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Österreicher können mit "Web 2.0" wenig anfangen

21.01.2008 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Obwohl Seiten wie Wikipedia, Geizhals und Youtube fleißig benutzt werden, sagt der Begriff "Web 2.0" den meisten Usern nichts. Weblogs gelten glaubwürdiger als Wikis.

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Mehr als die Hälfte der Österreicher, die das Internet sowohl privat als auch beruflich nutzen, können mit dem Begriff "Web 2.0" nichts anfangen. Auf die Frage, ob sie Web 2.0-Anwendungen verwenden, antworteten 52 Prozent mit "Weiß ich nicht". Der Rest verteilt sich zu gleichen Teilen auf "Ja" beziehungsweise "Nein". Das ergibt eine aktuelle Studie des Instituts für Handel an der Universität Graz und des Consultingunternehmens Mindtake.

Am ehesten kannten 20 bis 29-jährige gebildete Männer, die mehrere Stunden täglich online sind, den Begriff. Frauen im Alter zwischen 20 und 39 mit Matura sagte "Web 2.0" eher nichts. Täglich genutzt werden laut den Angaben Webseiten aus dem Bereich Soziale Netzwerke (17 Prozent), Wikis (15 Prozent) und Video-Communities (5 Prozent).

Weblogs glaubwürdiger als Wikis

Interessant ist, dass Podcasts als sehr unterhaltsam, aber wenig informativ eingeschätzt werden. Weblogs wird abgesprochen, aktuell zu sein, dafür gelten sie als kompetenter und glaubwürdiger als Wikis. Am ehesten verzichten könnten die User auf Podcasts, Weblogs und Reise-Communities.

Mehrmals pro Woche surfen die Web 2.0-User Wikis (68 Prozent), Bewertungsplattformen (38 Prozent) und Soziale Netzwerke (37 Prozent) an. Weblogs (21 Prozent) und Podcasts (11 Prozent) sind bereits deutlich abgeschlagen. Als beliebteste Anwendungen wurden Wikipedia, Geizhals und Youtube genannt. Rund 97 Prozent gaben an, Web 2.0-Seiten vor allem zur eigenen Information zu nutzen, 78 Prozent lassen sich unterhalten und 63 Prozent sehen darin reinen Zeitvertreib.

Zwei Kategorien bei den Usern

Die Web 2.0-User lassen sich den Autoren zufolge in zwei Kategorien einteilen: Die unterhaltungsorientierte Zielgruppe ist jung, hedonistisch und immer auf der Suche nach Spaß und Ablenkung. Diese Personen widmen sich mehreren Kanälen - wie Radio, TV oder Internet - parallel und können mit Printprodukten eher wenig anfangen. Bei den informations-orientierten Nutzern ist die Mehrheit beruflich wie privat sehr engagiert, vielseitig interessiert und verwendet sowohl Printmedien als auch das Internet intensiv.

Klassische Medien haben Problem mit Glaubwürdigkeit

Die Mediennutzung verlagere sich in Bezug auf Dauer, Relevanz und Aufmerksamkeit deutlich zugunsten des Internets. Während TV und Radio immer häufiger der Stellenwert eines begleitenden Hintergrundmediums zukomme, genieße das Web durch seine Interaktivität ungeteilte Aufmerksamkeit, heißt es in der Studie "Kommunikation 2.0".

Außer der sinkenden Reichweite in der relevanten Zielgruppe seien herkömmliche Medien mit einem noch größeren Problem konfrontiert: der schwindenden Glaubwürdigkeit. Denn Mundpropaganda werde für objektiver gehalten als kommerzielle Botschaften.

"Der Kunde vertraut eher der holprig formulierten Einzelmeinung eines Unbekannten als den geschliffenen Werbeaussagen etablierter Anbieter, egal, ob es sich um Urlaubsziele, Handys, Spiele oder Mode handelt", ist Elke Gruber vom Institut für Handel, Absatz und Marketing an der Universität Graz überzeugt. Knapp acht von zehn der 467 im November 2007 schriftlich befragten Personen gaben an, im Internet auf interessante Produkte aufmerksam gemacht zu werden und vor einer größeren Anschaffung Kundenmeinungen im Web abzurufen. Drei Viertel würden sich den Kauf noch mal überlegen, sollten die User ein Produkt negativ bewerten.

