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Manfred Spitzer: "Unsere Kinder verballern ihre Jugend"

30.08.2012 | 18:21 |  Von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Zu frühe Internetnutzung macht dumm, süchtig und psychisch krank: Mit seinem Buch "Digitale Demenz" legt sich der deutsche Hirnforscher Manfred Spitzer mit Medienpädagogen und Politikern an.

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Die Presse: Wie hält es denn ein rabiater Kritiker digitaler Medien privat mit ihrer Nutzung?

Manfred Spitzer: Als unsere fünf kleinen Kinder immer gestritten haben, wer was gucken darf, haben wir den Fernsehapparat abgeschafft. Da gab es nur einen kurzen Zwergenaufstand. Wir haben auch nur einen Computer. Warum man eine PlayStation brauchen soll, hat mir nie eingeleuchtet.

Was ist für einen Hirnforscher so schlimm an der frühen und starken Nutzung digitaler Medien?

Unser Gehirn ändert sich ständig. Milliarden von Verbindungen zwischen Nervenzellen wachsen oder werden weggeräumt, wenn sie nicht gebraucht werden. Die Informationstechnologie nimmt uns geistige Arbeit ab. Das hat Folgen. Wenn man nur noch oberflächlich über Dinge nachdenkt, bleiben sie nicht mehr hängen. Wenn Sie mit dem Navi im Auto fahren, kennen Sie sich irgendwann nicht mehr aus. Je weniger „gebildet“ das Hirn in jungen Jahren wird, desto schneller erfolgt der Abstieg im Alter.

Die Technologie erspart uns stupides Auswendiglernen. Stattdessen trainieren wir komplexes Denken, das die Wissensgesellschaft braucht.

Das ist falsch! Man muss erst einmal das Einfache draufhaben, sonst können wir das Komplexe gar nicht lernen. Wer nicht Kopfrechnen kann, scheitert auch an der höheren Mathematik. Platz machen durch Auslagern: Das ist dummes Geschwätz!

Wir arbeiten die meiste Zeit am Computer. Da sollte doch die sinnvolle Nutzung digitaler Medien schon von früh an gelehrt werden.

Googeln lernt man nicht durch googeln. Nur durch solides Grundwissen können Sie in einer Suchmaschine die Spreu vom Weizen trennen. Stattdessen wird in der Schule Software gepaukt. Das ist völlig unsinnig, weil Microsoft-Produkte in fünf Jahren ganz anders sind. Kinder finden im Netz schnell zu Sex and Crime. Wir haben in Deutschland eine Viertelmillion Internetsüchtige und 1,4 Millionen, die stark gefährdet sind. Ich kenne als Psychiater die schweren Fälle, die 18 Stunden am Tag online spielen. Die verballern ihre Jugend, das ist schrecklich! Spiele wie „World of Warcraft“ werden bewusst so programmiert, dass sie süchtig machen. Da wird Leid erzeugt. Und dann zu sagen: Wir bringen den Kindern schon ganz früh bei, damit kritisch umzugehen – das ist unglaublicher Nonsens. Wir lassen auch keine Sechsjährigen Auto fahren.

 

Aber die Politiker empfehlen doch keine Killerspiele, sondern Lernspiele...

Kein Zehnjähriger will eine PlayStation, um damit Vokabel zu lernen. Damit wird geballert. Aber in einer Empfehlung des Gesundheitsministers zur Mediennutzung von Kindern kommt x-mal „PlayStation“ vor – das ist Werbung für Sony. Und es heißt: Manche machen es, manche nicht, und entsprechend gibt es Unterschiede in der Medienkompetenz. Es gibt null Studien, die so etwas behaupten! Aber Eltern, die das lesen, denken: Ein inkompetentes Kind will ich ja nicht haben, deshalb kaufe ich ihm eine PlayStation. Damit verschenken sie erwiesenermaßen schlechte Noten und Schulprobleme. Das ist skandalös!

Digitale Medien sind besser als Fernsehen. Ich lasse mich nicht berieseln, wähle Inhalte, kommuniziere, bestimme bei Spielen die Handlung.

Richtig: Wenn Sie beim Abknallen aktiver eingreifen, gibt es mehr Punkte. Aktiv Fehlverhalten einüben ist noch schlechter, als es passiv zu betrachten. Multitasking ist nichts anderes als eine Aufmerksamkeitsstörung. Und reale Kommunikation ist nachhaltiger als ihr Abklatsch im Netz. Beim Chatten fehlen Mimik und Gestik des Gegenübers.

