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Datenhandel: Das Geschäft mit gestohlenen Identitäten

29.07.2012 | 18:34 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Im Internet stehen Millionen gestohlener Telebanking-Log-ins und Kreditkartennummern zum Verkauf. Detaillierte Preislisten inklusive. Während die Kassen der Hacker klingeln, sind den Behörden oft die Hände gebunden.

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Gute Ware ist teuer, aber frisch.“ Unter dieser Schlagzeile inseriert „zicoamex“ in einem Internetforum weder Fisch noch Gemüse. Sein Geschäft ist der Handel mit gestohlenen digitalen Identitäten. Heute im Angebot: „Garantiert nicht gesperrte“ Kreditkartennummern aus Deutschland (Sicherheitscode inklusive) gibt es für 19 (Mastercard, Visa) oder 23 (American Express) Dollar. Die Preise für Telebanking-Log-ins sind von Guthaben und Institut abhängig. Der Zugriff auf ein Depot mit 18.000 Dollar (Bank of America) ist für 800 Dollar zu haben. Für die anschließende Wäsche und Baranweisung des behobenen Geldes stehen ebenfalls gekaperte Accounts bei Paypal und Western Union im Angebot. Die Provision für „zicoamex“ beträgt zehn Prozent der überwiesenen Summe.

Das Geschäft läuft gut. In Europa entsteht durch Betrügereien mit im Internet gestohlenen Identitäten ein jährlicher Schaden in der Höhe von 750 Mrd. Euro. So lautet eine Berechnung von Interpol.

Dass jeder davon betroffen sein kann, zeigt die schiere Menge der gekaperten Daten. Allein Sony gingen im Vorjahr Kreditkartendaten von 2,2 Mio. Kunden verloren. Banken selbst sind da eher verschwiegen, regelmäßige Berichte über den Diebstahl von Webshop-Log-ins zeigen aber, dass auch unzählige Kontonummern im Umlauf sind. In Österreich gingen im Vorjahr allein bei der ORF-Tochter GIS über 200.000Nutzerprofile „verloren“. Kontonummern inklusive.

Rund um das Geschäft mit gestohlenen Identitäten wurde längst eine organisierte Kriminalität aufgebaut, weiß Ernst Österreicher aus der Abteilung für Computer- und Netzwerkkriminalität im Bundeskriminalamt (BK). Die Kette an „Dienstleistern“ ist lang. Die Datendiebe verkaufen ihre Beute an Banden, die eine riesige Infrastruktur betreiben. Von Geldwäsche bis Hehlerei für in Webshops gekaufte Güter ist alles mit dabei. Zuletzt wurde in Wien auch eine Person ausgehoben, die eine leer stehende Wohnung als Zustelladresse für auf Kosten Dritter bestellte Versandwaren betrieben hatte.

Der Markt für den Verkauf gestohlenerDatensätzeist umkämpft. Josef Pichlmayr, Chef von Ikarus Security Software, spricht von einem „beinharten Wettbewerb zwischen den Angreifern“. Wie heftig dieser Kampf tobt, zeigt die Menge an verbreiteter Schadsoftware. „Acht der zehn am weitesten verbreiteten Trojaner dienen allein dazu, fremde PCs zu übernehmen oder digitale Identitäten abzugreifen“, sagt Pichlmayr.

Verwertbar ist für die Datendiebe praktisch alles, nicht nur Bankdaten. Gekaperte Accounts fortgeschrittener Spielfiguren von Online-Rollenspielen wie „World of Warcraft“ oder „Diablo“ gehen bei Auktionen für mehrere hundert Euro über den Tisch. Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten und Adressen lassen sich – in große Pakete gebündelt – zur Annahme fremder Identitäten verkaufen. Eher in den Bereich der Liebhaberei fällt der Handel mit gehackten Social-Media-Accounts von Prominenten. Auf der Liste der Opfer finden sich inzwischen Namen wie Ashton Kutcher, Lady Gaga und Barack Obama.

 

Schutz? Gibt es (fast) nicht

Häufig sind die Behörden zum Zuschauen verurteilt. Der Diebstahl digitaler Identitäten an sich ist nämlich nicht strafbar – zumindest in den meisten Ländern Europas nicht, in den USA sehr wohl. Strafbar wird der Identitätsdiebstahl erst, wenn die Daten missbräuchlich – meistens für klassische Betrugsdelikte – eingesetzt werden.

