzt.
  • The Pirate Bay will Nutzer fürs Filesharing bezahlen
    Der neue Besitzer der weltgrößten Filesharing-Plattform will die Rechteinhaber mit Geld zufrieden stellen, das Pirate-Bay-Nutzer zuvor verdient haben. Was übrig bleibt, dürfen die Nutzer behalten.
    Facebook erleichtert Schutz der Privatsphäre
    Die weltgrößte Online-Community soll für Mitglieder leichter bedienbar werden. Kompliziert verstreute Einstellungen können künftig zentral vorgenommen werden.
    iPhone: Apple kämpft mit Kinderporno-Apps
    Eine neue Anwendung für das iPhone lässt minderjährige Mädchen bewerten. Entwickler haben Wege gefunden, den Prüfprozess von Apple zu umgehen und illegale Inhalte nachträglich "einzuschmuggeln".
  • EU kippt umstrittene Steuer auf Handys
    Die schwedische EU-Präsidentschaft hat am ersten Tag ihrer Amtszeit die Steuerpläne für TV- und Navi-Handys vom Tisch gefegt. Geplant waren Aufschläge von bis zu 14 Prozent.
    Firefox 3.5: Fünf Millionen Downloads in 24 Stunden
    Die neue Version des Internet-Browsers Firefox ist erfolgreich gestartet. Bis Mittwoch-Abend wurde er bereits rund fünf Millionen Mal geladen. In Österreich immerhin rund 50.000 Mal.
    Windows Mobile 6.5 landet Ende September bei A1
    Das lange erwartete neue Windows für Smartphones kommt im Herbst auch nach Österreich. Das Touchscreen-Handy Omnia II von Samsung wird eines der ersten 6.5er-Modelle sein.