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Pirate Bay: Künstler gehen bei Schadensersatz leer aus

31.07.2012 | 11:43 |   (DiePresse.com)

Die Betreiber des ehemaligen Filesharing-Portals "Pirate Bay" müssen eine Millionenstrafe zahlen. Das Geld fließt aber in Musikverbands-Kampagnen.

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Von der Verurteilung der Gründer der Internet-Tauschbörse Pirate Bay zu einer Millionenstrafe profitieren Künstler und Rechteinhaber nicht, denn die Musikkonzerne haben gar nicht vor, diesen ihren Anteil an der Schadensersatzsumme zu zahlen. Dies berichtete vor wenigen Tagen der Weblog TorrentFreak. Im Februar hatte der Oberste Gerichtshof das Urteil gegen Peter Sunde, Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm und Carl Lundström wegen Beihilfe zur Verletzung des Urheberrechts bestätigt. Die drei waren 2009 zu mehreren Monaten Haft und Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt worden.

Ein Teil der Summe, 550.000 Euro, sollte an internationale Musikkonzerne gezahlt werden, um Künstler und Rechteinhaber für entgangene Einnahmen zu entschädigen. Doch davon werden sie keinen Cent sehen, berichtete TorrentFreak. Nicht nur weil die Pirate Bay-Gründer in Schweden über kein nennenswertes Vermögen verfügen, sondern auch weil die Plattenfirmen eventuell eingetriebene Schadensersatzzahlungen gleich an den Internationalen Musikverband der Industrie IFPI zur Finanzierung weiterer Anti-Piraterie-Kampagnen weiterleiten wollen. Dies geht aus einem TorrentFreak zugespielten internen IFPI-Papier hervor.

Laut des ehemaligen Pirate Bay-Sprechers Peter Sunde, einem der drei Verurteilten, zeige dies, wer die echten "Diebe" seien. "Sie sagen, dass Leute, die etwas herunterladen, Diebe sind. Aber wenn letztendlich jemand zahlt, in diesem Falle drei Personen, ist dafür bezahlt worden. Wer ist also der Dieb, wenn sie das Geld nicht den Künstlern geben?", sagte Sunde TorrentFreak.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Gastastast
31.07.2012 22:43
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Hmm

Bei der Content-Mafia ist der Künstler am Ende der Arsch. Das war schon immer so und wird sich vermutlich auch nicht ändern. Nicht umsonst bezeichnet man die Musikindustrie auch als den Ort "where the music comes to die".

Es tut gut zuzusehen wie sich diese degenerierte Freakshow, die sich auch noch anmaßt für die Interessen der Künstler zu stehen, langsam aber sicher ihr eigenes Grab schaufelt.

Gast: bustere
31.07.2012 16:18
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bezahlt

solche webseiten dürften ihr geld von werbung für andere webseiten bekommen-die wiederum vermutlich legale meist virtuelle angebote vertreiben,ob chat,erotik oder browserspiele.

wenn dies zu einer funktionierenden systematik würde,sich webseitenunternehmer nur in dies kollektiv einkaufen oder mitwirken bräuchten-ob dies finanziell das bisher illegale angebot abdecken kann,auf den erfolg von demnach möglichen verhandlungen zwischen den parteien beruhen würde


Warum wundert mich das nicht?

War doch von Anfang an klar, dass es hier nicht um die Rechte von Künstlern geht.

Antworten Gast: Oesterreicher1
31.07.2012 14:35
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Re: Warum wundert mich das nicht?

Das war auch mein erster Gedanke zu dem Artikel!