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NFC: Durchbruch der Nahfunk-Technik für Handys schon 2009

20.11.2008 | 08:52 |   (DiePresse.com)

Mittels NFC können Daten über kurze Distanzen drahtlos auf Handys übertragen werden - etwa beim Bezahlen mit dem Handy. 2009 soll die Technik in möglichst vielen Handys verbaut werden.

Die GSM Association, der globale Interessensverband der Mobilfunkindustrie, hat sich im Rahmen eines Treffens in China dafür eingesetzt, dass die Nahfunktechnik Near Field Communication (NFC) im kommenden Jahr in mobile Endgeräte integriert wird. Ab Mitte 2009 sollen demnach alle kommerziell erhältlichen Mobiltelefone mit dem NFC-Chip ausgestattet werden. Die GSMA unterstützt dabei das "Single Wire Protocol" (SWP), das die Schnittstelle zwischen dem Chip und der SIM-Karte darstellt. In Österreich wurde NFC bisher vor allem von A1 vorangetrieben.

Kein Zusatzchip mehr nötig

Die Verwendung des Protokolls war bis zuletzt ein Diskussionspunkt auf dem Weg zur breiten Integration von NFC. "Es ging dabei um die Frage, wer den Zugriff sowie die Kontrolle über die Daten haben soll und wie sie gespeichert werden", erläutert Alexander Tarzi, Sprecher des NFC-Entwicklers NXP Semiconductors. Mithilfe des SWPs wird nun direkt eine Verbindung zwischen NFC-Chip und SIM-Karte hergestellt. Das Management der Daten obliegt mit dem SWP dem Mobilfunkprovider. Ein zusätzlicher Sicherheitschip, wie er noch in aktuell erhältlichen NFC-Handys verbaut ist, ist nun nicht mehr notwendig.

Der SWP-Standard wurde Anfang des Jahres von dem European Telecommunications Standards Institute (ETSI) verabschiedet. NXP wie auch weitere Halbleiterhersteller arbeiten derzeit an entsprechenden Chips, die mit dem Standard kompatibel sind. "Unser SWP-Chip wird im ersten Halbjahr des kommenden Jahres verfügbar sein. Im Anschluss werden auch die ersten Handys auf den Markt kommen, die NFC mit dem neuen Protokoll unterstützen", so Tarzi. Die GSMA sieht ebenso wie die Entwickler ein großes Potenzial in der Funktechnologie, mit der beispielsweise kontaktlose Bezahldienste umgesetzt werden können. Des Weiteren kann die Technologie für Multimediaanwendungen eingesetzt oder eine Bluetooth-Session initialisiert werden, indem zwei NFC-Handys zusammengehalten werden.

A1 fördert NFC in Österreich

Der Mobilfunker A1 hat angekündigt ein Handy und ein Blutdruckgerät auf den Markt bringen zu wollen, die per NFC Daten austauschen können. So können Patienten die Meßwerte drahtlos auf ihr Handy übertragen und anschließend an den Arzt senden. A1 unterstützte bereits im Jahr 2006 die Feldversuche mit NFC an der FH Oberösterreich in Hagenberg. Der Österreich-Start von NFC Services im Herbst 2007 ermöglichte ab diesem Zeitpunkt unter anderem das Lösen von Handy Parkscheinen und Handy Tickets für den öffentlichen Verkehr mittels NFC.

 

(pte/Red.)


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