Von der Verurteilung der Gründer der Internet-Tauschbörse Pirate Bay zu einer Millionenstrafe profitieren Künstler und Rechteinhaber nicht, denn die Musikkonzerne haben gar nicht vor, diesen ihren Anteil an der Schadensersatzsumme zu zahlen. Dies berichtete vor wenigen Tagen der Weblog TorrentFreak. Im Februar hatte der Oberste Gerichtshof das Urteil gegen Peter Sunde, Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm und Carl Lundström wegen Beihilfe zur Verletzung des Urheberrechts bestätigt. Die drei waren 2009 zu mehreren Monaten Haft und Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt worden.
Ein Teil der Summe, 550.000 Euro, sollte an internationale Musikkonzerne gezahlt werden, um Künstler und Rechteinhaber für entgangene Einnahmen zu entschädigen. Doch davon werden sie keinen Cent sehen, berichtete TorrentFreak. Nicht nur weil die Pirate Bay-Gründer in Schweden über kein nennenswertes Vermögen verfügen, sondern auch weil die Plattenfirmen eventuell eingetriebene Schadensersatzzahlungen gleich an den Internationalen Musikverband der Industrie IFPI zur Finanzierung weiterer Anti-Piraterie-Kampagnen weiterleiten wollen. Dies geht aus einem TorrentFreak zugespielten internen IFPI-Papier hervor.
Laut des ehemaligen Pirate Bay-Sprechers Peter Sunde, einem der drei Verurteilten, zeige dies, wer die echten "Diebe" seien. "Sie sagen, dass Leute, die etwas herunterladen, Diebe sind. Aber wenn letztendlich jemand zahlt, in diesem Falle drei Personen, ist dafür bezahlt worden. Wer ist also der Dieb, wenn sie das Geld nicht den Künstlern geben?", sagte Sunde TorrentFreak.
(APA)
E3 2013Alles über das wichtigste Event der Branche
Technik-Experten-QuizKey Lime Pie zum Frühstück?
iOS 6Das neue Betriebssystem für iPhone und iPad
Wii UNintendo präsentiert Gamepad und Miiverse
Angry-Birds-FrustAlternativen für iPhone und Android