Die Kriminellen stört das wenig. Analysen von Sicherheitsdienstleistern wie Barracuda Networks zeigen, dass die Angriffe meistens aus Ländern wie Russland oder Brasilien kommen. Warum eigentlich? „Weil es dort viele gut ausgebildete IT-Kräfte gibt, die auf legale Weise nicht so gut verdienen würden“, sagt Barracuda-General-Manager Wieland Alge.

Sich selbst zu schützen ist (fast) unmöglich. Es sei denn, man verweigert das Internet. Dass das heute kaum mehr eine Option ist, liegt auf der Hand. Als Mindeststandard empfiehlt Ernst Österreicher vom BK, komplexe und damit sichere Passwörter zu verwenden und möglichst wenig (Geburtsdaten, Adresse etc.) in Social Networks über sich preiszugeben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2012)

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28 Kommentare
 
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Gast: IT-Watcher
30.07.2012 18:52
0 0

Vorsicht bei Kartenterminals am Supermarkt-Kassen

In manchen Fällen wird die Verantwortung der Datensicherheit nicht ernst genommen. Ein Beispiel ist das Kartenterminal Hypercom Artema Hybrid, oft an Kassen im Supermarkt u.a. installeirt. Obwohl das Datenleak schon seit März bekannt ist, wurde der Fehler nicht behoben. Details vom 12.Juli 2012 bei www.heise.de

http://www.heise.de/video/artikel/Pong-auf-dem-EC-Kartenterminal-1637221.html

Gast: Be-obachter
30.07.2012 18:46
0 0

Die Regierungen und ihre Exekutive

haben anscheinen Null Interesse, diesen Verbrechern das Handwerk zu legen.

Sogar im Inland werden die Gauner verschont. Um nur als Beispiel die Rechnungen für nie in Anspruch genommene Dienstleistungen zu nennen. Ganz im Gegenteil - der Empfänger gefakter Forderungen darf nicht mal die Adresse der Gauner wissen, die wird wohlweislich geheimgehalten.
Recht & Gesetz gilt nur mehr marginal.

Gast: schlaumeier
30.07.2012 16:41
0 0

Die besten "Telebanking-Log-ins und Kreditkartennummern" gibts im 1000er Pack zu 10 Euro in Nigeria.

Die "Seeligkeit" gibts gratis zur Bauernfängerei dazu.

Antworten Gast: Mummel
30.07.2012 17:23
0 0

Re: Die besten "Telebanking-Log-ins und Kreditkartennummern" gibts im 1000er Pack zu 10 Euro in Nigeria.

am einfachsten mit dem HyperCom Artema Hybrid - Anweisung ist online.

Gast: E.T.
30.07.2012 16:06
1 0

Nichts ist 100% sicher

Aus meiner Sicht gibt es kein System, das nicht zu knacken wäre und keine Daten und Unterlagen, ob elektronisch oder nur in Papierform, sind so, dass damit nicht Missbrauch betrieben werden könnte oder diese zumindest in Hände geraten, an die Personen oder Organisationen, denen ich selbst diese nicht weitergegeben hätte.
Somit muss ich immer davon ausgehen, was ich preisgebe, das erfährt auch wer andere. Manches kann ich nicht verhindern und ist auch von staatlicher Stelle so gewollt, und das Interesse der Firmen für Werbezwecke ist ja nach wie vor enorm.
Ich habe es aber selbst in der Hand so vorsichtig als möglich meine Daten zu handhaben. In sozialen Netzwerken muss ich nicht von der Schuhnummer bis zum Urlaubsort alles angeben. Das Konto kann ich kontrollieren, die Daten im Internet nur in verschlüsselten Seiten und an bekannte Unternehmen weitergeben, etc...
Missbrauch kann ich nicht verhindern, aber erschweren.


