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Microsoft rutscht erstmals in die roten Zahlen

20.07.2012 | 07:31 |   (DiePresse.com)

Der weltgrößte Softwarekonzern schreibt ein Minus von rund 400 Millionen Euro oder sechs Cent je Aktie. Der US-Internetriese Google meldete indes einen Gewinn von fast 2,3 Milliarden Euro.

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Microsoft hat erstmals seit seinem Börsengang im Jahr 1986 einen Quartalsverlust verbucht. Der weltgrößte Softwarekonzern bezifferte das Minus für das abgelaufene Vierteljahr am Donnerstag auf netto 492 Millionen Dollar (400 Millionen Euro) oder sechs Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 5,87 Milliarden Dollar oder 69 Cent je Anteilsschein gestanden. Wie der Google-Rivale nach US-Börsenschluss weiter mitteilte, stieg der Umsatz um vier Prozent auf 18 Milliarden Dollar.

Microsoft bekommt damit die Rechnung für den einst vielversprechenden Kauf des Online-Werbespezialisten aQuantive, der sich als unternehmerisches Fiasko entpuppt hat. Mit diesem Zukauf wollte sich Microsoft eigentlich auf Augenhöhe mit dem Rivalen Google bringen, der kurz zuvor den Werbespezialisten DoubleClick geschluckt hatte. Doch während bei Google die Werbemilliarden flossen, tröpfelten die Einnahmen bei Microsoft nur. Der Windows-Konzern schrieb nun fast den gesamten damaligen Kaufpreis von 6,3 Milliarden Dollar ab.

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Online-Geschäfte kommen nicht auf die Beine

Das Online-Geschäft ist eine Dauerbaustelle, in der Microsoft über die Jahre viele Milliarden versenkt hat. In dem nun abgeschlossenen gesamten Geschäftsjahr addierte sich das operative Minus der Sparte zusammen mit der Abschreibung auf 8,1 Milliarden Dollar. Schon im Jahr davor hatte der Konzern hier 2,7 Milliarden Dollar verloren.

Flaggschiff der Internet-Sparte ist die Suchmaschine Bing, die trotz einer Kooperation mit Yahoo einen schweren Stand gegenüber dem Marktführer Google hat. Sein Geld verdient Microsoft wie eh und je vor allem mit seinem PC-Betriebssystem Windows und seinen Office-Büroprogrammen. Hinzu kommt Software für leistungsstarke Firmenrechner, sogenannte Server.

Google-Umsatz steigt

Der US-Internetkonzern Google profitiert indes von einem rund laufendem Kerngeschäft. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 12,21 Milliarden Dollar (9,94 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. In der Kernsparte kletterten die Erlöse um 21 Prozent. Netto stand auf konsolidierter Basis ein Konzern-Gewinn von 2,79 Milliarden Dollar oder 8,42 Dollar je Aktie.

Angetrieben wurde der Umsatz auch durch Motorola Mobility. "Dieses Quartal ist auch etwas besonderes, weil nun Motorola ein Teil der Google-Familie ist", erklärte Konzernchef Larry Page am Donnerstag laut Mitteilung. Google hatte die Übernahme des Unternehmens im Mai abgeschlossen, um einen Fuß in den hart umkämpften Markt für Smartphone-Hardware zu bekommen. Einschließlich Motorola kletterte der Umsatz um satte 35 Prozent.

Motorola hält viele grundlegende Patente im Handy-Bereich. Googles Smartphone-Betriebssystem Android ist mittlerweile Marktführer, da es in zahlreichen Geräten unterschiedlichster Hersteller steckt. Größter Rivale ist Apple mit seinem iPhone.

(APA/Reuters)

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23 Kommentare
Gast: gast:1
23.07.2012 12:32
0 0

ich bin sicher...

...dass der Großteil der Leser die Grafik da oben so miss-interpretiert, dass es das Gesamt-Ergebnis von Microsoft wäre...

Es ist aber nur das Ergebnis der Online-Sparte, sonst nix.

Gast: M$beobachter
23.07.2012 10:37
0 2

Wer ist Mirco-Soft?

Ah, das war eine Firma, die kurz nach Digital Equipment pleite gegangen ist. SIe war nicht einmal faehig, ein einziges Hardwareprodukt herzustellen, kopierte daher nur das Design von Software anderer, und wurde, aehlich wie die Printmedien, vom Internet voellig ueberrascht.... Und ihr Gruender? Der verwendet seien Milliarden zur weltweiten Abtreibungsfoerderung.

2 2

Die Luft ist draußen.

Microsoft ist und wird nie ein richtiger Internetkonzern, den Zug haben sie schon in den 90ern verpaßt, als sie, sie üblich, das INternet abwürgen und durch eigene, properitäre Produkte ersetzen wollten. Das ist ihnen schon damals nicht gelungen und sie mußten ihr Netzwerk zähneknischend im Internet integrieren.
Microsoft kann froh sein, wenn ihnen die Office-Schiene erhalten bleibt, die ist derzeit (noch) eine Cash-Cow.

Gott sei Dank

schreibt MS wenigstens mit der Internetsparte Miese.

Die Quasimonopolstellung im Betriebssystem und Office-Sektor ist ohnedies zum Kotzen. Es lebe Apple, Linux, Android

5 0

wenn ich 6,3 Mrd in den sand setze...

...und ich noch immer ein Ergebnis von nur -400 Mio mache - dann ist meine cashflow basis aber sowas von hervorragen!!!!!

