Speak2Tweet: Google-Dienst bietet Syrern eine Stimme im Netz

Nach dem totalen Internet-Blackout Syriens hat Google seinen bereits während des Aufstands in Ägypten genutzten Dienst neu aufgesetzt. Syrer können per Telefon Twitter-Nachrichten hinterlassen.

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Speak2Tweet: Google-Dienst bietet Syrern eine Stimme im Netz – REUTERS

Google will den derzeit vom Internet abgeschnittenen Syrern ein Sprachrohr in die Außenwelt geben. Der Dienst Speak2Tweet ermöglicht es ihnen, per Telefon eine Botschaft auf Twitter zu deponieren. Es lässt sich aber nicht erkennen, woher die Nachrichten stammen. Eine der Stimmen teilt nach einer Pause in brüchigem Englisch mit: "Ich weiß nicht was ich sagen soll, außer: Wir brauchen Hilfe! Wir brauchen Hilfe!"

Als der arabische Frühlung 2011 zum Umsturz in Ägypten führte, versuchte das damalige Regime, mit der Lahmlegung des Internet einen Teil der Kontrolle zurück zu erhalten. Damals hatte Google Speak2Tweet ins Leben gerufen. Es ermöglicht, auch ohne Internetverbindung eine Nachricht für die Netzgemeinde zu hinterlassen. Dazu muss man nur eine von mehreren Telefonnummern anrufen. Die Nachrichten werden dann auf Twitter unter @speak2tweet veröffentlicht.

Die Google-Entwickler sind aber nicht die einzigen, die den vom Rest der Welt abgeschnittenen Syrern helfen wollen. Der Journalist Peter Glaser hat über Google+ Informationen für eine Internet-Einwahlverbindung für Syrien veröffentlicht. Er bittet darum, die Information möglichst weit zu verbreiten.

(db)

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