Microsoft hat sich nach Angaben von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia bereit erklärt, Auflagen der EU-Kommission zu erfüllen. Microsoft-Chef Steve Balmer habe ihm versichert, den Forderungen sofort nachzukommen - unabhängig vom Ausgang des Kartellverfahrens, sagte Almunia am Samstag bei einer Wirtschaftskonferenz im Norden Italiens. Es handle sich um eine sehr ernsthafte Angelegenheit, fügte er hinzu.
Hintergrund ist ein EU-Verfahren gegen den US-Softwarekonzern, weil er sich nicht an eine frührere Zusage zu Auswahlmöglichkeiten für Internet-Browser gehalten haben soll. Derzeit prüfen die Ermittler nach der Beschwerde mehrerer Firmen, ob die Auswahlmöglichkeiten auch bei dem neuen Betriebssystem Windows 8 nicht installiert wurden.
Laut EU-Kommission verstößt der Softwarekonzern seit Februar 2011 gegen seine Verpflichtung. Damals kam die Softwareaktualisierung ("Service Pack") für Windows 7 auf den Markt. "Als Resultat konnten 28 Millionen Nutzer den Auswahlbildschirm (mit weiteren Browsern als Alternative, Anm.) nicht sehen", sagte Almunia. Der Kommissar sprach von einem einmaligen Fall: "Es ist das erste Mal, dass ein Unternehmen sich nicht an die Vorgaben der Kartellbehörden hält... Wir nehmen das sehr ernst."
Die EU-Kommission ist schon früher immer wieder gegen Microsoft vorgegangen und hat insgesamt Strafgelder von rund 1,7 Mrd. Euro verhängt. Der Kreuzzug der Wettbewerbshüter dauert seit mehr als einem Jahrzehnt an - es war mit Abstand der spektakulärste Fall in Brüssel.
(APA/Reuters)
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