Dafür gibt es längst Webcam und Skype...

Da haben Sie immer noch etwas weniger. Warum treffen wir uns in einem Kaffeehaus, statt zu skypen? Das hat doch einen Grund!

Mail, Chat und SMS: Jugendliche schreiben heute vermutlich mehr als je zuvor. Ist das nicht toll?

Manche Sprachforscher sagen, dass die Codes, die Jugendliche da verwenden, durchaus differenziert sind. Ich bin da skeptisch. Man kann zwar per Knopfdruck „Wow“ oder „Autsch“ sagen, aber eine differenzierte Schilderung meines subjektiven Erlebnisstroms ist da nicht geplant.

Schwarmintelligenz hilft, kollektives Wissen gemeinsam effizienter zu verarbeiten.

Ist es effizient? Wenn es darum geht, wie viel ein Ochse wiegt, komme ich mit aggregiertem Wissen weiter als ein einzelner Experte– einverstanden. Aber heute geht es doch um die Erfassung sehr komplexer Probleme. Das kann ein Schwarm, der irgendwann einmal etwas herausblökt, gar nicht leisten.

Träumen Sie von einer Welt ohne TV und Web?

Sicher nicht. Ich bin kein Medienhasser. Ich bediene auch keine ältere Klientel, die Angst vor allem Neuen hat. Aber ich weise als Arzt auf Nebenwirkungen hin. In den USA ist die Hälfte der Medienforscher Pessimisten. Bei uns ist offenbar die Lobby erfolgreicher.

Auf einen Blick

Manfred Spitzer (54) ist ein deutscher Hirnforscher und Psychiater. Bekannt wurde er durch die Fernsehserie „Geist und Gehirn“ und populärwissenschaftliche Bücher. Sein Versuch, aus der Hirnforschung Schlüsse für das richtige Lernen zu ziehen, ist umstritten. Mit seinem neuen Buch, „Digitale Demenz“, zog er sich den Zorn vieler Medienforscher zu. [Droemer]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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132 Kommentare
Antworten Antworten Antworten Gast: asterix der gallier
01.09.2012 17:03
0 0

Re: Re: Re: Was ist Multitasking?

http://www.youtube.com/watch?v=eG8NEcGC9L0
Ab ca. 3min30 (wenn Ihnen die ganze Sendung zu lang ist) wird von Spitzer eine dementsprechende Studie vorgestellt

Gast: Zweifel tut not
31.08.2012 00:30
6 11

Gottlob gibt es in Österreich auch wirkliche Wissenschafter!

Keine Leute die ihre persönliche Beschränktheit als Expertise anbieten!

2 0

Re: Gottlob gibt es in Österreich auch wirkliche Wissenschafter!

Der Mann kommt aus Deutschland

15 4

hm ...

ich bin 24 jahre alt. spiele seit meinem 10. lebensjahr videospiele. hab alles schon gezockt was es so gibt auf jeder plattform. habe meine matura mit auszeichnung gemacht und studiere derzeit IT-Security. freundinnen hatte ich einige bin aber seit 4 jahren vergeben. sport betreibe ich 4x die woche. obwohl ich mitten im leben stehe sind computerspiele mein größtes hobby und ich widme ihnen so viel zeit wie es möglich ist.

und nein ich bin nicht die ausnahme. videospiele sind in der mitte der gesellschaft angekommen, die stereotype vom nerd der kein reallife hat und 12h am tag WoW suchtet sind vorbei.

dieser "gebildete" herr sollte lieber mal in der realität ankommen.

Re: hm ...

Und Sie betrachten sich als beispiel für den durchschnitt..?

Antworten Gast: asterix der gallier
31.08.2012 07:13
3 0

Re: hm ...

Es geht nicht in erster Linie um 10jährige, sondern um BIS ZU 10JÄHRIGE.
Das ist im Interview aber überhaupt nicht herausgekommen.
Spitzer wendet sich dagegen, dass Kinder schon im Vorschulalter vor Bildschirmen hocken und er wendet sich auch gegen den Einsatz von Computern im Primarbereich.

