Anonymous: Seltsame Drohung gegen Spieleanbieter Zynga

Der Farmville-Anbieter soll angeblich hunderte Mitarbeiter entlassen. Hacker drohen damit, (ohnehin kostenlose) Spiele kostenlos zu verbreiten.

Anonymous Seltsame Drohung gegen
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Anonymous Seltsame Drohung gegen
(c) AP (Paul Sakuma)

Hacker aus dem Dunstkreis des Anonymous-Bewegung haben mit einer seltsamen Drohung aufhorchen lassen. Ab dem 5. November sollen im Rahmen der Aktion "maZYNGA" mehrere Spiele des Farmville-Anbieters Zynga kostenlos verbreitet werden. Wie genau die Drohung zu verstehen ist, ist derzeit unklar - schließlich bietet Zynga selbst seine Spiele ohnehin kostenlos an. Denkbar wäre die Veröffentlichung von Versionen, in denen alle kostenpflichtigen virtuellen Gegenstände bereits verfügbar sind.

Als Grund für die Aktion geben die Drahtzieher in einer Nachricht auf Anonnews.org an, dass Zynga angeblich rund tausend Mitarbeiter in den USA entlässt und die Arbeit in Billiglohnländer auslagert. Als Beweis wird ein Dokument angeführt, in dem die angebliche Strategie in etwas holprigem Englisch dargelegt ist. Zynga hat sich zu der Drohung und zu dem angeblichen, internen Dokument bisher nicht geäußert. 

Zyngas Höhenflug ist vorüber

Vergangene Woche kündigte Zynga den Abbau von 150 Stellen an, rund fünf Prozent der Belegschaft. Außerdem will das Unternehmen 13 ältere Spiele aus seinem Angebot streichen und seine Investitionen in das Spiel "The Ville" herunterfahren. Das Zynga-Kerngeschäft mit Simulationsspielen, in denen man virtuelle Bauernhöfe, Häuser oder Städte ausbauen kann, lief auch zuletzt mau. Der Umsatz wuchs im dritten Quartal im Jahresvergleich nur noch um magere drei Prozent auf 316,6 Mio. Dollar, wie Zynga am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekanntgab. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 sanken die Erlöse sogar um fünf Prozent. Zynga spielte diesmal einen Verlust von 52,7 Mio. Dollar ein.

 

(Red. )

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