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Mobilfunk-Startup: Österreicher bringt Skype auf jedes Handy

23.01.2008 | 15:35 |  (DiePresse.com)

Das System stellt über Skype eine Verbindung zwischen den Teilnehmern her. Angerufen wird per SMS. Der Dienst setzt weder Smartphone noch Internetzugang voraus.

Der Österreicher Stefan Aufschnaiter hat zusammen mit Kollegen aus Tschechien und Deutschland ein Mobilfunksystem entwickelt, bei dem per SMS eine Verbindung über den Internet-Telefondienst Skype hergestellt wird. Das "Hype" genannte Angebot soll - vor allem bei Auslandsgesprächen - zu Kosteneinsparungen von bis zu 90 Prozent führen, heißt es in einer Aussendung des Startups mit Sitz in London.

Durch eine Kurzmitteilung werde ein Rückruf-System initiiert, das die beiden Teilnehmer in weniger als zehn Sekunden verbinde. Da der "Hype"-User nicht aktiv telefoniert, sondern angerufen wird, würden sich die Kosten auf die SMS und die Skype-Gebühr beschränken. "Hype" selbst sei gratis und funktioniere mit jedem Handy, in jedem Netz und in jedem Land. Das Guthaben könne entweder über den Bezahldienst PayPal oder Kreditkarte auf www.hypecall.com gekauft werden.

100.000 Nutzer in sechs Monaten erwartet

Zwar gebe es Skype am Handy bereits, dabei würden aber entweder Gebühren für die Datenübertragung anfallen oder man müsse über ein WLAN-Netz einsteigen. Die Entwicklung des Systems habe mehr als ein Jahr gedauert. In einer ersten Phase werden nun laut den Angaben bis zu 10.000 User frei geschaltet. Finanzieren soll sich das System über Provisionen von Skype.

"Wir erwarten uns, in sechs Monaten auf über 100.000 Nutzer zu kommen. Denn bei teureren Telefonaten nimmt man ein nicht ganz unkompliziertes Procedere in Kauf", erklärte Aufschnaiter. Die Entwicklungskosten hätten rund 70.000 Euro betragen, programmiert worden sei das System in Indien, die Webseite stammt aus Nepal. Auch erste Tests mit einem Unternehmen - "dem großen österreichischen Energydrink-Hersteller" - seien erfolgreich verlaufen. (Ag.)


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