0 1

Re: Re: hm ...

edit: ich denke erlaubt ist was spaß macht. ich kann mich noch erinnern wie wir uns als kinder verbotenerweise ü18 horrorfilme besorgt haben (die unsere eltern bitterlich verboten haben). nach der ersten hälfte hatten wir so angst das wir die nächsten wochen kaum schlafen konnten.

was ich sagen will: ich denke der medienkonsum sollte sich. von allein regeln und von daher denke ich das bei kindern unter 10 das verlangen nach horror/gewalt etc. nicht stark vorhanden sein kann ...

Re: Re: Re: hm ...

bezüglich Horror und Gewalt bei unter 10 Jährigen stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu, aber alleine regelt sich der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen schwer - meine Erfahrung. Wenn man nicht ein für das Kind erstrebenswertes Hobby findet oder viel Energie dafür verwendet, die Kinder anderwertig zu beschäftigen oder reglementierend eingreift, regelt sich der Konsum bei über 10 jährigen, vorallem wenn es mehrere sind, häufig in Richtung hemmungslosen stundenlangen davor sitzen oder spielen.

0 0

Re: Re: Re: Re: hm ...

meiner erfahrung nach sollte dem kind jedoch eine gesunde einstellung zu dem ganzen gegeben werden. klar einem unter 10 jährigen muss man stärker kontrollieren aber ein 10 kind sollte bereits durch gute erziehung selbst zu großen teilen seinen medienkonsum regeln können. wir haben uns damals auch an regnerischen wochenenden die nacht um die ohren geschlagen und "gezockt" aber im sommer waren wir dann halt draußen unterwegs.

aber wenn ein kind das älter als 10 jahre ist kein anderes hobby hat als videospiele haben in meinen augen die eltern bereits versagt und dem kind zu wenig reize gegeben. immerhin sollte man seine freizeit doch mit dingen verbringen die einem spaß bereiten und wenn die eltern das kind "zwingen" müssen führt das denk ich nur dazu das die kinder/jugendlichen noch stärker zurück vor den bildschirm wollen.

1 1

Re: Re: hm ...

naja sorry das unter 10 jährige keine ballerspiele konsumieren sollten liegt aber auch in der eigenverantwortung der eltern. kann mir schwer vorstellen das 6 jährige CoD oder BF zocken und daran auch freude finden.

zum thema altersheim: ich freu mich schon darauf mit meinen kumpels von früh bis spät zu zocken und dabei noch gefüttert zu werden ;-)

Re: hm ...

ich hab schon eine vision im auge

in 40 jahren im seniorenheim sitzen die alten knacker und spielen counterstrike

sehr geil

heast rudl, mochst an raum auf?
eh klor, dust 2
woat a randl, i muas nu aufs klo zerscht ...

Antworten Gast: hulla
31.08.2012 01:15
2 0

Re: hm ...

ich bin 30 und das glaube ich ihnen gut und gerne. das meiste ihrer zeilen erinnert mich an meine eigene haltung zu dem thema noch vor einigen jahren.
schmunzeln musste ich lediglich bei dem begriff "reallife", welchen ich damals oft genutzt habe und ich heute nicht mehr zum abgrenzen zweier "lebenswelten" verwende und der vollkommen aus meinem sprachgebrauch verschwunden ist, seit ich zu 100%(?) real life lebe(?). danke für diesen kurzen flashback.

Traurig

Die meisten unintelligenten um mich herum spielen keine Computer oder Videospiele. Sie können nicht kombinieren und Schlussfolgerungen daraus ziehen. Diejenigen die Videospielen (in meiner Umgebung) haben einen IQ jenseits der 120 und können kombinieren und Schlussfolgerungen ziehen.
Und mal so nebenbei ich WOW ist kein Shooter.
Und um auch mal andere Klischees zu bedienen: Leute die Psychologie studieren, machen es um sich selbst zu therapieren
Wann hören die Ahnungslosen auf wo mitzureden bei Sachen von denen sie keine Ahnung haben.
Schaut euch Idiocracy an, das ist keine Zukunft, das ist heute.

1 0

Re: Traurig

Na, na, es gibt solche und solche und um in irgendeinem FPS alles umzunieten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, dazu braucht man weder "kombinieren und Schlussfolgerungen daraus ziehen" können.
Und WoW verdankt seinen Erfolg vor allem der Tatsache, dass es absolut unkompliziert ist.