Gast: Aladin…
20.07.2012 12:46
0 1

Weil Reiche immer früher informiert werden als Arme,

hat Warren Buffet und sein Freund Bill Gates zur Jahrtausendwende massiv in Silber investiert. Damals ist die Unze zu Preisen zwischen zwei und vier Dollar gehandelt worden. Heute schwankt sie zwischen 25 – 45 Dollar: Verkaufen, ins Unternehmen einbringen, so einfach ist das! Der Tiefststand heute ist bis zu diesem Zeitpunkt bei 27,02 Dollar/Ounce gewesen, was eigentlich keiner schlechten Wertsteigerung entspricht zumal Gold im Jahr 2000 zu 300 Dollar zu haben gewesen ist und dann auf verhältnismäßig nur 1889,70 Dollar/Ounce gestiegen ist.

Re: Weil Reiche immer früher informiert werden als Arme,

deswegen sind ja reiche Leute reich und arme Leute arm, weil die einen haben einen informationsvorsprung und die anderen eben nicht. das ist eben der Unterschied zur linken Wohlstandsgesellschaft die uns klarmachen will das es am besten ist wenn keiner mehr informiert ist, damit alle zu richtigen Koffern werden
also die einen sind die gescheiten und die (vorwiegend linken)Massen sind die dödln

so funktioniert das leben eben

Scheibe

Microsoft im Minus und die Erde ist eine Scheibe - mal unterscheiden zwischen Verlust und die Erwartungen der Börse nicht erfüllen

hahah..

...

Ganz einfach : zuviele Mitarbeiter die zuviel verdienen.

Solange der Konzern recht einfach aufgebaut war und die Struktur überschaubar blieb gab´s Gewinne. Seit einiger Zeit sind dort aber regelrechte Seilschaften eingezogen und das vermehrte das Personal.
Fünfzig Prozent rausschmeissen und es läuft wieder.

Re: Ganz einfach : zuviele Mitarbeiter die zuviel verdienen.

Wer nicht weiß was eine einmalige Abschreibung ist, sollte nicht zu Wirtschaftsthemen posten - und schon gar nicht irgendwelche "ganz einfache" Lösungen mit Milchmädchenrechnungen posten.

Ohne diese einmalige Abschreibung wäre das nämlich ein weiteres Rekord-Quartal mit Rekord-Gewinn gewesen.

Gast: Volksverrat
20.07.2012 11:02
6 2

Der Anfang vom Ende?

Mit Microsoft geht es schon eine Weile bergab.. Frag mich wirklich, wie man es schafft als ein so großes Unternehmen kontinuierlich so viele Dummheiten und Totgeburten zu produzieren und aus diesen dann anscheinend auch noch nichts zu lernen..

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Re: Der Anfang vom Ende?

Microsoft hat bis jetzt am Ende immer alles richtig gemacht. Bei aller Kritik, wie sich die vor allem früher aufgeführt haben, aber mit Microsoft geht es alles andere als bergab.

Re: Der Anfang vom Ende?

Sinnerfassend lesen ist nicht so deine Stärke?
Oder brauchtest du nur Platz, um dein generisches und besserwisserische Gesudere anzubringen?

Na, MS vergoldet den MitarbeiterInnen...

...auch das Leben und zockt bei den Geschäftskunden ab, wie es nur geht.
Beides tötet Innovationskraft.
Beim ersteren strengen sich MitarbeiterInnen einfach nicht mehr an. Das zweiter suggeriert Schlaraffenland ad in finitum.

Sowas kann auf Dauer nicht klappen. Wer heute auf MS setzt, sitz morgen auf einem toten Pferd a la Nokia.

Re: Na, MS vergoldet den MitarbeiterInnen...

Na ja, "stack ranking" ist nicht unbedingt mitarbeiterfreundlich und auch für das Unternehmen ist es nicht ideal.

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Re: Na, MS vergoldet den MitarbeiterInnen...

Das Schlaraffenland für MitabeiterInnen soll aber Google sein und daher dürfte ihre These falsch sein.

http://karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/1263806/Ranking_Red-Bull-und-Google-bleiben-Traumarbeitgeber?from=gl.home_karrierenews

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Re: Re: Na, MS vergoldet den MitarbeiterInnen...

Bei Google hatten die einmal ein paar Tage lang kein Mittagessen bekommen, weil die neue Malerei am Gang in der Firma beschmutzt war und sich der Schuldige nicht gemeldet hatte. Die werden eher wie eine Sekte geführt. Da sind auch alle glücklich.

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Re: Na, MS vergoldet den MitarbeiterInnen...

Das Schlaraffenland für MitabeiterInnen soll aber Google sein und daher dürfte ihre These falsch sein.

http://karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/1263806/Ranking_Red-Bull-und-Google-bleiben-Traumarbeitgeber?from=gl.home_karrierenews

Ich kanns nicht glauben

doch 6.5 (seien wir uns ehrlich) wegzulegen ist schon stark, ms kann halt mit kreativität *ab-so-lut* nicht umgehen.

Ich kanns nicht glauben

doch 6.5 (seien wir uns ehrlich) wegzulegen ist schon stark, ms kann halt mit kreativität *ab-so-lut* nicht umgehen.

Re: Ich kanns nicht glauben

Pardon, da war einer zu ungeduldig …

Gast: gast:1
20.07.2012 10:27
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lies nach bei Heise...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-nach-Abschreibung-in-den-roten-Zahlen-1647846.html

Quintessenz: MS hätte ohne die erwähnten Abschreibungen eh wiedermal einen Rekordgewinn eingefahren... (6,93 Mrd USD).