Deutschlands Internet-Friedhof eMorial expandiert nach Österreich und in die Schweiz. Von den freigeschalteten Domains www.emorial.at und www.emorial.ch erwartet die Internetfirma ein starkes Wachstum der Besucherzahlen und des Umsatzes. Auf dem Internet-Portal können Erinnerungs-Seiten für Verstorbene angelegt und virtuelle Kerzen für sie angezündet werden.
Ein kurzer Eintrag mit Namen und Lebensdaten ist kostenlos. Die Luxusgedenkstätte mit langen Texten, Bildern, Musik und Videos kostet 19 Euro. "Eine Investition für die Ewigkeit", meint Mitgründer Martin Kunz. Die meisten ausführlichen Memorials wurden bisher für Prominente erstellt. So finden sich Einträge für den LSD-Erfinder Albert Hofmann, Schauspiellegende Charlton Heston und Georg Danzer. Fleißig Kerzen Angezündet und Kondoliert wird aber bei privaten Memorials. Am besten besucht ist das virtuelle Grab von Stephanie Heß. Die Einträge reichen von "Du fehlst uns allen" bis zu "Heute hat Dein Sohn Geburtstag". Das "Verstorbene Profil" zieren Kinder- und Bikini-Fotos.
Seit der Gründung von eMorial im April 2008 sind bereits über 100.000 Memorials und 400 Prominenten-Biografien entstanden. "An durchschnittlichen Tagen verzeichnen wir etwa 500 bis 1000 Online-Gäste auf unseren Seiten", meint eMorial-Gründer Anton Stuckenberger. Zu Allerheiligen erwarten die Betreiber einen neuen Besucherrekord von mehreren Tausend Gästen.
(Red. )
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