Warum sich selbst einen "Haxn ausreißen", wenn man jemand anderen schuften lassen kann? Diesen Gedanken hatte offenbar ein Entwickler, der seine Arbeit nicht selbst erledigte, sondern sie nach China auslagerte. Das führte er nicht nur bei einer, sondern mehreren Firmen gleichzeitig durch. Der Trick flog nur auf, weil eines der Unternehmen Unregelmäßigkeiten in seinen Dateizugriffen bemerkte. Das Protokoll zeigte an, dass der Mitarbeiter sich über China per VPN eingewählt hatte, dabei saß er physisch vor seinem Rechner im Büro.
Facebook und eBay statt Arbeit
Der vom US-Telekomunternehmen Verizon beschriebene Fall des Entwicklers "Bob", der bei einem anonymen "Infrastrukturunternehmen" arbeitete, sorgt für Verwunderung. Während all seine Arbeiten von China aus getätigt wurden, erhielt der Entwickler Bestnoten in Mitarbeiterbewertungen. Er wurde als Experte in sieben Programmiersprachen angesehen. Tatsächlich las er an einem typischen Arbeitstag acht Stunden Reddit, kaufte eine Stunde auf eBay ein und verbrachte jeweils zwei weitere Stunden auf Facebook und LinkedIn.
Dem Bericht zufolge strich "Bob" mit seinen Machenschaften "mehrere hunderttausend Dollar pro Jahr" ein. Offensichtlich genug, um davon leben und gleichzeitig einige Programmierer in China bezahlen zu können.
(Red.)
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