Antworten Antworten Gast: bloßso
31.08.2012 10:03
1 1

Re: Re: Traurig

genau das is das problem... es gehört eben schon etwas dazu um "alles umzunieten" : Teamfähigkeit, Reflexe, Motorig und eben auch Kombinationsgabe (um die vorhandenen Informationen auszuwerten und so seinem Gegner einen Schritt voraus zu sein) ... natürlich gibt es solche und solche Spiele, da muss man immer differenziern! Aber zu behaupten alles sei schlecht, so wie in diesem Artikel, ist schlicht und ergreifend nicht sehr professionell meiner Meinung nach!

Antworten Gast: hulla
31.08.2012 01:10
0 4

Re: Traurig

der terminus "unintelligent" zeugt auch nicht gerade von intelligenz... ;)

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie,

wenn die Spinner, die seinen Thesen zustimmen dies hier im Internet tun...

Antworten Gast: asterix der gallier
31.08.2012 07:18
1 0

Re: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie,

Nachdem es um die Mediennutzung von Kleinkindern geht, wäre es also auch "von gewisser Ironie", wenn Autofahrer sich gegen den "Führerschein ab 6" aussprechen würden ;-)

2 2

differenzierte Sicht

Mein 16-jähriger Sohn schickt mir gerade diesen Link, den er im Internet aufgestöbert hat.

http://htwins.net/scale2/

Ich glaube nicht, dass das für sein Gehirn schädlich ist.

:-)

lassen sie sich immer so leicht verarschen?

wenn ich als Kind etwas lesen wolllte, was ich nicht durfte, versteckte ich das in einem Buch, welches mein Vater als pädagogisch wertvoll einstufte.

Und Ruhe hatte ich. Hätte es damals auch schon das :-) gegeben, auch er hätte :-) geschrieben. Stolz.

Früher war alles besser.....

Weg mit dem Internet, weg mit Computern raus aus den Häusern und mit Stock und Stein in den Wald..... Mit der Behauptung das Internet dumm macht zeigt sich ja schon mal in welcher Welt der lebt.... Dumm ist der der dummes tut ob im Internet oder sonst wo... und die Anspielung mit World of Warcraft, lächerlich.... habt ihr nix sinnvolles zu schreiben liebe Presse?

Gast: Sodok
30.08.2012 22:07
3 3

Blödsinn

Im Leben geht es nun mal nicht darum auf einem bestimmten pfad zu sein, sondern einzig und alleine darum, es zu genießen.

Wenn gewisse Jugendliche lieber online sind als das sie ins schwimmbad gehen: Gut so! Denn sie haben Freude daran und das ist das Ziel.

Die Leute verblöden also durch die software? Müsste die Generation die ohne Internet aufgewachsen ist, dann nicht besser darin sein eine Suchmaschine zu benutzen und bessere Schlagworte finden?

Tja sie tun es aber nicht, sie haben keine Ahnung und Ihr Allgemeinwissen ist dermaßen begrenzt, dass die Kinder und Enkekinder Ihnen Alltags-Fragen beantworten müssen.

Chat ersetzt nicht jegliche Kommunikation sondern wird hauptsächlich dazu verwenden noch mehr Kommunikation zu betreiben, so hat ein Mensch mehr Kontakt mit anderen. Dies ist vor allem für Kinder und Jugendliche wichtig die in Ihrem direkten Umfeld niemanden zum reden haben, erst dann wenden sie sich an die elektronik.

Re: Blödsinn

das wird immer bunter hier mit den Argumenten
Zitat:
Dies ist vor allem für Kinder und Jugendliche wichtig die in Ihrem direkten Umfeld niemanden zum reden haben, erst dann wenden sie sich an die elektronik.
-----------------------
und das stimmt sie nicht nachdenklich ?

Re: Re: Blödsinn

Es ist nicht unbekannt, dass Kinder und Jugendliche ungerne mit Eltern oder Geschwister über Probleme sprechen. Was spricht dagegen, dann in den Chat zu gehen und seinen Freunden zu schreiben? Wenn ich mich um 21 Uhr mit meinen Eltern stark streite, treffe ich mich dann nicht um 22 Uhr in einem Kaffeehaus mit Freunden.

Chatten ermöglicht es mit Freunden jederzeit schreiben zu können. Außerdem hält man dank diverser Chatportale auch den Kontakt zu Bekannten (ehemalige Schulkollegen), mit denen man ohne Internet keinen Kontakt mehr hätte.

