Das Online-Netzwerk Facebook hat mit speziellen Angeboten zur US-Wahl Traum-Zugriffszahlen eingefahren. Nun plant Facebook das Konzept auch in Europa umzusetzen. Das sei besonders spannend, weil in Europa Wahlkämpfe nicht eineinhalb Jahre dauern, meint Marketing-Chefin Randi Zuckerberg gegenüber CNet. Erste Ziele sind Wahlen in Deutschland und Großbritannien. Drei Viertel der rund 125 Millionen Nutzer leben außerhalb der USA.
Die Angebote zur US-Wahl umfassten etwa ein "I Voted"-Widget, das man in das eigene Profil integrieren konnte oder virtuelle Geschenke wie das Cover der New York Times zum Wahlergebnis. Außerdem gab es zwei große Werbekampagnen: Nutzer, die zur Wahl gehen, sollten mit Geschenken von Starbucks und einer Eisgeschäfts-Kette belohnt werden. Hier gab es erste rechtliche Probleme, weil Geschenke im Austausch für eine Wählerstimme in den USA verboten sind. Starbucks musste daraufhin jedem nutzer einen Kaffee am Wahltag versprechen.
Die unterschiedlichen Gesetze zu politischen Wahlen sind auch die größte Hürde bei der Ausweitung des Dienstes auf Europa. Am schwersten zu bewältigen wird das Verbot, Werbung in Zusammenhang mit politischen Inhalten zu zeigen sein, wie es etwa in Großbritannien in Kraft ist.
In Amerika haben sich die Wahl-Angebote trotz Hürden bezahlt gemacht: Laut offiziellem Facebook-Blog haben sich am Wahltag rund 15 Millionen Nutzer auf der Seite eingeloggt. Das "I Voted"-Widget wurde von über 5,4 Millionen Nutzern angeklickt und das virtuelle NYTimes-Cover wurde rund 200.000 mal verschenkt.
(Red. )

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