Facebook hat in seiner üblichen Manier eine Änderung ausgespielt, ohne die Nutzer darüber in Kenntnis zu setzen. In den Kontaktinformationen ist seit Kurzem bei "E-Mail" eine neue Adresse im Format vorname.nachname@facebook.com zu sehen. Mehrere US-Medien gerieten aufgrund dieser Änderung regelrecht in Panik. Gizmodo etwa schrieb gleich "this sucks!" im Stil des Facebook-Logos ins Titelbild seines Artikels. Der Technologie-Blog des renommierten Forbes-Magazins nannte die Umstellung einen "lahmen Versuch" seitens des Social Networks, seinen E-Mail-Dienst den Nutzern "aufzuzwingen".
Änderung leicht behebbar
Niemand sollte aufgrund dieser Änderung aber nun die Datenschützer anrufen. Facebook hatte schon vor längerer Zeit seinen E-Mail-Dienst angekündigt. Und die Kontaktinformationen im Profil lassen sich leicht anpassen. Neben jeder auf Facebook hinterlegten E-Mail-Adresse können Nutzer nun festlegen, ob diese in der Chronik sichtbar sind. Wem die Änderung nicht recht ist, der kann einfach den entsprechenden Haken setzen (siehe Bild).
Facebook-Kommunikationssystem
Facebook sieht die Änderung naturgemäß als positiven Schritt für seine Nutzer. Zusammen mit den E-Mail-Adressen habe man nun auch die Möglichkeit gewährleistet, einzelne Adressen sichtbar zu machen - oder auch nicht. All Things Digital, der Technologieblog des Wall Street Journal, sieht die @facebook-Adressen auch nicht so kritisch wie andere Medien. Man könne die Adresse etwa wie eine Arbeits-Adresse nutzen. Dadurch ließe sich das Kommunikationsverhalten besser kontrollieren. Dennoch weist der Artikel darauf hin, dass Facebook offensichtlich darauf abzielt, seine Nutzer noch stärker an seinen Dienst zu binden. Es wird erwartet, dass das Unternehmen noch mehr Maßnahmen setzt, damit seine Nutzer seine Umgebung erst gar nicht verlassen.
(db)
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