668.872 Stimmen bei Facebooks letzter Abstimmung

88 Prozent stimmten gegen die neuen Regeln. Mit gerade einmal 0,067 Prozent Wahlbeteiligung ist das Ergebnis für Facebook nicht bindend.

File photo of the Facebook entrance sign in Menlo Park
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File photo of the Facebook entrance sign in Menlo Park
REUTERS

Die letzte Möglichkeit, über die Änderungen in den Nutzungsbedingungen des Social Networks Facebook abzustimmen ist vorbei. Gerade einmal 668.872 von mehr als einer Milliarde Nutzern haben ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 0,067 Prozent. Damit ist der Weg für Facebook frei, die Abstimmungsmöglichkeit komplett abzuschaffen. In den neuen Nutzungsbedingungen ist sie nicht mehr vorgesehen. Schon bisher gab es eine große Hürde. Denn erst bei einer Teilnahme von 30 Prozent der Mitglieder hat Facebook das Ergebnis als bindend angesehen.

88 Prozent gegen Änderung

Der überwältigende Teil der Teilnehmer der Abstimmung hat übrigens gegen die Änderungen gestimmt. 88 Prozent sagten "Nein", was dem Web-Riesenunternehmen aber herzlich egal sein dürfte. Die Änderungen werden durchgezogen, was schon im Vorfeld feststand. Es war die dritte Abstimmung in der inzwischen achtjährigen Facebook-Geschichte, wobei die durchschnittliche Beteiligung bei 0,145 Prozent lag.

Datenschutz angepasst

Die Änderungen beinhalten auch Datenschutz-Einstellungen. So schreibt Facebook etwa fest, dass es Daten mit anderen Unternehmen innerhalb des eigenen Konzerns teilen kann. Diese Maßnahme wurde durch die Übernahme von Instagram notwendig. Auch wurden Forderungen der irischen Datenschutzbehörde umgesetzt. Kritikern geht das aber noch nicht weit genug. Sie planen eine neuerliche Beschwerde gegen Facebook.

(db)

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