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Österreich sucht nach IT-Profis

16.10.2008 | 10:51 |   (DiePresse.com)

Die heimische IT-Wirtschaft kämpft mit einem starken Fachkräftemangel. Laut einer Studie werden in den nächsten drei Jahren 3800 Angestellte gesucht.

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Microsoft warnt in einer Studie vor einem starken IT-Fachkräftemangel in Österreich. Allein in den nächsten drei Jahren sollen rund 3800 Stellen nicht mehr besetzt werden können. Für die heimische IT-Branche zeichnet die Microsoft-Studie keine rosigen Aussichten: "Jede einzelne fehlende IT-Fachkraft bewirkt rund 109.000 Euro weniger Wertschöpfung und eine Erhöhung des öffentlichen Defizits durch Steuerausfälle von etwa 47.000 Euro pro Jahr", erklärt Markus Breyer, bei Microsoft Österreich verantwortlich für den Bereich Klein- und Mittelbetriebe.

Unqualifizierte Bewerber

Die Studie wurde von dem Institur für ökonomische und politische Forschung (METIS) im Auftrag von Microsoft durchgeführt. Den Studienergebissen zufolge besteht zurzeit bei etwa 40 Prozent der österreichischen IT-Unternehmen eine starke Nachfrage nach qualifizierten IT-Arbeitskräften - Tendenz steigend. Das größte Problem sei die mangelnde Qualifikation der Bewerber: Für rund 92 Prozent der Stellen gibt es keine qualifizierten Bewerber. Besonders betroffen sind die Bereiche Software Entwicklung, Projektmanagement und IT-Consulting. Ein großer Stolperstein sind die mangelnden Standards in der Ausbildung. Die IT-Branche in Österreich umfasst rund 15.600 Unternehmen mit ca. 63.000 Beschäftigten. Ein Großteil davon - rund 41.000 Menschen - arbeitet im Softwaremarkt.

Microsoft hat angekündigt bei der Ausbildung ansetzen zu wollen: "Im Rahmen des neuen Microsoft Innovation Center M.I.C wird es eine umfassende Initiative gegen den Fachkräftemangel geben. Details dazu werden wir Anfang November vorstellen", meint Breyer.

 

(Red. )

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3 Kommentare
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Oh, welch ein Wunder!

So lange die Arbeitgeber von einem Bewerber vier A4 Seiten halbgöttische Fähigkeiten verlangen, die mit einem Staplerfahrerlohn entlohnt werden, wird sich auch nichts ändern. Ach ja, über 25 - 28 Jahren sollte man auch nicht sein. Ab 30 zählt man schon zu altem Eisen.

Das haben sich selbst zu verdanken, dass IT-Berufe so unatraktiv geworden sind.

Gast: ITcrowdler
16.10.2008 18:07
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Microsoft gegen Fachkräftemangel? - aber hallo!

"Im Rahmen des neuen Microsoft Innovation Center M.I.C wird es eine umfassende Initiative gegen den Fachkräftemangel geben. Details dazu werden wir Anfang November vorstellen"

Darf man lachen?

Microsoft und Fachkräfte?

Wo doch jeder weiß das Microsoft Bugs am laufenden Band produziert und jede Anwendung trotz enormen Rechenleistungsanstieges genauso lange bzw. länger braucht um zu starten?
(das nenne ich sorgfältige Programmierung...)

Klingt ja nach einer 'Ausbildung' wie bei Cisco - dort eben im Netzwerkbereich.

Proprietäre Indoktrination würde ich so etwas nennen...

An Microsoft: Wir haben genug Vertriebsleute! Wir brauchen keine Marketing-Experten mehr, und wo ihr nicht so gut seid (-> Programmierung), lasst besser die Finger weg!

Aber wer weiß was genau diese populistische Maßnahme wieder zu bedeuten hat...

P.S.: Bitte nicht verklagen wegen übler Nachrede! Wir leben ja in einer Demokratie... ^^

ert
16.10.2008 12:25
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Das größte Problem ist nicht die Ausbildung

sondern die bescheidenen Karrierechancen sowie die für die verlangte Arbeitslast extrem bescheidene Bezahlung. Nicht umsonst ist die IT die Branche mit der zweithöchsten Menge an Burnouts (nach den Sozialberufen). Der Arbeitnehmerschutz in der IT ist in Österreich de facto nicht existent, Zeitaufzeichnungen in vielen Betrieben unbekannt und Nachtarbeits- oder Überstundenentgelte gelten als lächerlich.