Gast: ELGA
30.07.2012 12:53
3 0

Unsere Gesundheitsdaten sind sicher

1)Ebankig: Erst das Bankgeheimnis brechen- wunderbare CD-kopiert von Insidern- es braucht gar kein Internet- aber mit den Clouds ist es bequemer!- hier geht es um Steuersünder- also Applaus von den Gerechten
2) dann die GEsundheitsdaten- auch hier werden Insider für die Verbreitung sorgen- hier geht es auch gegen Nikotin-Alkohol und sonstige Sünder- also Applaus von den Gerechten- weg mit dem Arztgeheimnis- veraltetes Privilegium!
3) jetzt noch Online Voting- niedrige Wahlbeteilung als Vorwand - dann gibt es auch kein Wahlgeheimnis mehr-Applaus- von wem? wer darf dann noch applaudieren
wir schaffen gerade sehenden Auges die Freiheit ab- die offene Gesellschaft endet in Auflösung- Anarchie-Schwarmintelligenz und Kriminalität

Gast: Wasserlaeufer
30.07.2012 12:37
1 0

Password ist nicht genug (Hacker)

geben sie ihre Telephonnummer
und eine andere ihnen zugehoerige
e-mail adresse ein.

K-Word:

"All my GMail and YouTube accounts will remain frozen until I surrender my phone number"
****
Privat gibts anscheinend nichts mehr in dieser Welt.

Gast: Einmal Opfer…
30.07.2012 08:46
2 0

...immer Opfer

Wer behauptet, in Österreich gibt es einen Datenschutz beklaut sich selbst um seine zivile Unversehrtheit. Zum Beispiel gibt es hochsensible gesundheitliche Daten die einfach nichts in der Öffentlichkeit verloren haben. Die Informierten gehen dann Publikumswirksam damit hausieren. Der „Belastete“ wird mit einer diskreditierenden Schamlosigkeit ohne jeglicher Rücksicht an den Gesellschaftspranger gestellt. Wissentlich heimtückischer Rufmord ist dem Hingerichteten sicher. Unser Datenschutz ein löchrig-zwielichtiges „Mensch ärgere dich nicht“-Spielchen aus dem zwiespältigen Fundus hartherziger Plaudertaschen.

4 0

Dafür, das das der Zeitungsaufmacher ist hätte ich mir mehr technischen Tiefgang erwartet

vor Jahren schon erschien ein hochinteressant gemachter Artikel zu diesem Thema im US "WIRED".

Es wäre gescheiter und weit informativer gewesen diesen alten Schinken zu übersetzen und zu kopieren da er die technischen und logistischen Hintergründe von "identity theft", die heute die gleichen sind, exemplarisch zeigte.

Antworten Gast: FC Düdelingen
30.07.2012 11:00
2 0

Re: Dafür, das das der Zeitungsaufmacher ist hätte ich mir mehr technischen Tiefgang erwartet

Österreich ist korrupt. Das hat Alfred Worm seinerzeit beim AKH-Skandal aufgedeckt. Wozu also die ganze Aufregung über Kärnten? War alles schon da!

Medien, seid's gefälligst Gusch und schreibts, was Faymann & Co. sich wünschen.

Gast: Dose Katja
30.07.2012 04:43
0 0

Eröffnungszeremonie der Kunstausstellung „ Harmonie und Schönheit in Tibet “ in Berlin

Startseite > „Hamonie und Schönheit in Tibet“ Ausstellung in Deutschland > Berichten
Eröffnungszeremonie der Kunstausstellung „ Harmonie und Schönheit in Tibet “ in Berlin
Datum: 26.07.2012, 11:06 Quelle: China Tibet Online
Am Nachmittag des 25. Juli fand die Eröffnungszeremonie der Kunstausstellung „Harmonie und Schönheit in Tibet“ in der Botschaft der VR China in Berlin statt.

Der Gesandte Herr Li Nianping aus der Botschaft hat die Zeremonie moderiert und die Arbeitsgruppe der Kunstausstellung willkommen geheißen. Er sagte, für die Botschaft der VR China in Berlin sei es zum ersten Mal, eine Kunstausstellung zu veranstalten, die sich mit dem Thema Tibet beschäftigt. Dadurch sollten dem deutschen Publikum ein modernes Tibet präsentiert und die Zusammenarbeit auf dem Kulturbereich zwischen China und Deutschland gefördert werden.


Antworten Gast: sid
30.07.2012 07:12
0 0

...schon wieder so eine Hacker-Attacke!

Da hat doch jemand glatt einen Kommentar zu einem völlig anderen Artikel "abgefangen" und ihn hier reinkopiert!

Liebe Presse, ich bitte darum, diese Sicherheitslücke umgehend zu beheben- ich fürchte um meine Sicherheit.

