Immer mehr Menschen strömen ins Internet - derzeit sind es etwa 1,5 Milliarden. Daher brauchen die Provider und Dienstanbieter auch immer mehr Rechenkapazität. Einem Bericht des Guardian zufolge erhöht sich der Stromverbrauch des Internet jährlich um mehr als zehn Prozent. "Wir müssen den Energieverbrauch eindämmen", fordert Subodh Bapat, Vize-Chef von Sun Microsystems, einem der größten Webserver-Hersteller.
Steigender Ressourcenbedarf belastet Ergebnis
Das Problem, mit dem die Anbieter konfrontiert sind, ist vor allem ein finanzielles: Durch die größere Belastung steigen die Energiekosten, die Einnahmen (vorrangig durch Werbung) allerdings nicht im selben Ausmaß. Als eines der Angebote, das unter dem rasanten Wachstum leidet, wird YouTube genannt. Laut einer Analyse der Credit Suisse soll das Unternehmen heuer 470 Millionen US-Dollar aufgrund von steigenden Betriebskosten verlieren.
Strom für Webserver könnte UK versorgen
Viele Internet-Unternehmen behandeln ihren Strom wie ein strenges Firmengeheimnis. Google zum Beispiel schweigt sich aus, wie viele Datenzentren sie besitzen, wie groß diese sind und wie viele Server sie darin haben. Energie-Analysten des Lawrence Berkeley National Lab in Kalifornien wollen errechnet haben, dass Datenzentren in den USA 61 Milliarden Kilowattstunden verbraucht haben - und das 2006. Inzwischen ist der Verbrauch schon wieder gestiegen. Mit der Menge an Strom ließe sich ganz Großbritannien zwei Monate lang versorgen.
Google: "Autofahren schädlicher als Suche"
Google bemüht sich seit Anfang des Jahres, darauf hinzuweisen, dass viele Schätzungen, wieviel Strom eine Suchanfrage beim Webgiganten beansprucht, viel zu hoch gegriffen sind. In einem Blogeintrag rechnete Urs Hölzle, Senior Vice President of Operations bei Google, vor, dass eine Anfrage nur wenig Strom verbraucht. Ein Auto, das einen Kilometer gefahren wird, würde das Klima mehr schädigen als 1000 Suchanfragen.
(db)
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