668.872 Stimmen bei Facebooks letzter Abstimmung

11.12.2012 | 08:33 |   (DiePresse.com)

88 Prozent stimmten gegen die neuen Regeln. Mit gerade einmal 0,067 Prozent Wahlbeteiligung ist das Ergebnis für Facebook nicht bindend.

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Die letzte Möglichkeit, über die Änderungen in den Nutzungsbedingungen des Social Networks Facebook abzustimmen ist vorbei. Gerade einmal 668.872 von mehr als einer Milliarde Nutzern haben ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 0,067 Prozent. Damit ist der Weg für Facebook frei, die Abstimmungsmöglichkeit komplett abzuschaffen. In den neuen Nutzungsbedingungen ist sie nicht mehr vorgesehen. Schon bisher gab es eine große Hürde. Denn erst bei einer Teilnahme von 30 Prozent der Mitglieder hat Facebook das Ergebnis als bindend angesehen.

88 Prozent gegen Änderung

Der überwältigende Teil der Teilnehmer der Abstimmung hat übrigens gegen die Änderungen gestimmt. 88 Prozent sagten "Nein", was dem Web-Riesenunternehmen aber herzlich egal sein dürfte. Die Änderungen werden durchgezogen, was schon im Vorfeld feststand. Es war die dritte Abstimmung in der inzwischen achtjährigen Facebook-Geschichte, wobei die durchschnittliche Beteiligung bei 0,145 Prozent lag.

Datenschutz angepasst

Die Änderungen beinhalten auch Datenschutz-Einstellungen. So schreibt Facebook etwa fest, dass es Daten mit anderen Unternehmen innerhalb des eigenen Konzerns teilen kann. Diese Maßnahme wurde durch die Übernahme von Instagram notwendig. Auch wurden Forderungen der irischen Datenschutzbehörde umgesetzt. Kritikern geht das aber noch nicht weit genug. Sie planen eine neuerliche Beschwerde gegen Facebook.

(db)

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6 Kommentare

Account löschen

Nun sollte jeder der 668.872 User seinen Account bei Facebook löschen, dass wird Facebook und die Aktionäre dann wohl auch nicht interessieren? Wie bei Facebook und anderen US Unternehmen mit der Privatsphäre und den Daten von Menschen umgegangen wird ist sowieso eine Frechheit. Ich bereue keinen Tag, nicht auf FB registriert zu sein. Es kam/kommt halt der Trend der USA immer zu uns. In den USA möchte der Durchschnittsbürger dass wenn man seinen Namen bei Google eingibt, der Name am besten an erster Stelle bei den Suchergebnissen steht -> bei uns will man eher gar nicht aufscheinen und sein Haus auch nicht bei Google abgelichtet finden. In Amerika ist jemand ohne Kreditkarte und veröffentlichten privaten Daten im Netz höchst verdächtig, bei uns zum Glück nur jemand der einfach seine Privatsphäre und eben im Zuge dessen auch seine Daten so gut wie möglich zu schützen versucht. Auch wenn man manchmal als "paranoid" bezeichnet wird, die Daten verschwinden niemals im Netz. Sie werden von Server zu Server kopiert, innerhalb der Unternehmen weitergereicht, klar die wollen Geld verdienen - die richtigen Leute mit ihrer Werbung anspreche - und auch wenn die User die Angebote gratis nutzen dürfen und wenig bis keine Werbung zu finden ist, so zahlen sie doch einen sehr hohen Preis wie ich finde - aber das darf und muss sowieso jeder für sich entscheiden, wichtig ist bloß, dass die User überhaupt Bescheid wissen, der Rest liegt an jedem selbst.

Presse etwa im Pro Facebookauftrag?

Oder warum verschwinden hier Grünstricherl bei kritischen Kommentaren und warum taucht mein Posting, oder waren es gar zwei, gar nicht auf?

Ihr seid schon ein komischer Haufen! Lasst mich raten ... Wahrscheinlich in Frazenbuchaktien investiert ;) :D


Re: Presse etwa im Pro Facebookauftrag?

Die verschwinden immer und überall..
ich glaub eher an der schlechten Programmierung scheitert...

das Beste ist ...

... noch immer, kein Facebook Account zu haben.

Der Zuckerberg soll sich doch mit sich selber oder seinen Angestellten unterhalten auf Facebook.

Beteiligungen

Die niedrige Beteiligung an der "Wahl" liegt wahrscheinlich auch an den ganzen fake accounts und den nicht mehr benützten accounts. 1Mrd. User.. das glauben auch nur die Aktionäre

Keine Überraschung

Man konnte wählen zwischen dem was man "nicht will", und dem was man "gar nicht will" ...

Am besten man schliesst das Konto, wenn einem an der Privatsphäre was liegt, oder man clickt nirgens drauf

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