22.05.2013 13:14 Merkliste 0

„Perlentaucher“ wehrt sich gegen Lizenzrecht

31.08.2012 | 18:31 |   (Die Presse)

Das Webportal setzte aus Protest seine tägliche Feuilletonrundschau aus und übt Kritik am Leistungsschutzrecht. Die Politik sei „vor der Lobbymacht der Medien“ in die Knie gegangen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die deutsche Bundesregierung ist sich einig: Sie will ein Leistungsschutzrecht für Zeitungsverlage einführen. Künftig sollen Suchmaschinenbetreiber für jeden Zeitungsartikel, den sie im Internet verlinken, ein paar Cent an die Verlage zahlen.

Das soll vor allem mächtige Internetkonzerne wie Google treffen. In ihrer Existenz bedroht fühlen sich aber kleinere Digitalunternehmen – so das deutsche Kulturmagazin „Perlentaucher“. Aus Protest ließ das Webportal am Donnerstag seine tägliche Feuilletonrundschau ausfallen und legte unter dem Titel „Das Internet war eine Episode der Freiheit“ seine Kritik am Leistungsschutzrecht dar: Die Politik sei „vor der Lobbymacht der Medien“ in die Knie gegangen. „Das von der Bundesregierung angedrohte Gesetz ist ein Einschnitt in der Geschichte der deutschen Öffentlichkeit.“

Man protestiere nicht aus Solidarität mit Google, sondern um den „Propagandaartikeln der Presse etwas entgegenzusetzen“. Auch Zeitungen würden einen großen Teil ihrer Inhalte aus dem Internet, von Google, aus Blogs oder anderen Zeitungen, übernehmen und – „wenn sie fair sind“ – zitieren. Was zahlen sie denn dafür?, fragt der „Perlentaucher“. awa

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

1 Kommentare

Der fehlende Link zum Perlentaucher-Artikel ...

lautet: http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2012-08-30.html

und ist gratis!