Gast: Datenschutzbeobachter
30.07.2012 04:09
0 0

Datenhandel mit dem Staat als Hehler

Der Kauf von privaten, personenbezogenen Daten durch das Finanzamt von Verbrechern, ja, das ist das Problem. Nur wollen unsere ach so dolleun EUJEdemogradien natuerlich raschestmoeglich das Internet abdrehen, so wie in China....

Gast: Als Gast kommentiert
30.07.2012 03:31
2 0

Passwort, gestohlene Identitäten, Real Identities

1) betreff Namen:
nicht jeder Account auf Social Media muss unbedingt ein vermeintlicher Identitätsdiebstahl sein- zB wenn wer den selben Namen trägt, ist es natürlich legitim diesen zu nehmen. Wenn zB jemand Hermann Maier (simpler Name)heisst, muss diese Person nicht unbedingt des Sportlers Identität vortäuschen.

2) betreff "Sich selbst zu schützen ist (fast) unmöglich. Es sei denn, man verweigert das Internet."-
dies muss nicht direkt ein Vorteil in Prävention sein. So kann man auch den eigenen Namen oder Firmennamen schützen, indem man zB einen Account wo anlegt, sodass nicht (!) ein anderer diesen benutzen kann. Dies ist zB für Firmen von Vorteil, dass diese den eigenen Namen so sichern, um Domaingrabbing oder einen naheliegenden Social media Namen so für sich in Besitz zu nehmen (zB twitter.com/firmenname ), eventuell erst später nutzen. Zudem landen Daten auch durch andere im Web (siehe FB)

3)betreff Passwortschutz: Dies ist ein komplexes Thema. Dies hängt auch mit dem Computerschutz (Firewall, Programme, Viren), den Internetseiten (Betreiber der Seite, dessen Programmierern, den Serverbetreibern), auch der Internetverbindung (Betreiber der Verbindung; auch das Übertragungsformat wie http, https etc), Mobileverbindung (zB Blackberry und E-Mail Synchonisation), Apps (...) zusammen.

betreff "Identitäten"- wie im Titel genannt: ich sehe eine Tendenz zu "Real Identities" im Web auch hinterfragenswert, da dies auch Gefahren bringen kann (zB bei politischen Gegnern)

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don't believe the hype

seit es internet gibt, habe ich was weiss ich nicht alles schon gekauft, in jedem unsicheren land geld von bankomat behoben, bluetooth ständig eingeschaltet am handy, in jedem dubiosen internetcafe mich eingelogged, usw. - und passiert ist seit jahr und tag nichts. jetzt bin ich ja schon gespannt, ob sich einer dieser socalled hacker angestachelt fühlt mir es so richtig zu zeigen. ich warte. sommerflaute blüten? BTW: hacker zu sein scheint auch eine traurige lebensgeschichte zu sein. nichts besseres zu tun? und: wenn sie die daten schon haben, wieso holen sie sich das zeugs nicht gleich selbst ab? zu feige? zu unraffiniert?

Antworten Gast: Der Steuerzahler
30.07.2012 00:22
5 0

Der optimistische Bauarbeiter:

Es stürzte mal ein Bauarbeiter vom 32. Stock einer Hochhausbaustelle. Als er beim zweiten Stock vorbeistürzte, dachte er sich:
"Naja, eh ned so tragisch, jetzt bin ich schon 31 Stockwerke gestürzt und es ist noch nichts passiert".

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Re: don't believe the hype

Ich denke das liegt vor allem daran, dass es erheblich aufwendiger ist von einer Stelle aus ständig neue Identitäten zu erfinden außerdem ist das Verkaufen eines Datensatzes erheblich einfacher als eine Transaktion abzuwickeln. Wenn man ein paar Tausend Datensätze hat, die schnellstmöglich genutzt werden sollen, dann würde man wohl eine größere Organisation brauchen, da die Abwicklung auch Zeit braucht.

Es passiert ja nicht jedem etwas und auch nicht ständig. Mir sind schon ein paarmal Beträge um 100 Euro - was also nicht so arg auffällt - vom Bankkonto abgebucht worden und es gibt keine Chance, das Konto für Einzüge sperren zu lassen. Den Banken scheint das zu gefallen.

0 0

so ist das!

ja die terrorregime lagern das risiko auf die kunden aus und prahlen damit. ich mag das nicht!

