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Browser: Microsoft will Forderungen der EU erfüllen

10.09.2012 | 07:46 |   (DiePresse.com)

Der EU ist die Marktmacht von Microsofts Internet Explorer ein Dorn im Auge. Windows-Nutzer sollen frei wählen können.

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Microsoft hat sich nach Angaben von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia bereit erklärt, Auflagen der EU-Kommission zu erfüllen. Microsoft-Chef Steve Balmer habe ihm versichert, den Forderungen sofort nachzukommen - unabhängig vom Ausgang des Kartellverfahrens, sagte Almunia am Samstag bei einer Wirtschaftskonferenz im Norden Italiens. Es handle sich um eine sehr ernsthafte Angelegenheit, fügte er hinzu.

Hintergrund ist ein EU-Verfahren gegen den US-Softwarekonzern, weil er sich nicht an eine frührere Zusage zu Auswahlmöglichkeiten für Internet-Browser gehalten haben soll. Derzeit prüfen die Ermittler nach der Beschwerde mehrerer Firmen, ob die Auswahlmöglichkeiten auch bei dem neuen Betriebssystem Windows 8 nicht installiert wurden.

Laut EU-Kommission verstößt der Softwarekonzern seit Februar 2011 gegen seine Verpflichtung. Damals kam die Softwareaktualisierung ("Service Pack") für Windows 7 auf den Markt. "Als Resultat konnten 28 Millionen Nutzer den Auswahlbildschirm (mit weiteren Browsern als Alternative, Anm.) nicht sehen", sagte Almunia. Der Kommissar sprach von einem einmaligen Fall: "Es ist das erste Mal, dass ein Unternehmen sich nicht an die Vorgaben der Kartellbehörden hält... Wir nehmen das sehr ernst."

Die EU-Kommission ist schon früher immer wieder gegen Microsoft vorgegangen und hat insgesamt Strafgelder von rund 1,7 Mrd. Euro verhängt. Der Kreuzzug der Wettbewerbshüter dauert seit mehr als einem Jahrzehnt an - es war mit Abstand der spektakulärste Fall in Brüssel.

(APA/Reuters)

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4 Kommentare
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Hatten wir das nicht schon?

Ist das Sommerloch noch nicht vorbei? Liebe Presse! Keine Archivmeldungen revivalen. Danke

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Doch nicht bei Update

Die Auswahl für den Browser gibt es bei der Ersteinrichtung des Systems. Und das schon seit Jahren. Die gibt es doch nicht bei jedem Software-Update. Das ist doch bitte absurd. Wenn der Internet Explorer nicht installiert ist, dann wird er ja auch bei einem Software-Update nicht berücksichtigt.

Bei Apple scheint es hingegen kein Problem zu sein, dass Safari vorinstalliert wird. Ohne Rückfrage.

Das frühere Problem - das es längst nicht mehr gibt - war, dass Windows ohne Internet Explorer nicht anständig funktioniert hatte. Das ist ja längst behoben.

Antworten Gast: xom
10.09.2012 09:42
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Re: Doch nicht bei Update

"Das frühere Problem - das es längst nicht mehr gibt - war, dass Windows ohne Internet Explorer nicht anständig funktioniert hatte. Das ist ja längst behoben. "
so ganz stimmt das nicht, die renderengine und viele andere komponenten werden nach wie vor fuer diverse "andere" funktionen verwendet, aber wieso soll das ein problem sein? ist halt ein teil des os, und wer einen anderen browser verwenden will, kann das problemlos tun!

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Re: Re: Doch nicht bei Update

Für mich ist das auch kein Problem und war es auch nie. Ich hatte IE immer schon zusätzlich installiert gelassen, weil manches damit halt sicher funktioniert, verwende ihn aber normalerweise nicht.

Gemeint sind wohl eher jene, die sich nicht näher damit befassen, aber die bekommen sowieso eine Auswahl bei der Erstinbetriebnahme. Danach braucht man ja nicht ständig immer wieder danach fragen. Ansonsten wirft man dann Microsoft wohl vor, dass sie die User damit sekkiert vielleicth doch IE zu verwenden ;-) Ich denke, die EU will mit solchen Klagen ein bisschen Körberlgeld machen.