"Unternehmen sind vom Internet Explorer abhängig geworden." Diese Einschätzung traf Ray Valdes, Vizepräsident von Gartner Research, in einem Interview mit ZDNet Asia. Die meisten Firmen könnten nur schwer oder gar nicht vom Internet Explorer auf einen alternativen Browser, wie Firefox, Opera oder Safari, umsteigen. Viele Softwaresysteme und Appliktionen wären vom Grundgerüst des Microsoft-Browsers abhängig, so zum Beispiel auch das E-Mail-Programm Outlook.
Internet Explorer bietet zentrale Kontrolle
Ein weiterer Grund für die Abhängigkeit sei die Möglichkeit, den Internet Explorer zentral verwalten und administrieren zu können. Firefox zum Beispiel würden Valdes zufolge Mechanismen für Gruppeneinstellungen fehlen. "Den Browser zentral zu kontrollieren, stellt eine Schlüsselanforderung für Unternehmen dar", konstatiert der Gartner-Analyst. Durch diese konzentrierte Verwaltung des Programms könnte die Sicherheit im Unternehmen erhöht werden. Auch könnten die Firmen dadurch besser einschränken, auf welchen Websites ihre Mitarbeiter surfen dürfen.
Ständiges Wettrüsten
Der Internet Explorer hält immer noch den größten Marktanteil im Browser-Markt. Viele Entwickler und Webdesigner legen ihre Produkte daher darauf aus, dass sie möglichst gut mit dem Microsoft-Programm zusammen funktionieren. Firefox und Konsorten haben in der Vergangenheit immer wieder für den User brauchbare Features eingebaut. Allerdings wurden diese auch vom Internet Explorer adoptiert. Ein Beispiel dafür ist das Browsen mit Registerkarten ("Tabs"). Opera hatte dieses Feature bereits 1994 implementiert, Mozilla (später Firefox) folgte 2001, der Internet Explorer zog erst 2006 nach.
(Ag.)

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