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Internet-Stromverbrauch steigt unaufhaltsam

04.05.2009 | 14:09 |   (DiePresse.com)

Mehr als zehn Prozent jährlich steigt der Energiebedarf für Webserver und Datenzentren. Die Kosten steigen stärker als die Einnahmen an. Google betont, dass Autofahren schädlicher ist als Suchanfragen.

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Immer mehr Menschen strömen ins Internet - derzeit sind es etwa 1,5 Milliarden. Daher brauchen die Provider und Dienstanbieter auch immer mehr Rechenkapazität. Einem Bericht des Guardian zufolge erhöht sich der Stromverbrauch des Internet jährlich um mehr als zehn Prozent. "Wir müssen den Energieverbrauch eindämmen", fordert Subodh Bapat, Vize-Chef von Sun Microsystems, einem der größten Webserver-Hersteller.

Steigender Ressourcenbedarf belastet Ergebnis

Das Problem, mit dem die Anbieter konfrontiert sind, ist vor allem ein finanzielles: Durch die größere Belastung steigen die Energiekosten, die Einnahmen (vorrangig durch Werbung) allerdings nicht im selben Ausmaß. Als eines der Angebote, das unter dem rasanten Wachstum leidet, wird YouTube genannt. Laut einer Analyse der Credit Suisse soll das Unternehmen heuer 470 Millionen US-Dollar aufgrund von steigenden Betriebskosten verlieren.

Strom für Webserver könnte UK versorgen

Viele Internet-Unternehmen behandeln ihren Strom wie ein strenges Firmengeheimnis. Google zum Beispiel schweigt sich aus, wie viele Datenzentren sie besitzen, wie groß diese sind und wie viele Server sie darin haben. Energie-Analysten des Lawrence Berkeley National Lab in Kalifornien wollen errechnet haben, dass Datenzentren in den USA 61 Milliarden Kilowattstunden verbraucht haben - und das 2006. Inzwischen ist der Verbrauch schon wieder gestiegen. Mit der Menge an Strom ließe sich ganz Großbritannien zwei Monate lang versorgen.

Google: "Autofahren schädlicher als Suche"

Google bemüht sich seit Anfang des Jahres, darauf hinzuweisen, dass viele Schätzungen, wieviel Strom eine Suchanfrage beim Webgiganten beansprucht, viel zu hoch gegriffen sind. In einem Blogeintrag rechnete Urs Hölzle, Senior Vice President of Operations bei Google, vor, dass eine Anfrage nur wenig Strom verbraucht. Ein Auto, das einen Kilometer gefahren wird, würde das Klima mehr schädigen als 1000 Suchanfragen.

(db)

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3 Kommentare
Gast: Beobachter
04.05.2009 20:15
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Die Anti-Freiheitswaffe CO2

Wird nun auch gegen das freie Internet eingesetzt. Dies ist die schlimmste Ideopogie seit den diversen Sozialissmen.

0 0

Serverreaktor aber auch Nutzung subatomarer Teile möglich

Zumindest die Hälfte des Stroms ließe sich als Strom zurückgewinnen, indem man Server zur Erhitzung von Flüssigkeiten - ähnlich wie bei Brennstäben in AKWs - nutzt.

In der Zeit, in der es mehr Anfragen gibt, wächst der Strobedarf - = mehr Hitze in den "Brennelementservern" - besonders stark, der zurückgewonnene Strom wäre somit zu Spitzenpreisen verkaufbar.

Allerdings feht in Wahrheit der Wille Strom zurückzugewinnen, obwohl im Idealfall der Strom für Server aus erneuerbarer Energie wie Sonne, Wind und Wasser hergestellt wird und dann die entstehende Abwärme der Brennelementserver, die in verdampfbaren Flüssigkeiten lagern, erneut zu Strom wird.

Noch besser wäre es die von mir entdeckten physikalischen Gesetze endlich zu beachten und zu bedenken, dass jedes Teil immer weiter teilbar ist und somit in Wahrheit mit viel weniger Energie - es muss nicht einmal Strom sein - Googolplexplexplexplexplexplex mehr Leistung möglich wäre.

Vielleicht kommt die Abwrackprämie für Server...

Antworten gebapet
04.05.2009 18:25
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Re: Serverreaktor aber auch Nutzung subatomarer Teile möglich

Grundsätzlich ist die Idee nicht unbedingt schlecht, aber:
die maximale CPU-Temperatur darf (je nach Type) 65 - 70°C (Ausnahmen bis 100°C) nicht übersteigen. Die Kühlwassertemperatur eines Reaktors liegt bei ca. 300°C.
Daher ist die Energieausbeute um einiges kleiner es der ganze Aufwand wert ist. Dazu kommen noch alle Wärme- und sonstige Verluste.

Abwrackprämien sind - wie man derzeit bei Schrottautos sieht - der falsche Weg.

Effektiver wäre, wenn Rechenzentren auf alternative Energie setzen, wie z.B. Photovoltaik. Damit könnte man sicher, 1/3 bis 1/2 des Engergiebedarfs eines Rechenzentrums decken.