Re: Re: Re: Blödsinn

Wenn Sie mit ehemaligen Schulkollegen keinen Kontakt halten (können), sind sie nicht so wichtig....wo ein Wille, da ein Weg

Re: Re: Re: Re: Blödsinn

Natürlich sind sie nicht so wichtig und natürlich könnte man dann Kontakt halten, wenn man es will. Aber spätestens im Berufsleben hat man zu wenig Zeit um sich mit jedem Bekannten zu treffen.
Im Chat kann man an einem Abend mit mehreren Bekannten schreiben und das ist auch eine Art vom Kontakt halten. Das ist meiner Meinung nach viel angenehmer als telefonieren, da man nebenbei auch noch etwas machen kann. Ich selber chatte mittlerweile kaum noch, kann aber das Interesse danach voll und ganz verstehen.

Re: Re: Blödsinn

Sie müssen das einmal von der anderen Seite sehen, das eigentliche Problem unserer Gesellschaft ist nicht die Elektronik oder das Internet sondern vielmehr der Schönheitswahn die Ausgrenzung und Diskriminierung der Randgruppen speziell unter Jugendlichen. Wenn man Körperlich nicht dem "Schönheitsideal" entspricht hat man es auf alle Fälle leichter wenn man im Internet anonym mit anderen kommunizieren kann...schon mal drüber nachgedacht?

Re: Re: Re: Blödsinn

@Immortalis
wenn sie mir jetzt noch erklären wo dieser "Schönheitswahn" , die "Ausgrenzung" ,die "Randgruppen" und "Diskriminierung"ihre Basis haben ?
dann kommen wir wieder zurück zum virtuellen Trugbild
und wie ich erwähnt habe ,Internet ist zweischneidig im Sinne von ,weder schlecht noch gut
zu einem großen Teil Blendwerk und Manipulation
trotzdem viel Spass weiterhin mit

Gast: Callisto
30.08.2012 21:52
3 1

Wer Balllerspiele spielt ist wenigstens optisch auf die kommende Kriege in Europa vorbereitet.

Wer sagt das wäre kein Nutzen?

Gast: Callisto
30.08.2012 21:49
6 8

Und ab ins Altenheim mit dem Typen.

Der bekommt doch die Realität nicht mehr mit.

Re: Und ab ins Altenheim mit dem Typen.

Sie schreiben bereits von dort...?

Antworten Antworten Gast: Callisto
31.08.2012 17:59
0 1

Re: Re: Und ab ins Altenheim mit dem Typen.

Nein von dort schreiben nur Rotwähler mehr...

er hat recht!

leider!

6 2

Selten so einen Blödsinn gehört

Wer auf die "heutige Jugend" schimpft vergisst gerne einmal welche Generation sie erzogen hat.

Es gab doch immer schon Hasspredigten gegen die Unterhaltungsmedien der jeweiligen Jugend, seien es TV, Musik oder sogar Bücher - meist schimpft nur die ältere Generation gegen Dinge, die sie nicht versteht.

Wenn ich durch ein Online-Spiel Menschen kennen lerne, die ich ansonsten niemals in einem "Kaffeehaus" getroffen hätte, da diese ursprünglich aus Brasilien, China, USA oder Deutschland sind, verstehe ich nicht wie man so etwas dermaßen verdammen kann.

Auch gibt es bereits genug Studien, welche belegen, dass das Spielen sog. "Ballerspiele" (schrecklicher Begriff) Reaktionsgeschwindigkeit und räumliches denken trainieren oder auch Chirurgen, die oft vor der Konsole sitzen, eine viel bessere Augen-Hand-Koordination haben und weniger Fehler bei Operationen machen.

Zum Schluss möchte ich noch einwerfen, dass laut Statistik der durchschnittliche Spieler mittlerweile ~34 Jahre alt ist, was nicht mehr viel mit Jugend zu tun hat. Ich selbst habe auch schon aktiv mit bis zu 72-jährigen gespielt.

Re: Selten so einen Blödsinn gehört

sorry ,aber hier geht es um Kinder und wieviel man ihnen diesbezüglich zumuten soll,darf
ich bin selbst ein älteres Semester und auch in einer Online Welt unterwegs ,was aber einen bedeutenden Unterschied ausmacht im Umgang damit aufgrund meiner Lebenserfahrung
und ja
Leute aus Brasilien ect. "kenne " ich auch
Internet ist ein zweischneidiges Schwert ,dem man auch kritisch gegenüberstehen soll und nicht in blinden Vertrauen a la facebook Kids
mfG

1 2

Re: Re: Selten so einen Blödsinn gehört

Gut, ich verstehe Ihre Argumentation, jedoch muss man auch zu bedenken geben, dass wenn auf einem Spiel das PEGI 18 Logo o.Ä. angebracht ist, es auch oft einen Sinn hat und die Eltern nur die Erlaubnis zum Spielen geben sollten, wenn das Kind alt genug ist oder es genug geistige Reife hat um mit dem gesehenen umgehen zu können.