Bei der Glaubwürdigkeit hat das Internet gegenüber traditionellen Medien bereits in vielen Bereichen die Nase vorne. Während Informationen in Tageszeitungen über Wirtschaftsthemen, Regionales und Politik besser bewertet werden als Beiträge im Web, gilt das Internet bei Sport und Produktinformationen als glaubwürdiger. Radio und Zeitschriften verlieren in allen Bereichen gegen Online. (APA)

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12 Kommentare
Gast: Boris Crismancich
03.06.2009 08:07
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Marketing-Gag? Nee.

Web 2.0 beschreibt lediglich den Generationsunterschied zwischen herkömmlichen Internetseiten die von irgendwem geschrieben und vom Rest der Welt lediglich gelesen werden konnten und den heutigen interaktiven Websites und Anwednungen wie Wikis, Blogs, Kommentarfunktionen, Communities und und und. Der Begriff meint, dass Wikipedia, Blogger, Twitter, Facebook, Google Maps und wie sie alle heißen dem Internet eine ganz neue Qualität verliehen haben. Und wer will das bestreiten? Die Web Industrie greift das Thema auf, weil es gerade für Firmen spannend ist. Youtube ist ein Werbekanal. Über Facebook pflegen inzwischen viele auch ihre Beruflichen Kontakte und fügen dem ein bisschen mehr Spaß hinzu und viele Unternehmen haben herausgefunden, dass ein Unternehmenseigenes Wiki helfen kann, wichtige Informationen allen Mitarbeitern zugänglich zu machen und zu pflegen. Viele Manager schreiben einen Blog um ihren Mitarbeitern das was die da oben tun transparenter zu machen und ihren zu zeigen, woran sie gerade arbeiten oder zu bestimmten themen stellung zu nehmen. Damit will ich nicht sagen, dass jedes Unternehmen Wikis, Blogs und Co. braucht. Aber sie können eben echt praktisch sein. Wen 2.0 ist eben ein einfacher Sammelbegriff - und nein liebe Webskeptiker - diesmal ist es kein Marketing Gag.

Gast: pano
30.01.2008 13:39
0 0

Web 3. Vers.1,5

Zum etwas späteren Zeitpunkt wird auf der Frankfurter Messe Web 3 Vers.1,5 zu bestaunen sein.
Des Kaisers neue Kleider lassen grüssen.

Antworten Gast: marketingpetzi
25.05.2009 15:15
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Re: Web 3. Vers.1,5

Diese Studie wurde von computeranalphabeten erstellt, die nur ein wenig Aufmersamkeit auf sich lenken wollen.
Echte Marketingfuzzis halt!!!!
Gratulation!!!!

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weil man nicht genau weiß was Web 2.0 sein soll!

Ich dachte zB lange Zeit, Web 2.0 hätte etwas mit dem IPv6 Protokoll zu tun.
Dann habe ich mich mal aus Interesse etwas eingelesen und bin wohl zu dem Schluß gekommen, daß es wohl eher nur ein Werbegag ist.
Denn es scheint weder genaue technische, noch inhaltliche Vorgaben zu geben, was denn Web 2.0 beinhalten soll.
Oder versteh ich da alles ganz falsch?

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stimmt

Woher der Begriff stammt, weiß ich auch nicht, es ist jedoch eher ein Marketingbegriff. Im Moment ist es einfach Mode, alles mit Versionsnummern zu versehen. Primär werden damit interaktive Web-Sites gemeint, wobei die Grenze schwierig zu ziehen ist. Geizhals ist imho keine Web 2.0 - Anwendung, mangels einer genauen Definition (hat nun einmal kein Techniker erfunden) kann das aber niemand genau festlegen. Aber passend zum Thema ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0

Antworten LUPO
21.01.2008 23:31
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Re: weil man nicht genau weiß was Web 2.0 sein soll!