Gast: Ein Selbstschützer
29.07.2012 19:40
5 1

Nicht alles Bequeme ist sicher

Kein Kreditkartenbetrug und kein unrechtmäßiger Abzug ohne Kreditkarte - Bargeld hinterläßt keine Spuren.

Kein Einzugsermächtigungsmißbrauch ohne Einzugsermächtigung - ein Dauerauftrag oder Einzelüberweisungen tun es auch.

Stets ein Bruch der Automatisierung in Geldgeschäften.

Ist nur eine Frage der Selbstorganisation.

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Re: Nicht alles Bequeme ist sicher

Es wird aber auch staatlich gefördert. Das Abbuchen vom Konto funktioniert ja nur, weil praktisch jeder von jedem Konto beliebig abbuchen kann. Das ist per Gesetz erlaubt und es ist schwierig, das Konto vor Abbuchungen sperren zu lassen. Man braucht dazu nur die Kontoverbindung kennen, die ja vor allem bei Firmen frei zugänglich ist. Das ist so wie wenn man verbietet, die Wohnung abzuschließen, aber wenn man innerhalb 40 Tagen draufkommt, was einem fehlt, bekommt man es zurück.

Die Kreditkartendaten hat jeder bei dem einmal bezahlt wurde oder der die Kreditkarte gesehen hat. Bei der Bankomatkarte steht der PIN - codiert - auf der Karte.

Wenn die Kriminalität nicht ausreichend ist, dann werden Grenzen für den Einbruchstourismus geöffnet und auch gleich der Zugriff aufs Geld erleichtert. Ohne ausreichende Kriminalität lassen sich ja die umfassenden Überwachungen nicht durchsetzen.

Re: Re: Nicht alles Bequeme ist sicher

Der Hammer ist ja dann noch die Klausel, dass der Kunde zB bei Mastercard keine Möglichkeit auf einen Einspruch hat, wenn bereits eine Geschäftsverbindung besteht.

Beispiele:

a) Nicht authorisierte Abbuchung von unbekannten Unternehmen: Einspruch möglich.

b) Bestellung über EUR 30,--. Es werden EUR 30.000,-- abgebucht. Keine Einspruchsmöglichkeit, Klage direkt gegen abbuchenden Unternehmer auf den Fitschi-Inseln möglich.

In der Praxis bedeutet das, dass man ab der zweiten Bestellung keine Einspruchsmöglichkeit mehr hat.

Ich musste das leider persönlich erfahren.

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Re: Re: Re: Nicht alles Bequeme ist sicher

Wahnsinn. Es war schon vor etwa 30 Jahren schlimm mit den Euroschecks mit Garantie bis 2500 Schilling. So ein Scheckheft mit 25 Schecks brachte dann schon recht viel und man konnte nichts dagegen unternehmen, wenn man es nicht rechtzeitig gemerkt hatte. Heute ist das halt zusätzlich "optimiert".

Am besten nur Kundenkarte für die Verwendung in der Bank direkt ohne Bankomatfunktion - das ist wenigstens einigermaßen sicherer - und Prepaid-"Kreditkarte". Wenn man was ausgeben will, dann ist das innerhalb eines Tages aufgebucht und ansonsten kann halt nur so viel verloren gehen wie es Guthaben für die Karte gibt. So ist das Risiko begrenzt.

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Re: Re: Nicht alles Bequeme ist sicher

Ergänzend noch: Damit die Einbrüche nicht so erschwert werden gibt es jedenfalls in Wien auf nahezu jeder Klingelanlage bei Wohnhäusern ein einheitliches Schloss mit dem man den Türöffner betätigen kann. Geschlossen sind die Häuser nur für normale Menschen, Einbrecher machen sich überall selbst auf.

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...

trotzdem hört man von gegenschlägen auf "händler" dieser art so gut wie nichts, aber den schmitz, der wohlhabenden konzernen einen angeblichen schaden von 500 millionen (vergleiche zahl mit jener aus dem artikel!) beschert haben soll, und dem gewöhnlichen durchschnittsuser will man das FBI oder ACTA schicken. könnte kotzen ...

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Re: ...

Wobei man hier noch zusätzlich berücksichtigeb muss dass Schmitz' 500 Mio entgangene Gewinne darstellen, während die 750 Mrd Abbuchungen von Konten und damit reale Vermögensschmälerungen für die Betroffenen sind.

 
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