Ich selbst habe nicht immer Spiele nach ihrer Altersbegrenzung gespielt, aber meine Eltern haben mir es immer in gewissen Maßen zugetraut das gespielte nicht allzu ernst zu nehmen und ich denke nicht, dass ich durch Spiele nachhältig geschädigt wurde - ich gehe oft mit Freunden weg, studiere und durch diverse Online-Spiele egal welcher Kategorie habe ich bereits einige neue Freunde kennengelernt.

Gast: d7e
30.08.2012 21:18
7 6

Vollkommener Schwachsinn

Ein typisches Beispiel eines "europäischen" Intellektuellen. Technicophob und Nerd-feindlich.....

deswegen gibt es bei uns auch kein Google, Apple oder Samsung...

Gast: b745
30.08.2012 21:03
8 6

einer der wenigen mit hirn und mut


Gast: John Galliano
30.08.2012 21:01
6 4

Das übliche

Geschwurbel eines Psychiaters.

"Spiele wie „World of Warcraft“ werden bewusst so programmiert, dass sie süchtig machen." No na ned.
Bücher sollen den Leser ja auch fesseln. Beim Sport werden die Regeln auch so gestaltet, dass es Spieler und Zuschauer anlockt. Im Essen lauern Geschmacksverstärker, die uns auf die jeweilige Marke konditionieren sollen. So what?

Es ist nichts Neues, dass die Jugend - in so ziemlich jeder Epoche - als vergnügungssüchtig und verantwortungslos abgestempelt wurde.

Er klagt an, seine Lösungen ("im Kaffeehaus treffen") sind ein Witz.

Gast: Wirtschaftler
30.08.2012 20:56
6 5

Er hat irgendwie doch recht:

Drücke einem 14-jährigen oder AHS-18-jährigen einen Dreizehnerschlüssel in die Hand und sage ihm, er solle damit die M8-Mutter anziehen. --
Was macht er: Er schaut in Google oder Wikipedia nach, was der 13-er-Schlüssel ist, wozu man eine Schraube braucht und wie man sie befestigt, wenn alles gutgeht.
Derartiges wußte früher zumindest jeder männliche Jugendlicher, wir haben Autos zerlegt, Mopdes aufgeturnt und mal unerlaubt im Fluss gemaxt mit nachfolgendem Grill.
Heute: 8 Stunden World of Warcraft, 3 Stunden Fernsehen und MacFood hineinschlingen, dumme Antworten geben und sich einigeln und bis in die Morgenstunden im Internet Facebook News austauschen.
Arme Jugend........!

Re: Er hat irgendwie doch recht:

viel Spaß beim Zerlegen von modernen Autos! alles elektronisch. da kann man nicht mehr so viel machen. Ansonsten ist bei manchen Tätigkeiten das Internet zur Problemlösung schon hilfreich. Einer meiner Söhne hat sich einmal nach you y
tube Vorlage seine Smokingmasche gebunden, weil keiner zu Hause war und wir vergessen hatten, ihm das zu zeigen. was ist an so einer Unterstützung schlecht.

Re: Er hat irgendwie doch recht:

Wenn der besagte Jugendliche dann aber mithilfe von Google herausfindet, wie das geht, kann er das Problem immer noch lösen.
Und natürlich interessierte sich früher jeeeeeder männliche Jugendliche für Autos und Mechanik und wehe wenn er es nicht macht, dann hatte er keine Jugend. Es gab früher auch genug junge Männer, die Bücher (oder sonstiges) spannender fanden als Autos oder Motorräder.

Übrigens: 8 Stunden täglich WoW (oä) spielen ist nicht wirklich der Durchschnitt. Meine Freunde und Bekannte "zocken" zwar auch gerne, sind aber öfter draußen als vorm PC. Das sind übrigens auch Burschen, die auch nicht mit dem von Ihnen genannten Werkzeug von Haus aus umgehen könnten - aber dafür hat man ja das Internet.