Web 2.0 war oder ist vielmehr eine Frage von Tim O'Reilly(IT-Verleger), wo sich das Internet hin entwickelt. Heute versteht man vielmehr darunter, daß der Internetuser auch den Inhalt mit gestaltet (Blogs,Videos,Kommentare) und die Technik, die dabei hilft. Da es keine eindeutige Antwort darauf gibt, ist und bleibt der Begriff sehr schwammig, er klingt halt nur gut und zeigt die Reichweite von O'Reilly.


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web 2.0 und die lahmen Oesterreicher, aber umso mehr "gschert"

Web 2.0.
Einbildung die Bildung die in Oesterreich vorherrschend dominiert.
Oh doch. ich hatte einige Oesterreicher auf social networking kennengelernt. Es gibt eben auch Ausnahmen.
Man kann anhand der Statistiken von Userdata erkennen, wieviel von Web in Oesterreich Ahnung haben.
Die 10 Punkte Motto oesterr. Fuehrungskraefte :
1. Arroganz 2. Voreingenommenheit 3. gespielte Ueberlegenheit 4. Verwerflichkeit 5. Intoleranz 6. Unglaubwuerdigkeit *des glaub' ih ned* 7. "Dos kenn ma eh schon" Verhalten 8. Scheuklappenverhalten gegenueber allem was fremd ist 9. Ablehnungsverhalten 10. Antipathie
Damit hat die gesamte oesterreichische Arbeitnehmerschaft zu kaempfen. Das Fazit ist auf der Hand : Elsner ist das klassische Beispiel der 10 Punkte Fuehrungstaktik.
Web 2.0, wer von den Professoren kennt das schon.
Pisa kam nicht von ungefaehr meine Damen und Herren.
In Oesterreich wird man immer hinten nachhinken.

Antworten Gast: AEIOU
22.01.2008 18:52
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Re: web 2.0 und die lahmen Oesterreicher, aber umso mehr

Na, sag schön, buddy, was wir nicht wissen. Aber nicht kauderwelschen. Deutsch, wenn möglich. Ist es vielleicht ein Web für Durchgeknallte?

LUPO
21.01.2008 14:39
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Viele befragt sind wahrscheinlich Computeranalphabeten

Eine Barbara Karlich Expertengruppe wird die Österreicher wohl kaum aufklären. Das Internet zeigte eigentlich die Medienmanipulation schön auf und den daraus folgenden Werteverlust diverser Medien. Viel Medien haben die Verantwortung verloren und sind der Macht verfallen. Daher fürchten einige Medien das Internet und bringen auch keine Aufklärung über Software und Hardware und verbreiten lieber mit Negativmeldungen etwas Angst. Der Computeranalphabetismus ist noch sehr groß, so wissen viele noch nicht was ein Dateisystem oder Netzverbindung ist.

Antworten Sisyphus
21.01.2008 16:06
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Re: Viele befragt sind wahrscheinlich Computeranalphabeten

Also SO schlimm ist es nicht. Mein Vater hat im Alter von 55 angefangen das Medium Internet zu nutzen (zugegeben..Er war ziemlich frueh dran und hatte das Pech mich zu haben.. ;-))

Aber ich stimme Ihnen zu. Eine Aufklaerungskampagne wuerde vielen Menschen helfen. GERADE fuer aeltere Benutzer die nicht taeglich ausser Haus koennen (Oesterreich war auf einem SEHR guten Weg bis hat aber den Anschluss verloren..Siehe Finland or Sweden..)

Gast: super
21.01.2008 14:16
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breitband für alle

österreich wird aufwachen

die nächten wahlen werden es zeigen

Bei der Glaubwürdigkeit hat das Internet gegenüber traditionellen Medien bereits in vielen Bereichen die Nase vorne.

http://www.pi-news.net/

Antworten Gast: AEIOU
22.01.2008 18:55
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Re: breitband für alle

Vor allem beim Spurenverwischen hat das Netz den unbestrittenen Vorteil. Denn wer dokumentiert schon alles. Es sei den er ist Papierfabrikant.