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Lycos Europe gibt auf: Teile werden verkauft, Rest abgewickelt

26.11.2008 | 15:32 |   (DiePresse.com)

Der Internet-Portal-Betreiber Lycos Europe kommt auch nach elf Jahren nicht aus der Verlust-Zone. Daher werden Unternehmens-Teile verkauft, der Rest "geordnet abgewickelt".

Der Internetportal-Betreiber Lycos Europe steht nach Jahren der Verluste vor der Aufgabe. Die Geschäftsbereiche Webhosting und Portal inklusive Sales will das Unternehmen "geordnet abwickeln".

Einige Teile sollen verkauft werden:

  • Domaingeschäft
  • Internet-Shopping sowie
  • das dänische Portalgeschäft

Diese drei Bereiche stehen für rund zwei Drittel des Umsatzes. Dieser hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 46,9 Millionen Euro betragen.

Mindestens 500 Arbeitsplätze fallen weg

Mindestens 500 der 700 Mitarbeiter werden durch die Aufgabe ihre Arbeitsplätze verlieren. Mit dem Betriebsrat sollen ein Sozialplan und ein Interessenausgleich verhandelt werden. Die notwendigen Beschlüsse sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Dezember getroffen werden. Hauptaktionäre sind die Konzerne Bertelsmann und Telefonica.

Elf Jahre fast ohne operativen Gewinn

Lycos war in den elf Jahren seines Bestehens operativ nie längere Zeit aus der Verlustzone gekommen, hatte aber durch gezielte Teilverkäufe immer wieder Einnahmen erzielt. Von den 641 Millionen Euro Nettoerlösen aus dem Börsegang
sind mitllerweile nur noch 130 Millionen an liquiden Mitteln übrig. 50 Mio. Euro davon sollen die Aktionäre noch im Dezember ausgeschüttet bekommen, sagte eine Lycos-Sprecherin. Der Rest soll zunächst im Unternehmen bleiben, um laufende Kosten decken zu können.

(Ag.)


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