Antworten Gast: Callisto
30.08.2012 21:51
1 3

Re: Er hat irgendwie doch recht:

Ja so ein Schlüssel hilft mir sehr bei meinem Audi - damit kann ich alles reparieren...
Irgendwie in den 70igern stehengeblieben und den Rest verpaßt?

Manfred Spitzer

Ich habe Manfred Spitzer ein paar mal in BR Alpha gesehen. Meine Meinung: ein hochintelligenter Mensch

Gast: Gasti
30.08.2012 20:13
7 3

Danke, Herr Spitzer!

Sie haben voellig recht.

Gast: gast1984
30.08.2012 20:04
6 1

Die EU will uns dumm! Vor kurzem gabs einen Artikel um die "Offliner"!


es gibt sie noch

die Kritiker ,gut so
bleibt noch zu ergänzen das Märchen von,unsere lieben kleinen lernen am PC kreativ zu sein ,
bei genauerem hinsehen wird man feststellen ,dass sich diese Kreativität alleine in der Veränderung vorgefertigter Software durch einige Mausklicks erschöpft
eine Hand Zeichnung aus eigener Fantasie kann dies noch lange nicht ersetzen

schwache emotionsgeladene argumente

probiert man bei einigen seiner argumente das wort "computerspielen" durch das wort "arbeit" zu ersetzten, fasse ich kurz zusammen:

es gibt auch menschen die durch arbeit in ein "burnout" schlittern. ich habe mit den schweren fällen zu tun. die arbeiten oft auch 16h/tagund schaffen es irgendwann gar nicht mehr. die verballern ihre energie und brauchen oft jahre um da wieder rauszukommen. arbeit kann süchtig machen bzw die betriebe versuchen ihre arbeiter abhängig zu machen. einige durch unterdrückung und einschüchterung, andere durch zB massagestühle in der arbeit, beachvolleyballplatz, regelmässige feiern, eine betriebskindrrgarten, sodass ich mein kind näher hab und noch mehr arbeiten kann. und arbeit kann dumm machen, wenn ich tag ein tag aus das komplett selbe am fliesband mache.

soll deshalb die arbeit verboten werden.
aber nein, ich bin ja kein arbeitshasser, nur studien sagen, arbeit kann krank machen und ich weise nur auf die nebenwirkungen hin...

blabla :)

Gast: yoshi1
30.08.2012 19:57
5 3

sehr fragwürdig

Der Herr vertritt einige fragwürdige Standpunkte bzw es hört sich sehr einseitig an.

zB: Klar wird es dem sozialen Verhalten eines Kindes, welches 6 Stunden am Tag Ballerspiele spielt nicht zuträglich sein noch wird es dessen Intelligenz fördern. Aber es kann mir keiner erklären, dass dieses Kind, hätte es keine Spielkonsole, signifikant mehr Zeit in Schulbücher investieren würde. Das Problem liegt nicht am Spiel. Durch die Spielerei entflüchten sie lediglich ihren Problemen im richtigen Leben. Und das weiß Herr Spitzer ganz genau. Alternativ kann man sich ja immerhin in Drogen, Alkohol, echte Gewalt aber natürlich auch in Sport und Bücher flüchten. Aber mal ehrlich: Was ist bei Problemkindern wahrscheinlicher?

Und warum halten uns moderne Medien davon ab intensiv über etwas nachzudenken? Weil man sich schnell und einfach informieren kann anstatt es sich in Büchern herauszusuchen oder aus der Nase zu ziehen? Ich behaupte es bleibt im Gegenteil dadurch mehr Zeit zum Nachdenken! Grundrechenarten werden weder durch Taschenrechner noch durch das Internet ersetzt (und ich bin trotz der Befürchtungen meiner Omama nicht dumm geworden nur weil ich ab der .. 6.? Schulstufe einen verwenden durfte.....). Weiters hat es meiner Fähigkeit vernetzt zu denken sicherlich nicht geschadet wenn ich anstatt eines (meist nicht besonders aktuellen) Schulbuches noch X weitere Informationsquellen für meine Aufgaben und Arbeiten hatte.

etc.

Gast: Silbervogel H
30.08.2012 19:56
4 4

Zu frühe Internetnutzung macht dumm, süchtig und psychisch krank:

Kann ich mir durchaus vorstellen, dass die User die früh anfangen, später ein iBrett vorm Kopf haben.

Re: Zu frühe Internetnutzung macht dumm, süchtig und psychisch krank:

;-)

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