"Scheiß Internet"-Preis für Festplattenabgabe-Initiative

Die Initiative "Kunst hat Recht" setzt sich für die Festplattenabgabe ein und erhielt den Negativpreis für "unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter".

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Gerhard Ruiss bei einer Kundgebung 2010 – (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Am Mittwochabend wurde in Wien der "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten" verliehen, der "unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter" auszeichnet. Der nach dem ersten Preisträger, ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz, benannte Preis ging diesmal an den Sprecher der Initiative "Kunst hat Recht".  Gerhard Ruiss und "Kunst hat Recht" setzen sich unter anderem für die Festplattenabgabe ein, also eine Gebühr auf digitale Speichermedien für "Privatkopien" von Musik, Filmen und E-Books. Ruiss wurde von den Juroren als "Internetverhinderer" bezeichnet.

Ruiss setzte sich heuer unter anderem gegen Sony, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Amazon, zum wiederholten Male Wolfgang Lorenz selbst und "Digitaltherapeutin" Anitra Eggler durch. Der kurz "WoLo" genannte Preis wurde 2008 vom Künstlerkollektiv Monochrom ins Leben gerufen und geht auf die Aussage des ORF-Programmdirektors zurück, die Jugend würde sich nur in das "scheiß Internet ... verkriechen". In den Vorjahren wurden unter anderem A1-Boss Hannes Ametsreiter für seine Ablehnung der Netzneutralität, die "Datenrüpel" Anonymous Austria und Medienstaatssekretär Josef Ostermayer für das Ende des ORF-Portals Futurezone ausgezeichnet.

(Red.)

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