Neue Chefin erweckt Yahoo zum Leben

29.01.2013 | 18:16 |   (Die Presse)

Yahoo kann den Einbruch der Display-Werbung abfangen. Erstmals seit Langem gibt es wieder ein Umsatzplus und Hoffnung für den Internetpionier.

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Sunnyvale/Wien/Ag./Auer. Als die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer im Juli das Ruder bei Yahoo übernahm, war Feuer am Dach. Mit Aktienkurs und Gewinnen ging es seit Jahren bergab. Beim Versuch, die Kehrtwende zu schaffen, verheizte das Unternehmen immer neue Chefs beinahe im Jahrestakt. Just Marissa Mayer, die anfangs in der Kritik stand, weil sie den Job hochschwanger angetreten hat, könnte es nun geschafft haben. Die von ihr verordnete Frischzellenkur (unrentable Bereiche wurden geschlossen und neue Dienste zugekauft) sowie das harte Sparprogramm tragen offenbar Früchte. Im vierten Quartal stieg der Umsatz erstmals seit Langem wieder um zwei Prozent auf 1,35 Mrd. US-Dollar (eine Mrd. Euro) an. Mit 272 Mio. Dollar lag der Internetpionier beim Gewinn zwar immer noch um acht Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres, aber selbst das war mehr, als die Analysten erwartet hatten.

 

200 Millionen mobile Nutzer

Dabei musste der Konzern einen weiteren Einbruch seines Gewinnbringers, der grafischen Werbung im Internet, verkraften. Dieser Bereich ist für 40Prozent des Umsatzes bei Yahoo verantwortlich. Auf den kleinen mobilen Endgeräten kommt diese Form der Werbung jedoch immer seltener zum Zug. Die Überraschung: Yahoo konnte die schwachen Ergebnisse in diesem Sektor mit zehn Prozent besseren Werbezahlen der Yahoo-Suchmaschine wieder wettmachen. Sorgen über den anhaltenden Trend vom PC zu Smartphones und Tablets macht sich Marissa Mayer nicht. Yahoo zählt nach eigenen Angaben 200 Millionen Nutzer, die über ihre mobilen Geräte die Yahoo-Seiten besuchen. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem leichten Umsatzplus und stagnierendem Gewinn.

An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen, die Aktie legte vorbörslich um drei Prozent zu. Seit Marissa Mayer den Job übernommen hat, stieg die Aktie um gut 30Prozent – einer der fleißigsten Käufer der Yahoo-Aktien war allerdings Yahoo selbst.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.01.2013)

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5 Kommentare

Was soll das?

Warum die Propaganda für eine Rabenmutter auf allen Kanälen?

Frauen an der Spitze sind Gift für innovative Unternehmen, da sie selten über die radikale, kompromisslose Kreativität von Männern verfügen, sondern eher verwalten und für Stillstand sorgen - Beispiele gibt es genug (HP, Dell, mittlerweile auch IBM).

Re: Was soll das?

das knn nicht dein ernst sein oder,lebst auch noch im voigen jahrhundert!

Re: Re: Was soll das?

Im Gegensatz zu Ihnen beherrsche ich wenigstens Rechtschreibung, Grammatik und korrekte Umgangsformen.

Auch ein Relikt des vergangenen Jahrhunderts?

Re: Re: Re: Was soll das?

im presseforum wundert mich nichts mehr. ich les wieder standard da haben die forumspostee noch ein bisserl hirn.

Re: Re: Re: Re: Was soll das?

Viel Spaß im linken Echo Chamber - dort werden als Serviceleistung an Sie und Ihresgleichen nichtlinke Meinungen bequem zensiert.

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